Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 27.03.2019 - Spätwinterliche Wetterverhältnisse

Schnee- und Graupelschauer mit frostigen Temperaturen in den Nächten sind Anfang April wahrscheinlicher als frühlingshaft milde Temperaturen. Dafür verantwortlich ist eine meridionale Großwetterlage, welche weite Teile der ersten April-Dekade bestimmen kann.

Kaltlufteinbrüche gehören zu einem normalen Aprilwetter dazu und die Rekordwärme aus dem April 2018 wird sich in 2019 nicht wiederholen können. Die Struktur hierfür ist eine völlig andere, wenngleich das Strömungsmuster selbst eine erhebliche Störung aufweist. Doch mit einer Hochdruckposition über dem Atlantik ist es wahrscheinlicher, dass Anfang April die Luftmassen aus nördlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen können.

Bis zum 3. April könnte die Schneefallgrenze sogar bis auf die mittleren Lagen absinken und in der Nacht für die Ausbreitung einer dünnen Schneedecke sorgen. Ob es so kommen wird, hängt im Detail aber noch sehr von einer Trogposition ab. Verschiebt diese sich, so kann aus einem deutlich zu kalten Start auch schnell ein frühlingshaft milder Wettercharakter entstehen. Mehr Details in der aktuellen Wetterprognose April 2019.

Vom Frühling noch weit entfernt
Vom Frühling noch weit entfernt

Markanter Kaltlufteinbruch!?

Der April ist bekannt dafür, dass er macht, was er will. Das liegt daran, dass die Wellenbewegungen entlang der Polarfront am Ende des ersten und zum Beginn des zweiten Frühlingsmonats deutlich höher und intensiver ausfallen. Kalte Trogdurchgänge wechseln sich rasch mit frühlingshaft milden Zwischenhochs ab. Dieses volatile Verhalten machen die Wetterprognosen komplexer und damit weniger genau. So ist zum aktuellen Stand ein Kaltluftausbruch Anfang April sehr wahrscheinlich, aber eben noch nicht gesichert.

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Schnee- und Graupelschauer

Klarer wird das, wenn man die Wetterprognosen des amerikanischen und europäischen Vorhersage-Modells vergleicht. Nach dem amerikanischen Prognose-Modell liegt am 3. April ein kräftiges Hochdruckzentrum zwischen Island, England und den Azoren draußen auf dem Atlantik. Die Tiefdruckgebiete müssen um dieses Hoch herum einen weiten Bogen machen und tropfen über Skandinavien nach Süden ab. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen inmitten des Einflussbereiches des Troges. Kaltes Aprilwetter mit Schnee- und Graupelschauer wäre im Zeitraum vom 3. bis 5. April zu erwarten.

Trog Mitteleuropa mit kalten Aprilwetter
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Trog Mitteleuropa mit kalten Aprilwetter © www.meteociel.fr

Luftmassengrenze

Im Grunde sind sich die Wettervorhersage der Wettermodelle bis zum 5. April ähnlich, doch die Details unterscheiden sich erheblich. Das Mittelmeertief intensiviert sich nach der Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells und führt über dem westlichen Europa kalte Luftmassen bis über Spanien. Gleichzeitig werden über dem östlichen Europa warme Luftmassen nach Norden geführt. Deutschland liegt zwischen diesen unterschiedlich Temperierten Luftmassen und so kann es über dem Süden und Osten mit +14 bis +18 Grad frühlingshaft mild werden, während es über dem Norden und Westen mit +5 bis +10 Grad relativ frisch bleibt.

Grenzwetterlage möglich
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Grenzwetterlage möglich © www.meteociel.fr

Welche Chancen hat der Frühling?

Bis zum 5. April ist die Entwicklung der Großwetterlage wenig frühlingshaft. Es bleibt dabei - der April startet launisch und hat dabei eine höhere Wahrscheinlichkeit gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu kalt auszufallen. Das dem so ist, bestätigen auch die Kontrollläufe, deren Mittelwert im Zeitraum vom 31. März bis 5. April um 4 bis 7 Grad in zu kalten Bereich liegt.

Die Temperaturen in ca. 1.500 Meter sinken bis auf -8 Grad ab, was für Schneeschauer bis auf tiefere Lagen herab reichen sollte. Ab dem 4. April steigen die Höhenwerte auf -4 Grad an, was die Schneefallgrenze im Bereich von 700 bis 1.100 Meter schwanken lässt. Die Aussichten sind für den Frühling in den ersten April-Tagen also denkbar schlecht.

Meridionalisierung des Strömungsmusters

Dieser Wettertrend wird bereits seit Tagen gestützt. Mit einem Hoch westlich von Europa und einem Tief über dem nördlichen Europa ist eine nordwestliche bis nördliche Grundströmung sehr wahrscheinlich. Und geht es nach der Wettervorhersage des amerikanischen Vorhersage-Modells, so wird sich bis zum 10. April daran nur wenig verändern. Immer wieder regeneriert sich der Trog über Mitteleuropa und im Verbund mit dem Hoch werden kalte Luftmassen nach Deutschland geführt. Mit Tageswerten von +2 bis +7 Grad und örtlich bis +10 Grad ist man dem Spätwinter deutlich näher als dem Frühling.

Die Trogstruktur schwächt sich zwar ab, doch dominiert sie das Wetter in der ersten April-Dekade
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Die Trogstruktur schwächt sich zwar ab, doch dominiert sie das Wetter in der ersten April-Dekade weitgehend © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Zu kühles bis normales Aprilwetter

Im Zeitraum vom 5. bis 10. April berechnen die Kontrollläufen mehrheitlich eine Normalisierung des Temperaturspektrums. Die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells gehört dabei zu den kälteren Varianten, sodass in den kommenden Stunden noch mit Veränderungen zu rechnen ist.

Das Temperaturspektrum liegt am 1. April zwischen +3 bis +10 Grad (Mittelwert: +7 Grad), am 6. April zwischen +0 bis +17 Grad (Mittelwert: +7 bis +9 Grad) und am 11. April zwischen +1 bis +18 Grad (Mittelwert: +9 bis +11 Grad). Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist Anfang noch gering bis leicht erhöht, steigt aber zum 3. April in den mäßig erhöhten Bereich an.

Diagramm Temperaturen April 2019 vom 27.03.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Wetterprognose des Langfristmodells für den Frühling und Sommer 2019

  • Der März hat aktuell eine Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +2,7 Grad und ist damit viel zu warm. Daran wird sich bis Ende März kaum mehr etwas verändern.
  • Das Wetter im April 2019 wird vom Langfristmodell mit einer Abweichung vom langjährigen Mittelwert von +1 bis +2 Grad weiterhin zu warm berechnet - es findet also (noch) keine Reaktion auf die aktuelle Wetterentwicklung statt. Die Niederschlagsprognose wurde gegenüber den vergangenen Tagen etwas in den zu trockenen Bereich korrigiert.
  • Für das Wetter im Mai 2019 wird mit einer Temperaturabweichung von +0,5 bis +1 Grad ein leicht zu warmer Wettercharakter berechnet. Im Wettertrend könnte der Südosten von Deutschland mit einer Abweichung von bis +2 Grad deutlich zu warm ausfallen. Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem Sollwert unauffällig.
  • Deutlich zu trocken soll hingegen der erste Sommermonat Juni ausfallen. Zudem wird der Juni mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad zu warm simuliert.
  • Der Juli wird mit einer Differenz von +1 bis +2 Grad gegenüber dem vieljährigen Mittelwert ebenfalls deutlich zu warm berechnet. In der Niederschlagsprognose zeigt sich ein leicht positiver (zu nasser) Trend ab.
  • War die Wetterprognose für den August in den letzten Wochen noch unauffällig, so zeigt sich zum aktuellen Stand mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad eine ebenfalls positive Differenz. Die Niederschlagsprognose gegenüber dem Sollwert leicht negativ (zu trocken).
Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer 2019 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
März 2019 +2,3 bis +2,5 Grad Trend: zu nass
April 2019 +1 bis +2 Grad Trend: etwas zu trocken
Mai 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: normal
Juni 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: zu trocken
Juli 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: etwas zu nass
August 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: etwas zu trocken
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2019 vom 27.03.2019
Diagramm der Temperaturprognose Frühling und Sommer 2019

Zusammenfassung

Ein Kaltstart zeichnet sich für das Aprilwetter ab, welcher gute Chancen hat, die gesamte erste April-Dekade zu prägen. Das erhöht aber wiederum die Chancen, dass die zweite und letzte April-Dekade - und damit auch das Osterwetter - hochdruckdominiert ausfallen können. Wie die Wahrscheinlichkeiten hierfür stehen, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer Aktualisierung der Wetterprognose Ostern 2019.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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