Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 02.05.2019 - Viel Niederschlag und nur zögerlich milder

Die Eisheiligen kommen und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Gleichzeitig stellt sich das Zirkulationsmuster so langsam um, was es dem Frühling nicht gerade leicht macht. Örtlich ist mit viel Niederschlag zu rechnen.

Spätwinterliche Wetterverhältnisse sind in den kommenden Tagen zu erwarten. Mit einer frischen Brise aus nordwestlichen bis nördlichen Richtungen werden spürbar kältere Luftmassen nach Deutschland geführt, was die Tageswerte auf +5 bis +10 Grad und die Tiefstwerte auf +2 bis -4 Grad absinken lassen kann. Begleitet wird der Temperaturrückgang von zahlreichen Schauern und örtlich auftretenden Gewittern. Die Schauer können bis in tiefere Lagen für Graupel- und ab den höheren mittleren Lagen für Schneeschauer sorgen. In Lagen oberhalb etwa 600 bis 800 Meter ist mit der Ausbildung einer Schneedecke zu rechnen. Die Einhelligen halten Einzug. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Mai 2019.

Langsam in Richtung Frühling
Langsam in Richtung frühlingshaft milde Temperaturwerte

Kaltlufttransport: Optimale Bedingungen

Schaut man sich die dazugehörige Großwetterlage an, so etabliert sich zwischen Grönland, Island, England und Portugal ein Hochdruckkeil auf dem Atlantik und blockiert die atlantische Frontalzone. Gleichzeitig führt ein Tief über der Barentssee im Verbund mit dem Hoch kalte Luftmassen arktischen Ursprungs über das europäische Nordmeer nach Süden und sorgt über Deutschland, Österreich und die Schweiz für die verfrühten Eisheiligen.

Kaltes - spätwinterliches - Maiwetter: Die Eisheiligen kommen
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Kaltes - spätwinterliches - Maiwetter: Die Eisheiligen kommen © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Zögerlich wird es milder

Man sieht es schon auf der oben gezeigten Wetterkarte. So rasch lässt sich das meridionale Strömungsmuster nicht abbauen. Doch gilt diese Konstellation als der Anfang vom Ende der sog. gestörten Zirkulation - zumindest wenn es nach der aktuellen Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells geht.

Aufbau einer Westwetterlage

Der Hochdruckkeil bricht bis zum 7. Mai in sich zusammen und die atlantischen Tiefdrucksysteme kommen weiter nach Osten voran. Deutschland, die Schweiz und Österreich gelangen zunächst auf die warme Vorderseitenanströmung, was die Tageswerte bis zum 8. Mai auf +14 bis +18 Grad in einen für die Jahreszeit typischen Bereich ansteigen lassen kann. Aufgrund der Tiefdruckdominanz bleibt die Niederschlagsneigung als hoch zu bewerten.

Viel Regen

Im Zeitraum vom 8. bis 12. Mai verlagert sich das Tiefdruckzentrum weiter nach Osten und positioniert sich über Skandinavien und Deutschland. Infolge dieser Wetterentwicklung ist mit zurückgehenden Temperaturen, kräftigen und länger andauernden Niederschlägen zu rechnen. Mehrtägiger Landregen ist in diesem Zeitraum im Schwerpunkt über Baden-Württemberg und Bayern möglich.

Im Zeitraum vom 12. bis 17. Mai etabliert sich auf dem Atlantik eine Tiefdruckrinne von Neufundland über Island bis nach Skandinavien reichend. Die Temperaturen steigen an, doch die Grundströmung ist westlich orientiert. Die über mehrere Wochen anhaltende gestörte Zirkulation ist - zum aktuellen Stand - erst einmal vom Tisch.

Die Westwetterlage kommt so langsam in die Gänge - viel Niederschlag bei einem Auf und Ab der Temperaturen
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Die Westwetterlage kommt so langsam in die Gänge - viel Niederschlag bei einem Auf und Ab der Temperaturen © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Mildes und nasses Maiwetter

Das europäische Vorhersage-Modell bestätigt in seiner aktuellen Wettervorhersage den jahreszeitlich zu kalten Witterungsabschnitt im Zeitraum vom 3. bis 7. Mai. Nachfolgend verändert sich die Großwetterlage. Der Hochdruckkeil auf dem Atlantik baut sich ab und die atlantischen Tiefdrucksysteme dehnen ihren Einflussbereich nach Mitteleuropa aus.

Viel Niederschlag

Die Grundströmung dreht bis zum 11. Mai auf südwestliche Richtungen und führt feucht-warme Luftmassen nach Deutschland. Bei Tageswerten von +14 bis +18 Grad und örtlich bis +20 Grad sind immer wieder Niederschläge - meist in Form von Schauern - zu erwarten. Über dem Westen und Süden deutlich mehr als über den östlichen Regionen.

Langsame Normalisierung des Zirkulationsmusters
Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Langsame Normalisierung des Zirkulationsmusters © www.meteociel.fr

Der Frühling braucht Zeit und der Frühsommer Geduld

Die gestörte Zirkulation wird mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von einer Westwetterlage abgelöst. Im Grunde eine Wiederholung der Monate Februar und März 2019. Aus einer Erhaltungsneigung wird ein Ausgleichsverhalten.

Gestützt wird ein durchwachesens Mai-Wetter von den Kontrollläufen. Der Zeitraum vom 3. bis 7. Mai fällt gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um 3 bis 6 Grad zur kalt aus. Nachfolgend normalisiert sich das Temperaturniveau und kann im Zeitraum vom 12. bis 15. Mai nochmals leicht zu kühl ausfallen.

Das Temperaturspektrum liegt am 8. Mai zwischen +10 bis +21 Grad (Mittelwert: +15 Grad), am 12. Mai zwischen +7 bis +21 Grad (Mittelwert: +11 bis +13 Grad) und am 17. Mai zwischen +9 bis +27 Grad (Mittelwert: +16 bis +17 Grad).

Diagramm Temperaturen Mai 2019 vom 02.05.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Mai 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Niederschlagsprognose: Viel Niederschlag - aber nicht überall

Sowohl die Kontrollläufe als auch beide Prognose-Modell berechnen in ihrer Wetterprognose bis zum 11. Mai Niederschlagssummen von 20 bis 40 l/m² und über dem Süden örtlich bis 100 l/m². Weniger ist mit 5 bis 20 l/m² über den Regionen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Teile von Thüringen, Brandenburg und Berlin zu erwarten. Extreme Niederschläge werden mit 80 bis 150 l/m² über den Alpenregionen simuliert.

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Wettertrend nach dem Langfristmodell: Wie wird der Sommer 2019?

  • Der Mai 2019 wird nach dem Langfristmodell mit einer Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit -0,5 bis +0,5 Grad normal simuliert. Die Niederschlagsprognose ist im Trend etwas zu trocken, wobei in den kommenden Tagen mit Korrekturen gerechnet werden kann. Warum? Der gesamte Alpenraum wird deutlich zu trocken simuliert - das passt nicht zu der aktuell berechneten Großwetterlage.
  • Für den Juni 2019wird eine Differenz von +1 bis +2 Grad im zu warmen Bereich berechnet. Die Niederschlagsprognose ist im Trend etwas zu trocken zu bewerten.
  • Für den Juli 2019 wird eine Abweichung von +0,5 bis +1 Grad in einem ebenfalls zu warmen Bereich simuliert. Die Niederschlagsprognose fällt durchwachsen und im Trend etwas zu trocken aus.
  • Für den August 2019 werden mit einer Differenz von -0,5 bis +0,5 Grad neutrale und im Trend mit bis +1 Grad leicht zu warme Bedingungen berechnet. Die Niederschlagsprognose fällt - zum aktuellen Stand - neutral und im Trend etwas zu trocken aus.
  • Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer 2019 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
    Monat Tem­peratur Nieder­schlag
    März 2019 +3,1 Grad Zu nass
    April 2019 +2,2 Grad Zu trocken
    Mai 2019 -0,5 bis +0,5 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
    Juni 2019 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
    Juli 2019 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
    August 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
    Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2019 vom 02.05.2019
    Diagramm der Temperaturprognose Frühling und Sommer 2019

    Auf den Punkt gebracht

    Nach 13 zu warmen Monaten in Folge hat der Mai eine höhere Wahrscheinlichkeit als normaler Monat in die Wettergeschichte einzugehen. Aber nicht nur das - auch die Niederschlagsneigung nimmt (nicht überall) zu und sorgt für ausgeglichene Niederschlagsverhältnisse - zumindest bis zur Monatsmitte. Das Langfristmodell stützt einen generell zu nassen Maimonat (noch) nicht.

    Im Hinblick auf die Frage "Wie wird der Sommer 2019?" bleibt der Wettertrend der letzten Wochen unverändert: im Trend zu warm und im Niederschlagsverhalten durchwachsen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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