Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 29.05.2019 - Die erste Hitzewelle bahnt sich an

Der Sommer startet mit dem Juni gleich ungewöhnlich heiß und in manchen Regionen kann die +30 Grad Marke überschritten werden. Ob sich der sommerlich warme Wettercharakter bis Pfingsten stabilisieren wird, oder unwetterartige Schauer und Gewitter den Wettercharakter prägen können, hängt von der Position eines Tiefdrucksystems ab.

Hoher Luftdruck baut sich Anfang Juni über Deutschland auf. Die Niederschlagstätigkeit nimmt zunächst ab, steigt aber zum 3. Juni in Form von Schauern und Gewittern wieder an - örtlich auch unwetterartig ausfallend.

Die Temperaturen aber nähern sich mit +25 bis +30 Grad und örtlich bis +33 Grad einem hochsommerlich heißen Bereich, doch in den Nächten kühlen sich die Werte auf +13 bis +18 Grad ab. Lediglich über den Ballungsgebieten über dem Westen sind die ersten tropischen Nächte (>+20 Grad) möglich. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Juni 2019.

Die erste Hitzewelle des Sommers 2019 bahnt sich an
Die erste Hitzewelle des Sommers 2019 bahnt sich an

Keine stabile Wetterentwicklung

Der Grund für den enormen Warmluftschub ist die Konstellation aus einem Tiefdrucksystem zwischen Island und England und einem Hochdruckgebiet über Mittel-, bzw. Osteuropa. Zwischen diesen beiden Wettersystemen werden sehr warme - aber zunehmend feuchte - Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt. Sommerlich warm ja - aber nicht stabil.

Sommerlich bis hochsommerlich warmer Start in den Juni
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Sommerlich bis hochsommerlich warmer Start in den Juni © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Zwischen einer Hitzewelle und einer Krawall-Wetterlage

Entscheidend für den weiteren Wetterverlauf bis Pfingsten wird sein, wie weit sich die Wettersysteme nach Osten bewegen werden. Möglich aber ist eben auch, dass das Hoch über dem östlichen Europa sich behaupten und somit eine sehr warme und heiße Südanströmung der Luftmassen ermöglichen kann.

Heißes Sommerwetter

Berechnet wird eine solche Patt-Situation in der aktuellen Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells für den Zeitraum vom 4. bis 9. Juni. Das Hoch bleibt über dem östlichen Europa omnipräsent und dehnt sich bis zum 9. Juni etwas weiter nach Westen in Richtung Skandinavien aus.

Das Tiefdruckgebiet bei England wird blockiert und tropft nach Süden in Richtung Spanien ab. So gelangen sehr heiße Luftmassen aus Afrika über die Mittelmeerregion in Richtung Deutschland, Österreich und die Schweiz, was die Tageswerte im Zeitraum vom 7. bis 9. Juni ohne weiteres auf +30 bis +35 Grad ansteigen lassen kann. Da werden Erinnerungen an die Hitzewelle zu Pfingsten 2014 wach.

Gestörte Zirkulation erhält den Sommercharakter

Das Hochdrucksystem dehnt sich vom 9. bis zum 12. Juni weiter nach Westen aus und positioniert sich in einem Bereich zwischen Grönland, Island und Skandinavien. Somit werden die atlantischen Tiefdrucksysteme vollständig blockiert und eine Zonalisierung (West-Ost-Strömung) ist nicht machbar. Stattdessen dreht die Grundströmung auf nordöstliche bis östliche Richtungen und führt mit +22 bis +27 Grad gemäßigt warme Luftmassen nach Deutschland.

Sommerlich warm - auch über Pfingsten - da ist sie wieder, die gestörte Zirkulation
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Sommerlich warm - auch über Pfingsten © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Krawall-Wetter

Die Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modells bleibt seiner Variante von gestern treu und berechnet den Tiefdruckkomplex zum 4./5. Juni nur wenige hundert Kilometer weiter östlich.

Unwetterartige Schauer und Gewitter

Das Strömungsmuster ist zunächst südlich orientiert und führt feucht-warme Luftmassen nach Deutschland, die Schweiz und Österreich. Das Tiefdruckgebiet tropft nicht wie nach der Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells nach Süden ab, sondern dehnt sich zum 7. Juni nach Deutschland aus und driftet zum 8. Juni in Richtung Island ab. Im raschen Wechsel werden kühlere und dann wieder subtropisch warme Luftmassen nach Mitteleuropa geführt, was die Neigung zu kräftigen Schauern und Gewittern mit einem erhöhten Unwetterpotential ansteigen lassen kann.

Tiefdrucksysteme dringen bis nach Mitteleuropa vor
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Tiefdrucksysteme dringen bis nach Mitteleuropa vor © www.meteociel.fr

Auf wenige hundert Kilometer kommt es an

Keine Frage, die erste Juni-Dekade wird mit einer hohen Wahrscheinlichkeit sommerlich warm ausfallen. Die Kontrollläufe bestätigen diesen Wettertrend und ein zu kalter Wettercharakter wird über Pfingsten zunehmend unwahrscheinlicher. Sogar das Gegenteil ist der Fall. Das Temperaturspektrum liegt mit einem Mittelwert von +23 bis +26 Grad etwa um 4 bis 6 Grad über dem Langjährigen Mittelwert im deutlich zu warmen Bereich.

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Kontrollläufe: Kein stabiler Wettercharakter

Ganz unabhängig aber von der Temperaturentwicklung zeigt sich die Niederschlagsprognose und bestätigt damit, dass die kommende Wetterentwicklung stark davon abhängig ist, wie weit die Tiefdruckfronten nach Osten vorankommen werden. Im Zeitraum vom 3. bis 13. Juni ist die Niederschlagsneigung über dem Westen und Norden leicht und über dem Süden und Osten mäßig stark erhöht. Doch mit einem länger andauernden Landregen ist nicht zu rechnen, dafür mit einer erhöhten Schauer- und Gewitterneigung.

Diagramm Temperaturen Juni 2019 vom 29.05.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Juni 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Kühlere Varianten nicht vom Tisch

Schaut man sich die Druckanomalien bis zum 8. Juni an, so sieht man eine Hochdruckzone von den Azoren bis weit über das westliche Russland reichend. Gleichzeitig stabilisiert sich die Tiefdruckrinne von Neufundland bis über den sibirischen Raum. Strebt in der theoretischen Annahme nun auf dem Atlantik ein Hochdruckkeil nach Norden auf, so kippt das Strömungsmuster über Mitteleuropa auf nördliche Richtungen. Zumindest in der Theorie sind kältere Varianten (noch) möglich, was zur Wettersingularität der sog. Schafskälte auch nicht außergewöhnlich ist.

Druckanomalie bis 9. Juni
Druckanomalie bis 9. Juni - Kältere Wetterentwicklungen bleiben - in der Theorie - erhalten © climatereanalyzer.org

Wettertrend nach den Langfristmodellen: Wie wird der Sommer 2019?

  • Das Wetter im Juni 2019 wird nach dem Langfristmodell mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad zu warm bis deutlich zu warm berechnet. Die Niederschlagsneigung ist im Trend etwas zu trocken zu bewerten.
  • Die Wetterprognose für den Juli 2019 fällt mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad zum aktuellen Stand gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwas zu warm aus. Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem vieljährigen Sollwert unauffällig und im Trend etwas zu trocken.
  • Der Wettertrend für den August 2019 bleibt sowohl in der Temperatur-, wie auch Niederschlagsentwicklung unauffällig und ist zum aktuellen Stand als normal und im Trend etwa zu warm zu bewerten.
Abweichungen der Temperaturen im Sommer 2019 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
Juni 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
Juli 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis etwas zu nass
August 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis etwas zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2019 vom 29.05.2019
Diagramm der Temperaturprognose Frühling und Sommer 2019

Auf den Punkt gebracht

Der Sommer 2019 dreht Anfang Juni so richtig auf und sorgt örtlich schon für hochsommerlich heiße Temperaturen jenseits der +30 Grad Marke. Doch ist der Wettercharakter keineswegs als stabil zu bewerten und mit zahlreichen Schauern und Gewittern ist zu rechnen, deren Potential zu unwetterartigen Wetterereignissen bis Pfingsten weiter ansteigen kann.

Zwar dominiert nach den Kontrollläufen ein deutlich zu warmer Temperaturcharakter die erste Juni-Hälfte, doch sind kühlere Temperaturentwicklungen (noch) nicht vom Tisch.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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