Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 13.04.2019 - Nach Ostern sommerlich warm?

Von nasskalten Wetter rasch in Richtung Frühling und in manchen Wetterprognosen tauchen auch schon sommerliche Temperaturwerte auf. Wie wahrscheinlich ist das und wann kommt der in manchen Regionen so dringend benötigte Regen?

Hoher Luftdruck über Skandinavien sorgt zunächst einmal für eine Kaltluftdusche aus nördlichen Richtungen, bevor sich im Verlauf der Karwoche die Hochdruckachse verlagert und mit einer östlichen Grundströmung mildere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden können. Bei einer allgemein schwachen Niederschlagsneigung steigen die Temperaturen verbreitet auf +16 bis +21 Grad an und können örtlich bis +22 Grad erreichen.

Am Ostersonntag sind über dem Süden und Südwesten bis +24 Grad nicht auszuschließen. Von einem nasskalten Wettercharakter mit Schnee- und Graupelschauer direkt in den frühsommerlich warmen Bereich. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Ostern 2019.

Der Frühling kommt zu Ostern - bleibt er auch?
Der Frühling kommt zu Ostern - bleibt er auch?

Die gestörte Zirkulation - oder das Skandinavienhoch

Seit Tagen berichten wir über die nun anstehende Hochdruckwetterphase über dem skandinavischen Raum, welche die atlantischen Tiefdrucksysteme nachhaltig blockieren wird. Von einem normalen - West-Ost ausgerichteten Strömungsmuster - ist bis Ostern in den aktuellen Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle nichts zu erkennen.

Und so verwundert auch nicht, dass bis Ostern mit 1 bis 10 l/m² die Niederschlagsprognose nicht sonderlich hoch ist. Etwas mehr werden mit 10 bis 17 l/m² über den Randgebieten der Mittelgebirge, des Bayerischen Waldes und der Schwäbischen Alb simuliert. Etwas mehr kann es mit bis zu 30 l/m² im Stau des Schwarzwaldes und manchen Alpenregionen sein.

Mit dem Skandinavienhoch stellt sich zu Ostern eine Ostwetterlage ein
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Mit dem Skandinavienhoch stellt sich zu Ostern eine Ostwetterlage ein © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Eine extrem warme Wettervorhersage

Das Hoch über Skandinavien verlagert sich im Zeitraum vom 21. bis 27. April nicht nach Westen, sondern wird von der atlantischen Frontalzone nach Osten weggedrückt. Im Verbund der beiden Wettersysteme werden in diesem Zeitraum außergewöhnliche warme Luftmassen nach Deutschland geführt, was die Tageswerte - bspw. bis zum 26. April - auf +21 bis +26 Grad und örtlich bis +29 Grad ansteigen lassen kann. Der April kann nach dieser Wetterprognose auch Sommerwetter.

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Weit entfernt von der Norm

Normal ist das aber nicht. Die Wettervorhersage des amerikanischen Vorhersage-Modells liegt gegenüber dem langjährigen Mittelwert um bis +6 bis +9 Grad im viel zu warmen Bereich. Sollte diese Prognose eintreten, so wäre dies weit von der Normalität entfernt.

Macht sich nach Ostern der Sommer schon bemerkbar?
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Macht sich nach Ostern der Sommer schon bemerkbar? © www.meteociel.fr

Über dem Norden verbreitet trockenes Wetter

Über dem Norden bleibt - aufgrund zur Nähe des Skandinavienhochs - die Niederschlagsausbeute bis zum Monatsende als gering einzustufen. Etwas mehr wird es in Richtung Süden, wo nach Ostern auch häufiger Schauer und Gewitter für etwas Abwechslung sorgen können.

Immerhin werden - Dank der Schauer - Niederschlagssummen von 15 bis 30 l/m² und örtlich bis 60 l/m² simuliert. Wo diese aber im Detail niedergehen werden, bleibt noch abzuwarten.

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Ein Höhentief sorgt für Niederschlag

Die grundsätzliche Entwicklung der Großwetterlage ist nach dem europäischen Vorhersage-Modell sehr ähnlich. Das Skandinavienhoch verlagert sich im Zeitraum nach Ostern weiter nach Osten und ermöglicht grundsätzlich eine südliche - und damit warme - Anströmung der Luftmassen.

Etwas Regen und kühlere Temperaturen

Doch der Unterschied liegt im Detail. Über der Nordsee nistet sich eine kleinräumige Störung ein und sorgt über dem Norden mit Tageswerten von +12 bis +16 Grad noch frühlingshaft milde Werte, während es über dem Süden über +20 Grad warm werden kann. Dazu gesellen sich immer wieder Niederschläge, doch die ganz großen Regenmengen sind mit 2 bis 8 l/m² und örtlich bis 20 l/m² auch nicht auszumachen.

Ein Höhentief verhindert sommerlich warme Temperaturen
Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Ein Höhentief verhindert sommerlich warme Temperaturen © www.meteociel.fr

Wann kommt Regen?

Das ist eine derzeit oft gestellte Frage. Schaut man sich die vergangenen Tage an, so ist der April 2019 mit einer Temperaturabweichung von +0,6 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert noch leicht zu warm.

Die Niederschlagsbilanz ist in manchen Regionen ganz passabel, je weiter aber man nach Osten schaut, desto trockener wird es. Bislang wurden über dem östlichen Brandenburg und Sachsen noch kein Niederschlag registriert. Dabei braucht die Natur den Niederschlag dringend mit der nun anstehenden Wachstumsphase. Zudem ist das Niederschlagsdefizit aus dem Dürrejahr 2018 noch immer nicht ausgeglichen. Eine weiterhin anhaltende Trockenphase hätte sicherlich verheerende Folgen.

Aber so weit ist es (noch) nicht. Ein Skandinavienhoch ist im April nichts außergewöhnliches und für Veränderungen bleibt noch Zeit, bevor das Ganz in eine länger andauernde Erhaltungsneigung kippen könnte.

Kontrollläufe: zu warm und örtlich zu trocken

Bestätigt wird von den Kontrollläufen das ansteigende Temperaturniveau. Der Mittelwert erreicht am 22. April +17 bis +19 Grad und am 28. April werden +16 Grad in Aussicht gestellt. Das amerikanische Vorhersage-Modell gehört somit zu den wärmsten Varianten der Kontrollläufe und ob der April schon sommerlich warm wird ausklingen können, bleibt infrage zu stellen - mit Veränderungen ist also zu rechnen.

Diagramm Temperaturen April 2019 vom 13.04.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Nur über dem Süden eine gemäßigte Niederschlagsentwicklung

Im Schwerpunkt über Baden-Württemberg und Bayern werden von den Kontrollläufen nennenswerte Niederschlagssummen berechnet. Weiter nach Norden deutlich weniger und eine Entspannung in den eh schon trockenen Regionen ist vorerst einmal nicht in Sicht.

Ausblick auf das südliche Europa

Aufgrund der Urlaubszeit eine derzeit häufig gestellte Frage, wie sich das Wetter südlich von Deutschland, Österreich und der Schweiz entwickeln wird. Kurz und knapp: zunehmend wärmer und da die Tiefdruckaktivität zum aktuellen Stand über der Mittelmeerregion etwas westlicher simuliert wird, ist im Bereich der Adria ebenfalls mit wenig Niederschlag zu rechnen. Das bleibt im Detail aber ebenfalls noch abzuwarten, denn eine östlicher Verlagerung kann gerade in Südstau der Alpen und Oberitalien für reichlich Niederschlag sorgen.

Druckanomalie - Hochdruckwetter

Formvollendet zeigt sich die gestörte Zirkulation in den Druckanomalien bis zum 23. April. Es ist gar nichts anderes mehr möglich als eine Ost-West Strömung. Man darf zudem gespannt sein, wie diese sich auflösen wird.

Druckanomalie bis 23. April
Druckanomalie bis 23. April - Die gestörte Zirkulation bestimmt die Großwetterlage auch über Ostern hinaus © climatereanalyzer.org

Wetterprognose der Langfristmodelle für den Frühling und Sommer 2019

  • Ob das Hoch nun weiter nach Osten ausweicht, oder über Skandinavien verbleiben wird - schon jetzt zeichnet sich ab, dass das Wetter im April 2019 mit hoher Wahrscheinlichkeit zu warm werden wird. Das wäre dann der 13. zu warme Monat in Folge. Geht es nach dem Wettertrend des Langfristmodells, so wird der April 2019 mit einer Abweichung der Temperaturen von +1 bis +2 Grad deutlich zu warm simuliert. Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem langjährigen Sollwert über weite Teile von Deutschland zu trocken.
  • Das Wetter im Mai 2019 wird mit einer Temperaturabweichung von +0,5 bis +1 Grad leicht zu warm berechnet. Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem Sollwert unauffällig und im Wettertrend leicht zu trocken.
  • Heiß her geht es im ersten Sommermonat Juni. Die Abweichung wird zum aktuellen Stand gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit +1 bis +2 Grad deutlich zu warm berechnet und die Niederschlagsprognose ist im Wettertrend zu trocken.
  • Mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad soll auch das Wetter im Juli 2019 deutlich zu warm ausfallen. Die Niederschlagsneigung ist jedoch deutlich erhöht, was auf kräftige Schauer und Gewitter schließen lässt.
  • Für den August 2019 wird mit einer Differenz von +0,5 bis +1 Grad ein gemäßigt zu warmer Sommermonat simuliert. Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem langjährigen Sollwert etwas zu trocken.
Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer 2019 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
März 2019 +3,1 Grad Zu nass
April 2019 +1 bis +2 Grad Trend: zu trocken
Mai 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
Juni 2019 +1 bis +2 Grad Trend: zu trocken
Juli 2019 +1 bis +2 Grad Trend: etwas zu nass
August 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2019 vom 13.04.2019
Diagramm der Temperaturprognose Frühling und Sommer 2019

Auf den Punkt gebracht

Die kalten Tage sind mit dem Start in die Karwoche vorbei. Der frühlingshafte Wettertrend bestätigt sich bis Ostern heute erneut. Ob es darüber hinaus frühlingshaft mild bleibt, oder die Temperaturen gar in den sommerlich warmen Bereich ansteigen können, ist noch zu hinterfragen. Eine deutlich zu kalte Temperaturentwicklung hat zum aktuellen Stand eine geringe Eintreffwahrscheinlichkeit.

Die Niederschlagssituation über dem Osten und Norden bleibt kritisch und wird sich erst auflösen, wenn sich die gestörte Zirkulation ihrem Ende zuneigt. Geht es nach dem Langfristmodell, wird das wohl im Mai der Fall sein können.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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