Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 15.03.2019 - Die Großwetterlage stabilisiert sich vorübergehend

Der Wettercharakter verändert sich und beendet die nasse und windige Westwetterlage, doch von einer stabilen und nachhaltigen Großwetterlage ist nicht auszugehen. Hat der Spätwinter noch seine Chancen?

Tiefer Luftdruck verlagert sich in den kommenden Stunden über Skandinavien und zentralisiert sich dort vorübergehend. Über Deutschland, Österreich und der Schweiz hat das kräftige und länger andauernde Niederschläge zur Folge, welche von einem ebenso kräftigen bis stürmischen Wind begleitet werden.

Am Wochenende führt das Tief auf seiner Vorderseite zunächst sehr warme Luftmassen nach Deutschland, bevor zum Start in die neue Woche die kühle Rückseite nachfolgt. Nach Werten von +14 bis +18 Grad können wieder Graupelschauer bis in tiefere Lagen möglich sein. Der April rückt langsam näher. Die kühlen Luftmassen gelangen zum 19. März in den Einflussbereich eines von den Azoren ausgehenden Hochdruckkeils. Der Wettercharakter wird ruhiger, sonniger und etwas milder. Mehr dazu in der aktuellen Wetter März 2019.

Mehr Sonne, weniger Niederschlag
Mehr Sonne, weniger Niederschlag

Hoher Luftdruck dehnt sich über Mitteleuropa aus

Der Wettertrend der letzten Tage bestätigt sich auch heute wieder. Beide Vorhersage-Modelle berechnen eine Verlagerung des Hochdrucksystems über Mitteleuropa. Im Zeitraum vom 19. bis 24. März ist nur mit einer schwachen Niederschlagsneigung und einer zunehmenden Sonnenscheindauer zu rechnen. Da sich der Hochdruckkern weiter über das östliche Europa verlagert, steigen mit einer südlichen Grundströmung die Temperaturen über Deutschland allmählich auf +13 bis +18 Grad an.

Frühlingsluft
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Frühlingsluft © www.meteociel.fr

Keine Stabile Großwetterlage

Im März - und gerade auch im Hinblick auf den April - sind stabile Großwetterlagen eher selten. Der Grund ist der ansteigende Sonnenstand und die zunehmend unterschiedlich temperierten Wasser- und Landmassen. Bedingt durch die Temperaturunterschiede und den zunehmend instabiler werdenden Polarwirbel kommt es zu einem abwechslungsreichen Wettercharakter.

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Wieder kühler

Beide Wettermodelle berechnen zum 24./25. März einen auf dem Atlantik nach Grönland aufstrebenden Hochdruckkeil. Die Wellenbewegung entlang der Polarfront nimmt zu und so sind nach den frühlingshaft milden Werten ab dem 25. März auch wieder frische Temperaturen möglich.

Ein meridional verlaufendes Strömungsmuster
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Ein meridional verlaufendes Strömungsmuster © www.meteociel.fr

Warm oder kalt!?

Auf die Hochdruckposition wird es ankommen. Bleicht das Hoch auf dem Atlantik und strebt weiter in Richtung Polarwirbel, so ergibt sich am östlichen Strömungsgradienten eine über Deutschland, Österreich und der Schweiz nördlich ausgerichtete Zirkulation. Kurzum: Es wird kälter und Schneeschauer sind bis in tiefere Lagen möglich, was Ende März nichts außergewöhnliches darstellt.

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Kippt die Hochdruckachse aber in Richtung Mitteleuropa ab, so wird es rasch wärmer und der Frühling bekommt wieder seine Zeit. Zum aktuellen Stand tendiert die Wettervorhersage des amerikanischen Prognose-Modells zu einer kälteren Variante.

Meridionales Strömungsmuster mit Trog Mitteleuropa
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Meridionales Strömungsmuster mit Trog Mitteleuropa © www.meteociel.fr

Der Frühling hat die besseren Karten

Zumindest was die aktuellen Wetterprognosen der Kontrollläufen anbelangt. Dort wird deutlich, dass die Wettervorhersage des amerikanischen Vorhersage-Modells die kälteste Variante darstellt. Mit Veränderungen ist in den kommenden Stunden zu rechnen.

Für die Jahreszeit etwas zu warm

Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe erstreckt sich am 23. März zwischen +7 bis +18 Grad (Mittelwert: +13 Grad) und am 30. März zwischen +0 bis +19 Grad (Mittelwert: +10 bis +11 Grad). Die +0 Grad stammen im Übrigen vom sog. Hauptlauf des amerikanischen Prognose-Modells.

Diagramm Temperaturen März 2019 vom 15.03.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Schwache Niederschlagssignale

Im Zeitraum vom 19. bis 24. März ist eine schwache Niederschlagsneigung zu erwarten. Das spricht für die Verlagerung des hohen Luftdrucks über Mitteleuropa. Im Zeitraum vom 25. bis 31. März steigt die Niederschlagserwartung nach den Kontrollläufen in den leicht bis mäßig erhöhten Bereich an. Eine nachhaltig stabile Großwetterlage ist wenig wahrscheinlich. Stattdessen einfach mal normale Wetterbedingungen!

Zusammenfassung:

Der Wettercharakter normalisiert sich nach einer deutlich zu nassen ersten März-Hälfte. Zum aktuellen Stand hat die Niederschlagssumme 92 Prozent ihres Solls erfüllt und wird mit den heutigen Tage die 100 Prozent überschreiten. Bei den Temperaturen ist der März 2019 bislang um +2,7 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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