Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 03.04.2019 - Ein gestörtes Zirkulationsmuster dominiert das Wettergeschehen nachhaltig

Mit einem gestörten Zirkulationsmuster ist in den kommenden Tagen mit einem unbeständigen Wettercharakter zu rechnen. Darüber hinaus zeigt sich eine Entwicklung der Großwetterlage, welche über Mitteleuropa nochmals für einen Kaltluftausbruch sorgen könnte.

Normalerweise ziehen die Tiefdruckgebiete von West nach Ost über Deutschland hinweg. Das ändert sich in den kommenden Tagen. Mit einem Hochdrucksystem über Skandinavien ziehen die Tiefdruckgebiete von Ost nach West und es stellt sich die sog. gestörte Zirkulation ein. Der Wettercharakter ist ebenfalls kurios. Werden über dem Osten örtlich frühsommerlich warme Werte erreicht, sinken die Temperaturen mit +1 bis +7 Grad über dem Südwesten kurzzeitig in den nasskalten Bereich ab und die Schneefallgrenze sinkt bis auf die mittleren Lagen ab. Aprilwetter vom Feinsten. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter April 2019.

Unbeständiges Aprilwetter
Unbeständiges Aprilwetter

Das gestörte Zirkulationsmuster

Nach beiden Prognose-Modellen stellt sich bis zum 5./6. April ein von Ost nach West verlaufendes Strömungsmuster ein. Doch damit nicht genug, denn unter bestimmten Voraussetzungen gehört eine normale West-Ost Strömung erst einmal der Vergangenheit an und die gestörte Zirkulation könnte das Wetter bis Ostern 2019 beeinflussen.

Ostwetterlage - Ein gestörtes Strömungsmuster
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Ostwetterlage - Ein gestörtes Strömungsmuster © www.meteociel.fr

Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells: Islandhoch

In den letzten Tagen berechnet das amerikanische Prognose-Modell in seiner Wettervorhersage immer wieder die Verlagerung des hohen Luftdrucks von Skandinavien nach Island. Das entspricht der gestörten Zirkulation und bestätigt zudem, dass dieser Zustand in der Zeit vor Ostern das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz nachhaltig beeinflussen kann. Doch für alle die sich nach einer stabilen Frühlingswetterlage sehnen, ist dass die falsche Wetterentwicklung.

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Kaltluftzustrom vor Ostern?

Im Winter wird von den Freunden des Winterwetters ein Hochdrucksystem über Island gerne gesehen. Sorgt es doch meist im Verbund mit einem Tief über Skandinavien oder der Barentssee für die Zufuhr arktischer Kaltluftmassen und im Stau der Mittelgebirge und entlang der Alpen gibt es reichlich Neuschnee. Im April verhält sich das aber anders. Der Sonnenstand ist zu hoch und die ganz große Kälte gibt es auch nicht mehr und so wird aus einem Kaltluftvorstoß mit Werten von +1 bis +7 Grad eine nasskalte Angelegenheit - Graupelschauer mit eingerechnet.

Und genau so eine Wetterlage berechnet das amerikanische Vorhersage-Modell heute. Das Hoch liegt über Island und drückt die Tiefdrucksysteme weit nach Süden bis über die Azoren. Im Übrigen entspricht das einem negativen NAO-Index. Mit einem Tief über der Barentssee werden im Verbund mit dem Islandhoch kalte Luftmassen nach Süden geführt. Entsteht nun noch über der Mittelmeerregion ein Tiefdruckgebiet, so könnten die Kaltluftmassen auch Deutschland, Österreich und die Schweiz erreichen. Simuliert werden bspw. am 15. April Tageswerte von +5 bis +10 Grad und in den Nächten wäre Nachtfrost nicht auszuschließen.

Da die Großwetterlage aber weitgehend hochdruckdominiert ist, wird die Niederschlagsprognose nur leicht erhöht berechnet.

Liegt das Hoch zu weit westlich, ist ein Kaltluftausbruch über Mitteleuropa möglich
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Liegt das Hoch zu weit westlich, ist ein Kaltluftausbruch über Mitteleuropa möglich © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Kaltluftausbruch möglich

Grundsätzlich unterscheidet sich die Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modells gegenüber den Berechnungen des amerikanischen Prognose-Modells nur marginal. Es zeigt aber zum 13. April eine von Winterfreunden im Winter oftmals gefürchtete Entwicklung.

Aus kalt wird warm

Mit einem Hoch über Island sind die Voraussetzungen für einen Kaltluftvorstoß in Richtung Mitteleuropa günstig. Verlagert sich das Hoch aber weiter in Richtung Grönland und baut zudem noch eine Verbindung in Richtung Alaska auf, so kippt das Strömungsmuster schlagartig. Die Tiefdruckgebiete über dem Atlantik und den Azoren beginnen sehr warme Luftmassen aus südwestlichen Richtungen in Richtung Mitteleuropa zu pumpen. Aus nasskalt wir dann schnell Frühling. Doch von einer beständigen Großwetterlage ist man weiterhin weit entfernt.

Ist das Hoch zu weit westlich, ist über Deutschland eine Südwestwetterlage möglich
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Ist das Hoch zu weit westlich, ist über Deutschland eine Südwestwetterlage möglich © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Hochdruckzone Nordeuropa

Zwischenzeitlich gibt es kaum mehr Zweifel an der kommenden Entwicklung der Großwetterlage. Nach den Kontrollläufen zeigt sich eine Hochdruckdominanz zwischen Island und Skandinavien. Somit ist ein unbeständiger und gemäßigt kühler Wettercharakter bis zum 10. April nahezu gesetzt. Spielraum ergibt sich für die zweite April-Dekade und der Temperaturtrend ist gegenüber dem langjährigen Mittelwert auch zu warm.

Das Temperaturspektrum liegt am 8. April zwischen +3 bis +15 Grad (Mittelwert: +9 bis +11 Grad), am 12. April zwischen +6 bis +18 Grad (Mittelwert: +12 bis +13 Grad) und am 18. April zwischen +7 bis +20 Grad (Mittelwert: +12 bis +14 Grad). Der Mittelwert liegt nur leicht über dem langjährigen Durchschnittswert im leicht zu warmen Bereich.

Diagramm Temperaturen April 2019 vom 03.04.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Wetterprognose des Langfristmodells für den Frühling und Sommer 2019

  • Das Wetter im April 2019 wird mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert leicht zu mild berechnet. Das sah vor ein paar Tagen mit einer Abweichung von bis +2 Grad noch ganz anders aus. Die Niederschlagsprognose wird aber weiterhin zu trocken berechnet. Das spricht im Wesentlichen für eine länger andauernde gestörte Zirkulation.
  • Für das Wetter im Mai 2019 wird mit einer Temperaturabweichung von +0,5 bis +1 Grad ein ebenfalls leicht zu warmer Wettercharakter berechnet. Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem Sollwert unauffällig und im Wettertrend leicht zu nass.
  • Deutlich zu warm soll hingegen der erste Sommermonat Juni ausfallen. Die Abweichung wird zum aktuellen Stand gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit +1 bis +2 Grad berechnet. Die Niederschlagsprognose ist im Wettertrend etwas zu trocken.
  • Ganz ähnlich sind mit +1 bis +2 Grad die Abweichungen der Temperaturen für den Juli simuliert. Die Niederschlagsprognose ist als durchwachsen zu bewerten. Anders formuliert sind demnach Schauer und Gewitter im Juli wohl häufiger zu beobachten.
  • Für den August 2019 wird mit einer Differenz von +0,5 bis +1 Grad ein gemäßigt zu warmer Sommermonat simuliert. Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem langjährigen Sollwert unauffällig.
Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer 2019 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
März 2019 +3,1 Grad Zu nass
April 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: zu trocken
Mai 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal
Juni 2019 +1 bis +2 Grad Trend: zu trocken
Juli 2019 +1 bis +2 Grad Trend: normal
August 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2019 vom 03.04.2019
Diagramm der Temperaturprognose Frühling und Sommer 2019

Auf den Punkt gebracht

Der April macht zunächst einmal was er will und startet standesgemäß. Im weiteren Verlauf stellt sich eine gestörte Zirkulation ein, welche weite Teile des Aprilwetters bis kurz vor Ostern 2019 bestimmen kann. Die Zufuhr kälterer Luftmassen sind nicht auszuschließen, doch wahrscheinlicher ist ein Jahreszeitlich typischer Temperaturverlauf. Die Niederschlagsprognose ist bis zum 18. April leicht erhöht. Anders formuliert: normales und unbeständiges Aprilwetter.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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