Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 16.05.2019 - Eine stabile Großwetterlage ist vorerst nicht in Sicht

Am Wochenende zeichnet sich eine gradientenschwache aber tiefdruckdominierte Großwetterlage mit teils unwetterartigen Schauern und Gewittern ab. Darüber hinaus gelangt Deutschland kurzzeitig in eine kühlere Anströmung der Luftmassen, doch die sommerlich warmen Temperaturen sind nicht weit entfernt.

Ein kühler Mai-Tag ist heute noch zu genießen. Dazu gibt es immer wieder Niederschläge, welche über dem Norden auch kräftiger ausfallen können. Ab dem Wochenende gelangt Deutschland in den Einflussbereich einer südöstlichen Grundströmung, was die Tageswerte rasch auf +20 bis +25 Grad und örtlich bis +28 Grad in den frühsommerlichen bis sommerlich warmen Bereich ansteigen lassen kann. Die Luftmassen werden zum Wochenende feuchter und bei schwül-warmen Verhältnissen steigt die Schauer- und Gewitterneigung bis zum Start in die neue Woche an und sorgt verbreitet für unwetterartige Wetterereignisse. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Mai 2019.

Vorerst sind keine stabilen Wetterverhältnisse zu erwarten
Vorerst sind keine stabilen Wetterverhältnisse zu erwarten

Explosive Mischung

Das bislang dominierende Hochdrucksystem verlagert sich in den kommenden Stunden in Richtung Skandinavien und dehnt sich zum Wochenende weiter nach Westen in Richtung Island und Grönland aus. Infolge daraus können schwache atlantische Tiefdruckausläufer auf Mitteleuropa übergreifen und für zahlreiche Schauer und Gewitter sorgen. Da sich das Tief nur sehr langsam nach Osten verlagert können die kräftigen Schauer ortstreu bleiben und so binnen Stunden für ergiebige Niederschläge sorgen.

Ein schwachgradientiges Tiefdruckgebiet sorgt am Wochenende für unwetterartige Wetterereignisse
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Ein schwachgradientiges Tiefdruckgebiet sorgt am Wochenende für unwetterartige Wetterereignisse © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Keine stabile Großwetterlage

Das Hochdrucksystem stabilisiert sich über Grönland bis zum 22. Mai. Zeitgleich verhält sich das Azorenhoch passiv und weist eine von West nach Ost ausgerichtete Achse aus. Ein Aufstreben den Azorenhochs ist zum 23. Mai in Richtung Mitteleuropa zu erkennen. Da die Tiefdruckaktivität zwischen Neufundland und Island zunimmt, werden über Deutschland, Österreich und der Schweiz sehr warme Luftmassen herangeführt.

Frühsommerlich warm mit zahlreichen Schauern und Gewittern

Da es sich um eine Tiefdruckvorderseite handelt bleibt die Struktur bis zum 25. Mai labil und bei wechselnder bis starker Bewölkung ist immer wieder mit - teils kräftigen - Schauern und Gewittern zu rechnen. Die Temperaturen pendeln sich auf +17 bis +23 Grad ein und können - je nach Sonnenscheindauer - örtlich darüber, oder auch darunter liegen.

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Kaltluftzufuhr aus nördlichen Richtungen

Dem Hochdruckkeil gelingt es nicht, sich im Zeitraum vom 25. bis 29. Mai über Mitteleuropa zu etablieren. Stattdessen positioniert sich über Skandinavien ein schwachgradientiges Tiefdruckgebiet und führt im Verbund mit dem Hoch kühle Luftmassen nach Süden. Da sich das Tief über Skandinavien intensiviert, bleibt dem Hoch nichts anderes übrig, als sich bis zum 28. Mai nach Norden in Richtung Island auszudehnen. Das Strömungsmuster meridionalisiert erneut und noch etwas kühlere Luftmassen können nach Süden geführt werden.

Sommerfrische

Wer also auf eine nachhaltig sommerlich warme Großwetterlage wartet, muss sich weiterhin in Geduld üben, zumindest nach der Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells. Mit einer hohen Niederschlagserwartung gehen die Temperaturen vom 26. Mai mit +15 bis +20 Grad bis zum 29. Mai auf empfindlich kühle +10 bis +15 Grad zurück, was für die Jahreszeit deutlich zu kalt ist.

Der Sommer ist noch weit entfernt
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Der Sommer ist noch weit entfernt © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Prognose-Modell: Schauer und Gewitter

Die Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells ist ebenfalls wenig erbaulich für alle, die sich nach einer stabilen und warmen Großwetterlage sehnen. Doch im Unterschied zur Prognose des amerikanischen Vorhersage-Modells misslingt der Zustrom der kalten Luftmassen um den 26./27. Mai.

Der Grund hierfür ist die hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, welche die Hochdruckverbindung von den Azoren bis nach Grönland und Island unterbindet. Stattdessen gelingt es den Tiefdruckgebieten immer wieder in Richtung Mitteleuropa vorzudringen und für einen über Deutschland, Österreich und der Schweiz wechselhaften Wettercharakter zu sorgen.

Frühlingshaft mild

Mit einer überwiegend westlichen bis südwestlichen Grundströmung gelangen gemäßigt warme Luftmassen nach Deutschland, was die Tageswerte verbreitet auf +17 bis +23 Grad ansteigen lassen kann.

Frühlingshaft mild, aber viel Regen
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Frühlingshaft mild, aber viel Regen © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Amerikanisches Vorhersage-Modell ist ein zu kalter Ausreißer

Die Wahrscheinlichkeit für einen Kaltluftausbruch Ende Mai ist zwar theoretisch gegeben, jedoch erkennt man in den Kontrollläufen, dass die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modell eine deutlich zu kalte Variante berechnet und etwa um 7 Grad vom Durchschnittswert abweicht. Mit Veränderungen ist in den kommenden Stunden zu rechnen.

Temperaturrückgang

Der Mittelwert ist im Zeitraum vom 18. bis 24. Mai gegenüber dem langjährigen Durchschnittswert etwa um +2 bis +4 Grad und in manchen Regionen um bis +6 Grad zu warm und sinkt vom 25. Mai bis 2. Juni in einen Jahreszeit-typischen Bereich ab.

Das Temperaturspektrum bewegt sich am 22. Mai zwischen +12 bis +28 Grad (Mittelwert: +20 Grad über dem Norden und +17 Grad über dem Süden), am 27. Mai zwischen +6 bis +27 Grad (Mittelwert: +17 Grad) und am 1. Juni zwischen +12 bis +27 Grad (Mittelwert: +17 bis +18 Grad). Eine hochsommerliche und trockene Wetterphase hat - zum aktuellen Stand - eine sehr geringe Eintreffwahrscheinlichkeit. Viel wahrscheinlicher ist eine für die Jahreszeit typische Wetterentwicklung.

Diagramm Temperaturen Juni 2019 vom 16.05.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Juni 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Kräftige Niederschläge

Das amerikanische Vorhersage-Modell berechnet bis zum 26. Mai Niederschlagssummen von 20 bis 40 l/m². Über Staulagen können bis 60 l/m² und entlang der Alpen bis 100 l/m² an Niederschlag zusammenkommen. Etwas weniger wird im Bereich von Nordrhein-Westfalen und Hessen simuliert. Da die Niederschläge überwiegend in Schauerform niedergehen ist nicht mit einer gleichmäßigen Niederschlagsverteilung zu rechnen.

Das europäische Vorhersage-Modell berechnet eine ganz ähnliche Niederschlagsprognose. In einem breiten Streifen von Hamburg und der Zugspitze sind bis zum 26. Mai 40 bis 60 l/m² und über den Staulagen bis 80 l/m² möglich. Weiter nach Osten und Westen sind mit 7 bis 20 l/m² weniger Niederschläge zu erwarten. Zum Vergleich: der Mai hat eine durchschnittliche Niederschlagssumme von 71 l/m².

Wettertrend nach dem Langfristmodell: Wie wird das Wetter im Sommer 2019?

  • Der Mai ist drauf und dran ein leicht zu kühler Monat zu werden. Die aktuelle Abweichung der Temperaturen beträgt gegenüber dem langjährigen Mittelwert -3,6 Grad und ist deutlich zu kalt. Normalisiert sich das Temperaturniveau in den kommenden Tagen und bleibt bis Ende Mai stabil, so hätte der Mai am Ende eine zu kalte Abweichung von -1,8 Grad vorzuweisen. Damit der Mai noch normal ausfällt, müsste die zweite Hälfte nun um mindestens +3,1 Grad zu warm ausfallen. Ist möglich, doch nach dem derzeitigen Stand weniger wahrscheinlich. Das Niederschlagssoll wurde zu 47 Prozent erfüllt und liegt zum aktuellen Stand im normalen Bereich. Im Hinblick aber auf die nun folgenden Niederschläge hat der Mai das Zeug dazu auch zu nass auszufallen.
  • Für den Juni 2019berechnet das Langfristmodell eine Abweichung der Temperaturen von +1 bis +2 Grad im deutlich zu warmen Bereich. Die Niederschlagsprognose ist leicht positiv (zu nass) und über dem Norden leicht negativ (zu trocken) zu bewerten.
  • Wechselhaft und im Trend etwas zu trocken soll nach dem Wettertrend der Juli 2019 ausfallen. In der Temperaturprognose wird der Juli mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad etwas zu warm berechnet.
  • Unauffällig zeigt sich hingegen der August 2019. Die Abweichungen der Temperaturen liegt mit -0,5 bis +1 Grad im normalen bis leicht zu warmen Bereich und die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem langjährigen Sollwert unauffällig.
Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer 2019 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
März 2019 +3,1 Grad Zu nass
April 2019 +2,2 Grad Zu trocken
Mai 2019 -1,5 bis -0,5 Grad Trend: normal bis zu nass
Juni 2019 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
Juli 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis zu trocken
August 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis etwas zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2019 vom 16.05.2019
Diagramm der Temperaturprognose Frühling und Sommer 2019

Auf den Punkt gebracht

Das sich seit Tagen angekündigte Wachstumswetter setzt mit reichlich Niederschlag und warmen Temperaturen zum Wochenende ein. Im Zeitraum darüber hinaus bleibt der Wettercharakter tiefdruckdominiert. Mit einem länger andauernden Trockenperiode ist vorerst nicht zu rechnen. Die Temperaturen pendeln sich auf Jahreszeit-typische Werte ein.

Für den Sommer 2019 hat sich kaum etwas verändert. Im Trend zu warm und in der Niederschlagsprognose durchwachsen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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