Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 14.05.2019 - Die Temperaturen und das Potential für unwetterartige Wetterereignisse steigen an

Tropische Verhältnisse? Das Strömungsmuster verändert sich in den kommenden Tagen und führt aus südöstlichen Richtungen sehr feuchte, aber auch zunehmend warme Luftmassen nach Deutschland. Mit reichlich Niederschlag und örtlichen Unwettern ist zu rechnen.

Hoher Luftdruck verlagert sich in den kommenden Tagen in Richtung Skandinavien und sorgt über Deutschland mit einer östlichen Grundströmung für eine ansteigende Schauer- und Gewitterneigung und sommerlich warme Temperaturwerte. Bis zum Samstag können verbreitet +20 bis +25 Grad erreicht werden und am Sonntag sind über dem Norden örtlich bis +27 Grad zu erwarten. Die über dem Westen und Süden zunehmende Anzahl von Schauern und Gewittern können örtlich für unwetterartige Wetterereignisse sorgen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Mai 2019.

Kräftige Schauer und Gewitter
Die Großwetterlage hat das Potential für kräftige Schauer und Gewitter

Feucht-warme Luft aus südöstlichen Richtungen

Die dazugehörige Großwetterlage ist geprägt von dem Skandinavienhoch, welches sich am Wochenende weiter nach Westen in Richtung Island und Grönland ausdehnt. Gleichzeitig aber rücken Tiefdruckgebiete von England in Richtung der Mittelmeerregion vor.

Da sich Hochdrucksysteme im und Tiefdruckgebiete gegen den Uhrzeigersinn drehen, gelangen feucht-warme Luftmassen aus südöstlichen Richtungen nach Deutschland und da dies noch in einem gradientenschwachen Umfeld geschieht, können sich lokal kräftige Schauer und Gewitter ausbilden.

Das Strömungsmuster kippt auf südöstliche Richtungen und lässt die Temperaturen spürbar ansteigen
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Das Strömungsmuster kippt auf südöstliche Richtungen und lässt die Temperaturen spürbar ansteigen © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Wachstumswetter

Das Hochdrucksystem verlagert sich nach der Wettervorhersage des amerikanischen Prognose-Modells im Zeitraum vom 20. bis 22. Mai weiter nach Westen und positioniert sich zwischen Grönland und Island. So wird der Weg für das schwachgradientige Tiefdrucksystem nach Deutschland frei und sorgt bei Temperaturen von +20 bis +25 Grad für reichlich Niederschlag - örtlich schauerartig verstärkt und mit kräftigen Gewittern durchsetzt.

Meridionales Strömungsmuster

In den letzten Tagen haben wir häufiger darüber berichtet, ob die momentan anhaltende gestörte Zirkulation in der letzten Mai-Dekade normalisiert werden kann. Im Ansatz berechnet das amerikanische Vorhersage-Modell die Normalisierung erneut, doch zeigt sich in der Simulation immer wieder ein Hochdruckkeil, der von den Azoren nach Norden auskeilt und für ein weitgehend meridionales Strömungsmuster sorgt. Ob damit kaltes oder sommerlich warmes Wetter über Deutschland Einzug halten wird, hängt von der Position der Trogausbrüche ab. Zum aktuellen Stand befindet sich Deutschland, Österreich und die Schweiz zumeist auf der warmen Vorderseitenanströmung der Tiefdruckgebiete.

Frühsommerlich bis sommerlich warm

Die Temperaturen bewegen sich meist in einem Bereich von +18 bis +24 Grad und können Ende Mai in Richtung der +30 Grad Marke ansteigen. Das muss sich in den kommenden Tagen aber erst noch bestätigen lassen und ist zum aktuellen Stand noch in Frage zu stellen.

Meridional verlaufendes Strömungsmuster mit einer zum aktuellen Stand sehr warmen Temperaturentwicklung Ende Mai
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Meridional verlaufendes Strömungsmuster mit einer zum aktuellen Stand sehr warmen Temperaturentwicklung Ende Mai © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Prognose-Modell: Tropische Verhältnisse

Die Entwicklung ist nach der Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modell ganz ähnlich. Das Hoch verlagert sich nach Nordwesten in Richtung Grönland und Island und ein Tiefdruckgebiet festigt seine Position über Mitteleuropa.

Über Deutschland, Österreich und der Schweiz kommt es bei Tageswerten von +18 bis +24 Grad immer wieder zu kräftigen Niederschlägen, örtlich auch von Gewittern durchsetzt und länger andauernd. Schwül-warmes Wetter und kommt die Sonne zum Vorschein sind schnell Werte von +25 Grad und mehr zu erwarten.

Abkühlung

Im Zeitraum vom 23. auf den 24. Mai verlagert sich das Tief weiter über die Ostsee während das Hoch auf dem Atlantik nach Süden in Richtung der Azoren auskeilt. Dadurch wird die atlantische Frontalzone blockiert und es entsteht ein meridionales Strömungsmuster. Im Gegensatz zu den Berechnungen des amerikanischen Vorhersage-Modells liegt das Hoch weiter nördlich und das Tief weiter über dem Osten, was den Trog über Mitteleuropa niedergehen lassen kann. Statt mit sommerlicher Wärme, wäre nochmals mit frischen Mai-Temperaturen zu rechnen.

Die Gefahr der Zufuhr kalter Luftmassen bleibt bestehen
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Die Gefahr der Zufuhr kalter Luftmassen bleibt bestehen © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Eine für die Jahreszeit zu warme Temperaturentwicklung

Aktuell hat der Mai ein Temperaturdefizit von -3,6 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert vorzuweisen. Die erste Mai-Hälfte verlief deutlich zu kühl. Damit der Mai noch normal (+/- 0,5 Grad) ausfallen kann, müsste die zweite Hälfte um mindestens +3,1 Grad zu warm ausfallen.

Die Kontrollläufe berechnen einen im Zeitraum vom 17. bis 22. Mai um 1 bis 3 Grad zu warmen Temperaturtrend, welcher sich vom 25. bis 30 Mai normalisiert. Das Temperaturspektrum liegt am 22. Mai zwischen +13 und +26 Grad (Mittelwert: +17 bis +18 Grad) und am 29. Mai zwischen +11 bis +30 Grad (Mittelwert: +17 bis +18 Grad). Einmal angenommen die zweite Mai-Hälfte normalisiert sich von den Temperaturen her, dann wäre der Mai 2019 am Ende um -1,8 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu kalt. Bemerkenswert ist das nach dreizehn zu warmen Monaten in Folge allemal.

Diagramm Temperaturen Juni 2019 vom 14.05.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Juni 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Viel Niederschlag

Das amerikanische Vorhersage-Modell berechnet bis zum 23. Mai Niederschlagssummen von 20 bis 40 und örtlich bis 60 l/m². In Staulagen des Schwarzwaldes und der Alpen sind über 100 l/m² möglich. Das europäische Prognose-Modell simuliert Summen 15 bis 40 l/m² und über dem Norden und entlang der Alpen örtlich bis 70 l/m². Gestützt wird die hohe Niederschlagsberechnung von den Kontrollläufen, welche mehrheitlich eine vom 19. bis 24. Mai hohe Niederschlagsbewertung abgibt. Aber auch im Zeitraum darüber hinaus ist erst einmal nicht mit einer stabilen Großwetterlage zu rechnen.

Wettertrend nach dem Langfristmodell: Wie wird das Wetter im Sommer 2019?

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  • Der Mai hat ein hohes Potential zu kalt bis normal auszufallen. Eine regulierende Hitzewelle ist nicht zu erkennen und auch das Niederschlagsniveau bleibt auf einem hohen Niveau. Gestützt wird das von der Prognose des Langfristmodells, welches den Mai 2019 mit einer Abweichung von -1,5 bis +0,5 Grad zu kalt bis normal simuliert. Die Niederschlagsprognose ist zwischenzeitlich korrigiert worden und weist einen normalen Niederschlagstrend aus. Aktuell hat der Mai sein Soll von 71 l/m² zu 45 Prozent erfüllt.
  • Für den Juni 2019wird eine Differenz von +0,5 bis +2 Grad im zu warmen Bereich berechnet. Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem langjährigen Sollwert durchschnittlich und im Trend etwas zu trocken zu bewerten.
  • Für den Juli 2019 wird eine Abweichung von +0,5 bis +1 Grad in einem leicht zu warmen Bereich simuliert. Die Niederschlagsprognose fällt durchwachsen und im Trend - vor allem über dem Norden und Osten - etwas zu trocken aus.
  • Für den August 2019 werden mit einer Differenz von +0,5 bis +1 Grad leicht zu warme Bedingungen berechnet. Die Niederschlagsprognose ist nach wie vor gegenüber dem langjährigen Mittelwert eher unauffällig und im Trend leicht zu nass zu bewerten.
Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer 2019 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
März 2019 +3,1 Grad Zu nass
April 2019 +2,2 Grad Zu trocken
Mai 2019 -1,5 bis +0,5 Grad Trend: normal
Juni 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
Juli 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis zu trocken
August 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis etwas zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2019 vom 14.05.2019
Diagramm der Temperaturprognose Frühling und Sommer 2019

Auf den Punkt gebracht

Die Temperaturen werden in den kommenden Tagen einen deutlichen Sprung in die positive Richtung machen, doch wird sich eine stabile Wetterlage nicht durchsetzen können. Eher das Gegenteil ist mit einem Tiefdruckgebiet über Mitteleuropa der Fall, was bei warmen Werten immer wieder für Niederschläge sorgen kann - regional auch kräftiger ausfallend und mit Gewittern einhergehend. Eine örtlich höheres Potential für unwetterartige Wetterereignisse ist im Zeitraum vom 19. bis 24. Mai zu erwarten.

Anschließend bleibt der Wettercharakter bei einem meridionalen Strömungsmuster durchwachsen. Ob die Temperaturen weiter ansteigen oder nochmals empfindlich kühl ausfallen werden, hängt von der Struktur des Troges ab. Zum aktuellen Stand sind beide Varianten gleichwertig.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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