Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 20.03.2019 - Die Frühlingsluft ist nicht von Dauer

Der Frühling macht sich mit außergewöhnlich warmen Temperaturwerten bemerkbar. Doch von langer Dauer ist das nicht und die Umstellung der Großwetterlage ermöglicht auch deutlich kühlere Wetterentwicklungen.

Hoher Luftdruck setzt sich in den kommenden Tagen über Deutschland durch und sorgt bis zum Wochenende für einen ruhigen Wettercharakter. Hin und wieder sind bei wechselnder Bewölkung ein paar Regentropfen möglich, doch bleibt es verbreitet trocken und insbesondere über Baden-Württemberg und Bayern sonnig. Die Temperaturen erreichen für die Jahreszeit außergewöhnlich warme +14 bis +18 Grad und örtlich bis +20 Grad. Erst zum Start in die neue Woche erfolgt mit einem Sturmtief über Skandinavien ein markanter Wetterumschwung. Mehr dazu in der aktuellen Wetter März 2019.

Der Frühling ist nicht von langer Dauer
Der Frühling ist nicht von langer Dauer

Eine Hochdruckbrücke bringt den Frühling - aber nicht auf Dauer

Verantwortlich für die frühlingshaft milden Temperaturen ist ein sich über Mitteleuropa ausdehnendes Hochdrucksystem. Mit einer schwachen südlichen Anströmung werden milde und überwiegend trockene Luftmassen nach Deutschland geführt.

Markanter Wetterumschwung mit erhöhtem Unwetterpotential

Die Wetteraktivität auf dem Atlantik bleibt in der Zwischenzeit hoch und dem Hochdruckgebiet gelingt es nicht sich nachhaltig über Mittel-, bzw. Nordeuropa zu stabilisieren. Im Zeitraum vom 24. bis 25. März verlagert sich das Hoch weiter auf den Atlantik und positioniert sich zum 25. März über Irland. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen in den Einflussbereich der östlichen Hochdruckgradienten.

Im Verbund mit einem Skandinavientief werden vom 25. bis 28. März kühlere Luftmassen nach Mitteleuropa geführt, was die Tageswerte auf +5 bis +10 Grad zurückgehen lassen kann. Zwar gelangen die kalten Luftmassen bis zum 27. März unter Hochdruckeinfluss, doch gerade am 25. und 26. März ist die Schauerneigung als hoch zu bewerten, was Graupelschauer und kurze Gewitter bis auf tiefere Lagen herab ermöglichen kann. Vorgezogenes Aprilwetter.

Kaltluftdusche
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Kaltluftdusche © www.meteociel.fr

Aprilwetter

Im nachfolgenden Zeitraum berechnet das amerikanische Vorhersage-Modell bis zum 4. April eine meridionale Grundströmung. Das Azorenhoch wölbt sich auf dem Atlantik nach Norden auf, während im Bereich zwischen West- und Mitteleuropa die Tiefdruckgebiete nach Süden austrogen.

Mit einem stabilen Wettercharakter ist in den ersten Apriltagen nicht zu rechnen. Ob es aber frühlingshaft mild oder spätwinterlich kalt wird, hängt ganz davon ab, wo sich der Trog wird positionieren können. In der aktuellen Wetterprognose wird der Trog etwas westlicher berechnet, was Deutschland, Österreich und die Schweiz nur bedingt in den kalten Trogbereich bringt. Der Wettercharakter wäre mit einem Auf und Ab der Temperaturen und einer höheren Niederschlagserwartung einem apriltypischen Charakter zuzuschreiben.

Typisches Aprilwetter
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Typisches Aprilwetter © www.meteociel.fr

Ein meridionales Strömungsmuster bestätigt sich

Auch das europäische Vorhersage-Modell bestätigt die Kaltluftdusche zum Beginn der kommenden Woche mit nachfolgender Meridionalisierung des Zirkulationsmusters.

Unterstützt und abgerundet wird diese Wetterprognose von den Kontrollläufen, welche den Mittelwert des Temperaturspektrums mit +6 bis +9 Grad im leicht zu kühlen Bereich berechnen. Die Niederschlagsleistung ist bis zum 28. März schwach bis leicht erhöht und steigt zum April in den mäßig erhöhten Bereich an.

Diagramm Temperaturen März 2019 vom 20.03.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Hochdruckdominanz

Dass das Wetter in den kommenden 10 Tagen über weite Strecken hochdruckdominiert ausfallen wird, zeigt sich auch in den Druckanomalien bis zum 30. März. Was aber auch zu erkennen ist, ist die westliche Verlagerung des Hochdruckgebietes, was die Grundströmung über Mitteleuropa auf nordwestliche Richtungen drehen und den Wettercharakter unbeständiger ausfallen lassen kann..

Druckanomalie bis 30. März
Druckanomalie bis 30. März - Hochdruckdominanz bis zum 30. März © climatereanalyzer.org

Wetterprognose des Langfristmodells für den Frühling und Sommer 2019

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  • Der März hat zum aktuellen Stand gegenüber dem langjährigen Mittelwert eine Abweichung der Temperaturen von +2,6 Grad vorzuweisen. Geht man davon aus, dass die letzte März-Dekade um -1 bis +0,5 Grad normal bis leicht zu kühl ausfällt, so wird der März am Ende um +1,5 Grad zu warm ausfallen und somit der 12. zu warme Monat in Folge sein. Die Niederschlagsleistung hat ihr Soll von 100 Prozent überschritten und liegt aktuell bei 121 Prozent.
  • Das Wetter im April 2019 wird mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad leicht zu mild und über dem Alpenraum mit einer Differenz von bis +2 Grad zu warm berechnet. Die Niederschlagsleistung ist eher unauffällig und in einem wohlwollenden Trend leicht zu trocken einzustufen.
  • Fast normal wird mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad das Wetter im Mai 2019 simuliert. Der Niederschlagstrend bleibt unauffällig.
  • Für den ersten Sommermonat Juni wird eine von +0,5 bis +1 Grad im leicht zu warmen Bereich simuliert. Die Niederschlagsprognose ist negativ (etwas zu trocken).
  • Kaum Veränderungen haben sich für den Juli 2019 ergeben. Die Abweichung wird mit +1 bis +2 Grad weiterhin im zu warmen Bereich simuliert. Die Niederschlagsprognose ist unterschiedlich und im Ergebnis als etwas zu nass zu bewerten. Anders formuliert wird eine höhere Wahrscheinlichkeit für Schauer und Gewitter in Aussicht gestellt.
  • Unauffällig bleibt die Wetterprognose für den August 2019. Sowohl die Temperatur-, wie auch die Niederschlagsprognose zeigen kaum abweichende Auffälligkeiten.
Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer 2019 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
März 2019 +1,5 bis +2 Grad Trend: zu nass
April 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal
Mai 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Juni 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: etwas zu trocken
Juli 2019 +1 bis +2 Grad Trend: durchwachsen
August 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis zu leicht nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2019 vom 20.03.2019
Diagramm der Temperaturprognose Frühling und Sommer 2019

Zusammenfassung

Der Frühlingsausbruch der kommenden Tage ist nur von kurzer Dauer. Das Hochdruckgebiet verlagert sich raus auf den Atlantik und ermöglicht eine zunehmende Meridionalisierung des Strömungsmusters, was Anfang April 2019 zu einem apriltypischen Wettercharakter führen kann. Das Temperaturspektrum ist mit einer höheren Wahrscheinlichkeit normal bis leicht zu kühl. Der - nachhaltige - Frühling muss sich noch in Geduld üben.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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