Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 16.04.2019 - Nach Ostern: Sommer oder Hochsommer?

Die Temperaturen steigen bis Ostern in den frühsommerlich warmen Bereich an. Nach Ostern zeichnet sich eine Umstrukturierung der Großwetterlage ab. Mit entscheidend wird sein, wo ein Trog westlich von Mitteleuropa niedergehen wird.

Ostern wird 2019 richtig warm. Örtlich können über den Ballungsgebieten von Köln und Düsseldorf die +25 Grad - und damit der erste Sommertag - erreicht werden. Etwas eingetrübt zeigt sich der Himmel am Ostersonntag und Ostermontag, doch Niederschlägen zeigen sich in Form von vereinzelt lokalen Schauern und Gewittern über dem Süden von Baden-Württemberg und Bayern. Der Wind kommt die meiste Zeit über schwach bis mäßig aus östlichen Richtungen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Ostern 2019.

Frühsommerlich warmer Start in den Mai?
Frühsommerlich warmer Start in den Mai?

Die Großwetterlage verändert sich - langsam

Mit dem Hochdrucksystem über Skandinavien ist das normale West-Ost Strömungsmuster gestört. Die Tiefdrucksysteme werden bereits auf dem Atlantik blockiert und haben keine Chance mehr in Richtung Mitteleuropa vorzudringen. Entsprechend gering fällt die Niederschlagsprognose aus. Bis einschließlich Ostermontag sind lediglich südlich der Linie von Köln und Bodensee mit 4 bis 15 l/m² nennenswerte Niederschlagswerte zu erwarten, sonst bleibt es trocken.

Doch über Ostern verlagert das Hoch seinen Schwerpunkt und schwächt sich über Skandinavien ab. Gleichzeitig sinkt der Luftdruck über Island ab. Das könnte der Beginn der Normalisierung des Zirkulationsmusters sein.

Das Hoch über Skandinavien schwächt sich über Ostern ab
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Das Hoch über Skandinavien schwächt sich über Ostern ab © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Sommerlich warm

Doch anstatt die Tiefdrucksysteme sich von Island weiter nach Skandinavien ausdehnen, passiert nach der aktuellen Wettervorhersage des amerikanischen Prognose-Modells etwas völlig anderes. Das Kontinentalhoch setzt einen entsprechenden Impuls, was die Hochdruckbrücke auf dem Atlantik in sich zusammenfallen lässt. Gleichzeitig entsteht dadurch eine erneute Blockierung der atlantischen Frontalzone, der nichts anderes übrig bleibt, als nach Süden abzutropfen.

Außergewöhnlich warm? Auf die Lage kommt es an!

Im Verbund mit dem Hoch über dem Osten und dem Tief über dem Westen werden sehr warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt. Je nachdem wie weit das Tiefdrucksystem nach Osten vorankommt, können über dem Westen die Temperaturen auf +9 bis +14 Grad absinken. Über dem Osten werden Ende April und Anfang Mai sommerlich warme Werte von +24 bis +28 Grad simuliert. Örtlich tauchen in den Wetterprognosen schon die +30 Grad mit auf.

Schauer und Gewitter

Mit der zunehmenden südlichen Anströmung gelangen feucht-warme Luftmassen nach Deutschland, was die Schauer- und Gewitterneigung ansteigen lassen kann.

Normalisierung der Großwetterlage

In der Interpretation der Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells etabliert sich zwischen Neufundland und Island die atlantische Tiefdruckrinne, während das Hoch sich Anfang Mai immer mehr nach Süden zurückzieht. Das kann als Indiz einer Normalisierung des Zirkulationsmusters gewertet werden, auch wenn es in der Übergangsphase zu außergewöhnlichen Temperaturen führen kann. Zudem zeichnet sich zum aktuellen Stand ein Ende der trockenen Wetterperiode ab.

Zwischen Ostern und Anfang Mai könnte sich das Zirkulationsmuster weiter normalisieren
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Zwischen Ostern und Anfang Mai könnte sich das Zirkulationsmuster weiter normalisieren © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Die erste Hitzewelle?

Die Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modell ist ähnlich strukturiert. Das Hoch über Skandinavien zieht sich nach Ostern über das östliche Europa zurück und blockiert die atlantische Frontalzone. Auch hier bleibt den Tiefdrucksystemen nichts anders übrig, als - zwischen Island und Spanien - nach Süden abzutropfen.

Für die Jahreszeit viel zu warm

Und so setzt sich nach Ostern auch in dieser Wettervorhersage eine sehr warme Anströmung der Luftmassen aus südlichen Richtungen in Gang. Die +30 Grad könnten - zum aktuellen Stand - über dem Osten von Deutschland erreicht werden. Zudem kommt es sehr darauf an, wie weit der Trog nach Osten vorankommt und das Wetter über dem Westen von Deutschland wird beeinflussen können. Nach der aktuellen Vorhersage ist das zum 25. April mit Tageswerten von +14 bis +18 Grad über dem Westen der Fall. Bis es soweit ist, können auch über dem Westen mit +24 bis +28 Grad und örtlich bis +30 Grad durchaus sommerlich warme Temperaturwerte erreicht werden.

Der Sommer hat noch im April seine Chancen
Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Der Sommer hat noch im April seine Chancen © www.meteociel.fr

Wann kommt Regen?

Es wird - wie immer - darauf ankommen. Die Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle sind sich um und nach Ostern sehr ähnlich. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird ein Trog westlich von Europa niedergehen und warme Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen können. Dadurch werden die Luftmassen zunehmend labiler, was grundsätzlich die Neigung für Schauer und Gewitter ansteigen lassen kann. Von einem mehrtätigen Landregen ist aber noch nichts zu erkennen. Aber immerhin zeigt sich mit der Umstrukturierung eine höhere Wahrscheinlichkeit für Regen, wenn auch zunächst einmal nur über dem Westen.

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Kontrollläufe: Amerikanisches Vorhersage-Modell viel zu warm

Die Kontrollläufe bestätigen einen im Zeitraum vom 17. bis 26. April einen für die Jahreszeit viel zu warmen Temperaturcharakter. Der Mittelwert liegt mit einer Abweichung von 4 bis 8 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert.

Im Zeitraum vom 27. April bis 1. Mai gehören die Berechnungen des amerikanischen Vorhersage-Modell - mit Abstand - zu den wärmsten. Die Kontrollläufe stützen diesen Trend nicht. Stattdessen zeigt sich eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Verlagerung des Troges in Richtung Mitteleuropa, bzw. für eine Positionierung der atlantischen Frontalzone zwischen Island und Skandinavien. Das kann zu einer weiteren Normalisierung der Temperaturen über Deutschland, Österreich und der Schweiz beitragen. Gleichzeitig steigt die Niederschlagswahrscheinlichkeit ab dem 24. April in den mäßig erhöhten Bereich an. Anders formuliert zeichnet sich im Wettertrend ein Ende der trockenen Wetterperiode nach den Osterfeiertagen ab.

Diagramm Temperaturen Mai 2019 vom 16.04.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Mai 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Wetterprognose des Langfristmodells für den Frühling und Sommer 2019

  • Aktuell liegt die Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit -0,1 Grad im normalen Bereich. Doch mit den nun bevorstehenden warmen Temperaturen wird sich das bis zum 25. April in die deutlich zu warme Richtung verschieben können. Wird es bis Ende April nicht signifikant kühler (Trog), so hat der April 2019 bereits jetzt schon eine erhöhte Wahrscheinlichkeit der 13. zu warme Monat in Folge zu werden.
  • Das Wetter im Mai 2019 wird mit einer Temperaturabweichung von +0,5 bis +1 Grad weiterhin leicht zu warm berechnet. Zudem zeichnet sich eine Normalisierung der Niederschlagsprognose ab. Anders formuliert ist ein Ende der gestörten Zirkulation im Mai abzusehen.
  • Unverändert sind die warmen Aussichten für den ersten Sommermonat Juni 2019. Die Abweichung wird zum aktuellen Stand gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit +1 bis +2 Grad deutlich zu warm berechnet und die Niederschlagsprognose ist im Wettertrend zu trocken.
  • Mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad soll auch das Wetter im Juli 2019 deutlich zu warm ausfallen. Mit kräftigen Schauern und Gewittern ist aber nach der Wetterprognose des Langfristmodells mit einer erhöhen Neigung zu Unwettern gegeben. Die Niederschlagsprognose fällt zum aktuellen Stand gegenüber dem vieljährigen Sollwert etwas zu nass aus.
  • Für den August 2019 wird mit einer Differenz von +0,5 bis +1 Grad ein gemäßigt zu warmer Sommermonat simuliert. Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem langjährigen Sollwert etwas zu trocken.
Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer 2019 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
März 2019 +3,1 Grad Zu nass
April 2019 +1 bis +2 Grad Trend: zu trocken
Mai 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
Juni 2019 +1 bis +2 Grad Trend: zu trocken
Juli 2019 +1 bis +2 Grad Trend: etwas zu nass
August 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2019 vom 16.04.2019
Diagramm der Temperaturprognose Frühling und Sommer 2019

Auf den Punkt gebracht

Der Frühling setzt sich in der Karwoche bis Ostern durch und mancherorts können die Werte über Ostern mit bis +25 Grad in den sommerlich warmen Bereich ansteigen. Die Niederschlagsneigung ist zunächst als gering einzustufen.

Darüber hinaus zeichnet sich eine Umstrukturierung der Großwetterlage ab. Ob warm, heiß oder kühl hängt maßgeblich davon ab, wie weit ein Trog vor Europa nach Osten vorankommen wird. Hinsichtlich dem Niederschlagsdefizit zeichnet sich Ende April und Anfang Mai eine Entspannung ab.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,6 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,05 +2,17 +1,48 652 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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