Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 30.03.2019 - Kommt der Frühling vor Ostern?

Der April wird seinem Namen gerecht und sorgt für einen markanten Temperaturrückgang mit allem, was dazugehört. Wie lange das so bleibt? Die Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle zeigen heute, wie eine Veränderung der Großwetterlage gelingen kann.

Trog Mitteleuropa. So lautet die sich in den kommenden Tagen aufbauende Großwetterlage. Bereits am Sonntag wird es von Norden spürbar kühler, während es über dem Süden bis zum Dienstag noch größtenteils mild bleiben kann, bevor zum Donnerstag - mit Tageswerten von +5 bis +10 Grad und örtlich mit +1 bis +6 Grad - eine frische Brise für einen generellen Temperaturrückgang sorgen kann. Die Niederschlagsneigung nimmt im Wochenverlauf zu und kann unter bestimmten Voraussetzungen am 4. April über, bzw. entlang des Alpenraumes auch unwetterartig ausfallen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter April 2019.

Ein Trog bestimmt das Wettergeschehen in der ersten April-Dekade
Ein Trog bestimmt das Wettergeschehen in der ersten April-Dekade

Auf die Trogposition kommt es an

Sowohl in der Wettervorhersage des amerikanischen, wie auch europäischen Vorhersage-Modells geht der Trog im Zeitraum vom 3. bis 6. April über England nieder und positioniert sich zwischen England, Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland. Entscheidend aber ist die letztliche Position. Liegt der Trog nur wenige hundert Kilometer weiter im Westen, so wird es deutlich milder werden können. Liegt der Trog hingegen etwas weiter östlich, so können Schnee- und Graupelschauer durchaus eine Rolle spielen. Im Detail unterscheiden sich die Vorhersage-Modelle dann doch erheblich.

Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells: Erst kühl, dann milder

Die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells berechnet heute eine klassische Vb-Zugbahn (Mittelmeertief). Das Tief tropft über England und Frankreich/Spanien bis zum 6. April über die Mittelmeerregion ab und intensiviert sich dort bis zum 7. April. Gleichzeitig dehnt sich über Skandinavien hoher Luftdruck aus und so entsteht über Deutschland, Österreich und der Schweiz ab dem 5. April eine milde Süd bis Südostströmung.

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Frühlingshaft mild mit viel Niederschlag

Die Temperaturen erreichen Werte von +10 bis +15 Grad und können örtlich auf bis +17 Grad ansteigen. Begleitet wird der Temperaturanstieg von teils kräftigen und sehr ergiebigen Niederschlägen. So werden bspw. bis zum 8. April Niederschlagssummen von 15 bis 30 l/m² und örtlich bis 60 l/m² simuliert. Der Schwerpunkt liegt zum aktuellen Stand über dem Westen und Süden von Deutschland.

Die hohe Niederschlagsneigung ist für eine Vb-Wetterlage typisch. Deutlich dramatischer aber sind die Berechnungen für den Alpen und südlichen Alpenraum. Simuliert werden dort Niederschlagssummen von 80 bis 150 l/m².

Zunehmend trockener und frühsommerlich warm?

Wie bereits in der Wetterprognose zu Ostern näher beschrieben, zeichnet sich für die Zeit vor Ostern eine Hochdruckdominanz im Bereich von Skandinavien ab. Das wird heute vom amerikanischen Vorhersage-Modell im Zeitraum vom 10. bis 15. April auch bestätigt. Das Hoch verlagert sich etwas weiter nach Osten und so läuft die atlantische Frontalzone voll auf dieses Hochdrucksystem auf. Infolge daraus wird der Wettercharakter trockener, neigt aber weiterhin zu Schauern und örtlichen Gewittern - doch die Temperaturen nähern sich mit +18 bis +24 Grad dem frühsommerlich warmen Bereich.

Südwetterlage mit frühsommerlich warmen Temperaturen vor Ostern
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Südwetterlage mit frühsommerlich warmen Temperaturen vor Ostern © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Deutlich komplexer

Doch den Frühling zu überspringen und den Frühsommer auszurufen, ist zum aktuellen Stand verfrüht. Das dem so ist, zeigen die Berechnungen des europäischen Vorhersage-Modells. Der Trog geht etwas westlicher nieder und verhindert mit einer südlichen bis südöstlichen Grundströmung im Zeitraum vom 3. bis 6. April eine markante Abkühlung. Statt +2 bis +7 Grad wie nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell, liegen die Werte mit +14 bis +18 Grad überwiegend im frühlingshaft milden Bereich.

Deutlich weniger Niederschlag

Und da der Trog auch westlicher niedergeht, ist mit deutlich weniger Niederschlag zu rechnen. Bis zum 8. April werden lediglich über dem Westen mit 8 bis 20 l/m² nennenswerte Niederschlagssummen berechnet. Östlich der Linie von Bremen und Stuttgart sind es mit 0 bis 5 l/m² schon deutlich weniger! Das unterstreicht noch einmal, wie sehr es auf die Trogposition ankommen wird.

Gestörte Zirkulation

Im Zeitraum vom 4. bis 8. April spielt im Wesentlichen ein Hochdrucksystem über dem nördlichen Europa eine entscheidende Rolle. Mal liegt es über dem westlichen Russland, mal über Skandinavien und verlagert sich bis zum 9. April über die Barentssee, Karasee. Damit ist ein steuernder Einfluss auf das Tief erkennbar, doch ist das Hoch soweit nördlich, bzw. östlich, dass bis zum 9. April nicht mit einem nennenswerten Temperaturrückgang zu rechnen ist. Dennoch ist in der nachfolgende Wetterkarte eine deutliche Signifikanz für eine gestörte Zirkulation zu erkennen. Eine Westwindphase hat weiterhin schlechte bis sehr schlechte Karten.

Vollständig gestörte Zirkulation
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Vollständig gestörte Zirkulation © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Gemäßigtes Frühlingswetter

An dieser Aussage hat sich nach den Kontrollläufen in den letzten Tagen wenig verändert. Eine Abkühlung ist in den ersten April-Tagen von Norden her zu erwarten, doch bis zum 5. April normalisiert sich das Temperaturspektrum bereits wieder. Von einer länger andauernden Kaltluftphase ist also nicht auszugehen.

Das Temperaturspektrum liegt am 6. April zwischen +6 bis +14 Grad (Mittelwert: +9 bis +12 Grad), am 10. April zwischen +3 bis +17 Grad (Mittelwert: +11 Grad) und am 14. April zwischen +5 bis +19 Grad (Mittelwert: +11 bis +13 Grad).

Diagramm Temperaturen April 2019 vom 30.03.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Die Niederschlagsneigung ist nach den Kontrollläufen im Zeitraum vom 3. bis 6. April als gemäßigt hoch zu bewerten, was die Trogwetterlage, bzw. den Trogansatz sehr wahrscheinlich macht. Im Zeitraum darüber hinaus war die Niederschlagsaktivität in den letzten Tagen über dem Norden, Westen und Osten ebenfalls als gemäßigt hoch bewertet worden.

Das hat sich heute nun geändert und die Niederschlagsberechnung wurde deutlich heruntergefahren. Über dem Süden bleibt es unverändert, was für die Ausbildung eines Skandinavienhochs im Zeitraum vom 6. bis 12. April spricht. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Trog in den kommenden Tagen entwickeln und auch verhalten wird. Mit weiteren Veränderungen ist zu rechnen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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