Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 20.04.2019 - Ein markanter Wetterumschwung kündigt sich an

Sommerlich warm werden die kommenden April-Tage. Doch kündigt sich in der Zeit nach Ostern ein markanter Wetterumschwung an, der nicht nur für vermehrten Niederschlag sorgen kann.

Richtig warm und trocken wird das Osterwetter ausfallen. Die Temperaturen steigen bei einem schwachen bis mäßigen Wind aus östlichen Richtungen auf außergewöhnlich warme +17 bis +23 Grad an und können über manchen Regionen die +25 Grad Marke überschreiten. Am Ostermontag nimmt die Bewölkung zu und trübt den Sonnenschein phasenweise ein. Es bleibt aber weiterhin trocken. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Ostern 2019.

Kühlere Temperaturen und mehr Niederschlag im Mai?
Kühlere Temperaturen und mehr Niederschlag im Mai?

Mehr Regen nach Ostern

Verantwortlich für das aus östlichen Richtungen kommende, trockene und über weite Strecken sonnige Wetter ist ein Hochdrucksystem über Skandinavien, welches seine Position bis Ostermontag über das westliche Russland und Osteuropa verlagert.

Zur gleichen Zeit positioniert sich über Island tiefer Luftdruck. Durch die Blockadewirkung des Hochdrucksystems kommt es aber nicht weiter nach Osten voran und tropft über Spanien und Frankreich nach Süden ab. So gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz im Zeitraum vom 22. bis 26. April in eine warme, aber auch zunehmend feuchte Anströmung warmer Luftmassen aus südlichen Richtungen. Die Temperaturen können mit +24 bis +28 Grad noch weiter ansteigen, doch nimmt die Neigung zu Schauern und Gewittern im Wochenverlauf zu und die Temperaturen gehen von Westen langsam auf einem für die Jahreszeit angemessenen Bereich zurück. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter April 2019.

Der Ansatz eines Troges dehnt sich in den verbleibenden April-Tagen nach Deutschland aus
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Der Ansatz eines Troges dehnt sich in den verbleibenden April-Tagen nach Deutschland aus © www.meteociel.fr

Hitzewelle oder nachhaltige Veränderung der Großwetterlage?

Grundsätzlich hat diese Konstellation zwei wesentliche Wetterentwicklungen zur Folge. Entweder das Hoch blockiert die atlantische Frontalzone weiterhin zwischen England und Spanien, was sehr warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz führen kann.

In der zweiten Variante gelingt der atlantischen Frontalzone der Durchbruch nach Skandinavien und sorgt für kühlere Temperaturen bei einer zunehmenden Niederschlagsneigung. Unterschiedlicher könnten die Prognosen nicht sein und tatsächlich wird es in den kommenden Tagen auf die Details ankommen. Wenige hundert Kilometer können hier entscheidend sein.

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Schauer und Gewitter bei sommerlich warmen Temperaturen

Das Hoch schwächt sich im Zeitraum vom 25. bis 27. April nur kurzzeitig ab und dehnt sich bis zum 1. Mai über dem westlichen Russland und dem östlichen Europa aus. Zur gleichen Zeit positioniert sich zwischen Island und Grönland hoher Luftdruck und eine normale Zirkulation wird somit verhindert.

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Warm und feucht

Den Tiefdrucksystemen fehlt es somit an Dynamik und tropfen schwachgradientig vor Mitteleuropa nach Süden ab. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen dadurch in eine warme und feuchte Südanströmung der Luftmassen, was bis zum 5. Mai die Schauer- und Gewitterneigung ansteigen lassen kann. Simuliert werden zum aktuellen Stand Tageswerte von +24 bis +28 Grad im sommerlich warmen Bereich.

Die gestörte Zirkulation bestimmt auch noch das Wetter Anfang Mai - doch mit dem Trog westlich von Europa ist mit mehr Niederschlag zu rechnen
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Die gestörte Zirkulation bestimmt auch noch das Wetter Anfang Mai - doch mit dem Trog westlich von Europa ist mit mehr Niederschlag zu rechnen © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Im Ansatz eine Normalisierung!?

Aber eben nur im Ansatz. Im Zeitraum vom 25. bis 27. April setzt sich die atlantische Frontalzone auch über Deutschland, Österreich und der Schweiz durch. Die Hochdruckzone wird nach Süden - über die Mittelmeerregion - verschoben und mit Wind aus westlichen Richtungen wird in diesem Zeitraum der Wettercharakter spürbar unbeständiger und kühler werden können.

Auf die Details wird es ankommen

Bis Anfang Mai aber verlieren die Tiefdrucksysteme an Dynamik und über Grönland und Island breitet sich hoher Luftdruck aus. Deutschland Österreich und die Schweiz liegen in den ersten Mai-Tagen in einem gradientenschwachen Wetterumfeld, was wiederholt zu Schauern und Gewittern führen kann. Die Temperaturen sind mit +8 bis +14 Grad für die Jahreszeit leicht zu kühl.

Hohe Wellenbewegung entlang der Polarfront
Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Hohe Wellenbewegung entlang der Polarfront © www.meteociel.fr

Wieviel Regen wird kommen?

Das kommt noch ganz darauf an, wie weit sich der Trog bis Anfang Mai in Richtung Mitteleuropa vorwagen mag. Dass es im Zeitraum nach dem 24. April aber zu einer höheren Niederschlagsneigung kommen wird, bestätigt sich in den letzten Tagen - und auch heute - immer wieder.

Simuliert werden vom amerikanischen Vorhersage-Modell bis zum 5. Mai von 8 bis 15 l/m² über Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg und Sachsen und weiter westlich davon sind 20 bis 40 l/m² und mit Schauern und Gewittern auch bis 60 l/m² möglich. Über dem Staulagen vom Schwarzwald, der westlichen Mittelgebirge und der Alpen sind bis 100 l/m² nicht auszuschließen. Das sind ganz ordentliche Niederschlagssummen.

Ganz ähnlich zeigen sich die Niederschlagsprognosen des europäischen Vorhersage-Modells, welches bis zum 1. Mai Niederschlagssummen von 20 bis 50 l/m² über dem Westen und 7 bis 15 l/m² über dem Osten berechnet.

Kontrollläufe: Endlich Regen

Um es gleich vorweg zu nehmen gehört die Wettervorhersage des amerikanischen Vorhersage-Modells im Vergleich zu den Kontrollläufen erneut zu den mit Abstand wärmsten Varianten. Mit Veränderungen ist also zu rechnen und eine neuerliche - sommerlich warme - Hochdruckphase ist infrage zu stellen.

Die Mehrheit der Kontrollläufe bestätigt die Berechnungen des europäischen Vorhersage-Modells, was das Temperaturniveau weiter normalisieren lassen kann. So liegt das Temperaturspektrum am 1. Mai zwischen +9 bis +24 Grad (Mittelwert +16 bis +17 Grad) und am 5. Mai zwischen +7 bis +26 Grad (Mittelwert +14 bis +16 Grad). Die Niederschlagsneigung wird im Zeitraum vom 24. April bis 5. Mai leicht bis mäßig erhöht berechnet.

Diagramm Temperaturen Mai 2019 vom 20.04.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Mai 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Langfristprognose nach dem Langfristmodell: Wie wird der Sommer 2019?

  • Dass das Wetter im Mai 2019 anders wird verlaufen können wie im April, bestätigt auch der aktuelle Wettertrend des Langfristmodells. Demnach kann der letzte Frühlingsmonat mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad etwas zu warm ausfallen, die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem langjährigen Sollwert neutral und im Trend etwas zu nass zu bewerten.
  • Das Wetter im Juni 2019 wird mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad seit Wochen im zu warmen Bereich und die Niederschlagsprognose im deutlich zu trockenen Bereich simuliert.
  • Eine Veränderung hat die Wetterprognose für den Juli 2019 erfahren. Die Abweichung der Temperaturen liegt mit +0,5 bis +1 Grad nur noch im leicht zu warmen Bereich. Die Niederschlagsprognose bleibt dafür - ebenfalls seit Wochen - im leicht erhöhten Bereich, was auf eine rege Schauer- und Gewitterneigung schließen lässt.
  • Für den August 2019 werden mit einer Differenz von -0,5 bis +0,5 Grad neutrale Bedingungen berechnet. Im Trend zeichnet sich eine Abweichung von bi +1 Grad im etwas zu warmen Bereich ab. Die Niederschlagsprognose fällt - zum aktuellen Stand - leicht positiv aus (etwas zu nass).
  • Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer 2019 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
    Monat Tem­peratur Nieder­schlag
    März 2019 +3,1 Grad Zu nass
    April 2019 +1 bis +2 Grad Trend: zu trocken
    Mai 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis etwas zu nass
    Juni 2019 +1 bis +2 Grad Trend: zu trocken
    Juli 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: etwas zu nass
    August 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: etwas zu nass
    Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2019 vom 20.04.2019
    Diagramm der Temperaturprognose Frühling und Sommer 2019

    Auf den Punkt gebracht

    Die Großwetterlage verändert sich nach Ostern. Das Hoch über Skandinavien verlagert sich mehr in Richtung Osten und ermöglicht über Deutschland, Österreich und der Schweiz eine zunächst warme und feuchte Anströmung der Luftmassen aus südlichen Richtungen. Ein nachfolgendes übergreifen der Tiefdrucksysteme über Mitteleuropa klingt zum aktuellen Stand plausibler, als eine neuerliche Hochdruckblocke über dem skandinavischen Raum.

    Für das Wetter im Sommer 2019 berechnen die Langfristmodelle einen zu warmen Temperaturtrend bei einem insgesamt durchwachsenen Wettercharakter. Eine ähnliche - langanhaltende - Trockenheit wie 2018 bleibt somit weniger wahrscheinlich.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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