Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 31.03.2019 - Wie wird der Sommer?

Abwechslungsreich startet das Wetter in den April und kann für die eine oder andere Überraschung sorgen. Darüber hinaus sind sich die Vorhersage-Modelle mit einem gestörten Zirkulationsmuster weitgehend einig, wenngleich das auf die Temperaturen noch unterschiedliche Auswirkungen haben kann.

Über England und Frankreich geht in den kommenden Tagen ein Trog nieder und beeinflusst auch das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einem unbeständigen und apriltypischen Wettercharakter. Von frühlingshaft mild bis hin zu nasskalten Temperaturen, von Graupelschauer über Gewitter und Sonnenschein ist im Verlauf der Woche alles möglich. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter April 2019.

Von Allem etwas - der April besticht durch seine Unbeständigkeit
Von Allem etwas - der April besticht durch seine Unbeständigkeit

Kalt oder warm?

Ob es bis zum 5. April richtig kalt oder frühlingshaft mild wird, geht auch in den heutigen Wetterprognosen der Wettermodelle nicht eindeutig hervor. Letzten Endes entscheidet die exakte Position des Troges über die Temperaturwerte, was so viel bedeutet, dass die Wettervorhersage in den sog. Nowcastbereich verlagert wird.

Weitgehend gesichert ist aber der vom 3. bis 6. April zunehmend unbeständige Wettercharakter.

Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells: Gestörte Zirkulation mit apriltypischen Wettercharakter

Der Trog tropft über dem westlichen Europa bis zum 7. April weiter nach Süden ab und verlagert sich über die Mittelmeerregion. Gleichzeitig dehnt sich über Skandinavien ein Hochdrucksystem aus. Das Tief unterwandert das Hoch am südlichen Gradienten und über Deutschland, Österreich und der Schweiz stellt sich eine schwachgradientige Ostströmung ein.

Gemäßigte Temperaturen bei einem wechselhaften Wettercharakter

Im Zeitraum vom 6. bis 9. April kommt es bei einem Wechselspiel aus Sonne und Wolken immer wieder zu kurzen - und meist unergiebigen - Schauern. Die Temperaturen pendeln sich in diesem Zeitraum auf frühlingshaft milde +10 bis +15 Grad ein.

Im Zeitraum vom 9. bis 14. April mäandriert das schwachgradientige Strömungsmuster zunehmend (verschlungen). Eine geordnete Struktur ist nicht mehr erkennbar und so bleibt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit der Wettercharakter unbeständig und leicht wechselhaft. In der aktuellen Wetterprognose berechnet das amerikanische Vorhersage-Modell die Advehierung sehr warmer Luftmassen aus südlichen Richtungen, was die Temperaturen in der Zeit vor Ostern fast schon in den frühsommerlich warmen Bereich ansteigen lassen kann. Doch die nachfolgende Wetterkarte zeigt es sehr deutlich - die Großwetterlage ist alles andere als stabil und frühsommerlich warme Werte sind in der zweiten April-Dekade grundsätzlich infrage zu stellen.

Gestörtes Zirkulationsmuster
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Gestörtes Zirkulationsmuster © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Skandinavienhoch

Nach der Wettervorhersage des europäischen Prognose-Modells sind die Strukturen klarer definiert. So stellt sich im Zeitraum vom 4. bis 8. April ein unbeständiger Wettercharakter ein, welcher über dem Westen für deutlich mehr Niederschläge als über dem Osten sorgen kann.

Leicht unbeständiges, aber mildes Frühlingswetter

Ab dem 5. April dehnt sich von der Karasee aus ein Hochdrucksystem in Richtung Skandinavien aus und positioniert sich dort bis zum 7. April in autarker Formation. Das Mittelmeertief ist schwach ausgeprägt und so ist vom 7. bis 10. April nur mit einer schwachen Niederschlagsneigung zu rechnen. Der Wind kommt nach dieser Prognose aus östlichen Richtungen und lässt die Tageswerte bis zum 10. April auf +10 bis +15 Grad und örtlich bis auf +17 Grad ansteigen.

Mit einen Skandinavienhoch sind die Strukturen klarer definiert
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Mit einen Skandinavienhoch sind die Strukturen klarer definiert © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Ein zu warmer Temperaturtrend

Der April startet über dem Norden und Westen normal, fällt aber über dem Süden und Osten deutlich zu warm aus. Im Zeitraum vom 3. bis 6. April liegt der Mittelwert knapp unter dem langjährigen Mittelwert im leicht zu kühlen Bereich und steigt bis zum 10. April in einem für die Jahreszeit zu warmen Bereich an. Kurzum - die erste April-Dekade hat bereits jetzt schon eine hohe Wahrscheinlichkeit zu warm auszufallen.

Das Temperaturspektrum liegt am 7. April zwischen +1 bis +17 Grad (Mittelwert: +8 Grad über dem Süden, sonst +11 bis +13 Grad) und am 12. April zwischen +4 bis +19 Grad (Mittelwert: +12 bis +13 Grad).

Die Niederschlagsneigung ist im Zeitraum vom 3. bis 6. April deutlich erhöht, sinkt darüber hinaus aber in den schwachen Bereich ab. Das spricht mehrheitlich für eine hochdruckdominierte Großwetterlage.

Diagramm Temperaturen April 2019 vom 31.03.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Wetterprognose der Langfristmodelle für den Frühling und Sommer 2019

Anzeige

Zeit mal wieder einen Blick auf die unterschiedlichen Wettertrends der Langfristprognosen zu werfen.

  • Das Langfristmodell des DWD berechnet den Zeitraum von April bis Juli mit einer Abweichung der Temperaturen von +0,5 bis +1 Grad im zu warmen Bereich. Die Niederschlagsneigung ist gegenüber dem vieljährigen Sollwert als unauffällig zu bewerten. Eine Hitzesommer mit einer länger andauernden Dürreperiode ist nach diesem Wettertrend weniger wahrscheinlich.
  • Die NASA berechnet den April und Mai mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von bis zu 2 Grad deutlich zu warm. Ebenfalls zu warm soll der Sommer 2019 mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad ausfallen können. Längere Hitzeperioden sind nach dieser Langfristprognose möglich. Eine Dürreperiode aber kann mit einer neutralen bis leicht zu trockenen Niederschlagsprognose nicht ausgemacht werden.
  • Das CFSv2 Modell simuliert den April zu warm und den Mai normal. Das Sommerwetter wird mit einer Differenz vom langjährigen Mittelwert mit +0,5 bis +2 Grad zu warm simuliert. Die Niederschlagsneigung ist über weite Strecken normal und im Trend leicht zu trocken.
  • Der Langfristtrend des europäischen Modells simuliert den April und Mai etwas zu warm und im Niederschlagstrend leicht zu trocken. Die Sommermonate werden mit einer Abweichung von +1 bis +1,5 Grad ebenfalls deutlich zu warm simuliert. Die Niederschlagsneigung ist durchwachsen und im Trend leicht zu trocken.
  • Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer 2019 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
    Monat Tem­peratur Nieder­schlag
    März 2019 +3,1 Grad Zu nass
    April 2019 +0,5 bis +1,5 Grad Trend: zu trocken
    Mai 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal
    Juni 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: zu trocken
    Juli 2019 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
    August 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
    Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2019 vom 31.03.2019
    Diagramm der Temperaturprognose Frühling und Sommer 2019

    Auf den Punkt gebracht

    Der April startet wechselhaft und wird seinem Ruf als unbeständig Wettermonat zunächst einmal gerecht. Darüber hinaus deuten beide Prognose-Modelle eine höhere Wahrscheinlichkeit einer gestörten Zirkulation an. Ob das in Form eines Skandinavienhochs, oder einem mäandrierenden Muster ist, spielt zunächst einmal eine weniger gewichtige Rolle. Eine stürmische Westwindwetterphase ist zunächst einmal nicht zu erwarten.

    Ob sich im Tagesverlauf die Wetterprognosen für die Zeit vor Ostern bestätigt haben, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer Aktualisierung der Wetterprognose für das Wetter an Ostern 2019.

Anzeige

 

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

Unterstützen Sie uns!

Ihnen gefallen unsere Wettervorhersagen? Dann unterstützen Sie uns mit einem freiwilligen Geldbetrag in einer von Ihnen gewünschten Höhe.

Betrag auswählen
Weitere Informationen

Mach mit!

Wetter ist Ihre Leidenschaft und Sie schreiben gerne? Für unsere Rubrik der Wettermeldungen aus aller Welt suchen wir Verstärkung. Falls Sie Lust haben, ein Teil des Teams von Wetterprognose-wettervorhersage.de zu werden, melden Sie sich einfach und unverbindlich über das Kontaktformular.

Kontakt zu uns