Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 11.03.2019 - Folgt dem Sturm eine frühlingshaft milde Hochdruckphase nach?

Mit Wind, Sturm und reichlich Niederschlag bleibt der Wettercharakter vorerst turbulent und abwechslungsreich. Zum Beginn der letzten März-Dekade mehren sich die Anzeichen einer Veränderung.

Stürmisches Wetter. In dieser Woche zieht ein Sturmtief nach dem anderen über Deutschland, Österreich und die Schweiz hinweg und sorgt für einen turbulenten und zu Unwetter neigenden Wettercharakter. Mal werden mildere und mal kühlere Luftmassen zugeführt, was die Schneefallgrenze kurzzeitig bis auf tiefere Lagen absinken und ab den mittleren Lagen für winterliche Wetterverhältnisse sorgen kann. Ein Ende der Sturmtiefserie ist bis zum kommenden Wochenende nicht in Sicht. Mehr dazu in der aktuellen Wetter März 2019.

Nasskaltes und windiges Wetter - wenig frühlingshaft
Nasskaltes und windiges Wetter - wenig frühlingshaft

Die Tiefdruckaktivität steht vor ihrem Finale

Bis zum 18. März bleibt die hohe Tiefdruckaktivität mit viel Wind und Regen (in höheren Lagen auch Schnee) erhalten. Ab dem 17./18. März berechnen die Wettermodelle übereinstimmend eine Veränderung im Setup, was einen Wetterwechsel in der letzten März-Dekade wahrscheinlicher macht.

Das Azorenhoch spielt wieder mit

Zwar sind die Wettervorhersagen der Wettermodelle im Detail noch unterschiedlich, doch im Trend zeigt sich ein zunehmend aktiveres Azorenhoch.

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Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modell: Hochdruckbrücke Mitteleuropa

Nach der Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells dehnt sich vom 18. bis 20. März der Keil des Azorenhochs in Richtung Mitteleuropa aus und lenkt die Tiefdruckaktivität weiter nach Nordwesten ab. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen in einen zunehmend gradientenschwachen Bereich. Vor allem der Wind wird spürbar nachlassen können, aber auch die Niederschlagsneigung geht zurück.

Im Zeitraum vom 21. bis 27. März simuliert das Azorenhoch eine Hochdruckbrücke von den Azoren über Mitteleuropa bis zum Kontinentalhoch - über dem westlichen Russland - reichend. Bei einer zunehmenden Sonnenscheindauer trocknet der Wettercharakter weiter ab und die Temperaturen können Werte von +10 bis +15 Grad erreichen. Der Frühling hat nach diesen Berechnungen in der letzten März-Dekade durchaus seine Chancen.

Der Frühling wagt sich nach Deutschland vor
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Der Frühling wagt sich nach Deutschland vor © www.meteociel.fr

Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modells: Zaghafte Veränderung des Setups

Die Tiefdruckaktivität bleibt nach der Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells bis zum 21. März als hoch einzustufen. Viel Wind und reichlich Niederschläge stehen auf der Tagesordnung. Doch zeigen sich ab dem 19. März Veränderungen in der Struktur. Das Azorenhoch wölbt sich weiter nach Norden auf und liegt zum 20. März zwischen den Azoren, England und Frankreich. Es rückt näher an Mitteleuropa heran.

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Kräftige Tiefdrucksysteme

Gleichzeitig entstehen bei Neufundland kräftige Tiefdruckgebiete und streben in Richtung Mitteleuropa. Durch das veränderte Setup allerdings dreht die Grundströmung von West mehr aus Südwest, was mildere Luftmassen nach Deutschland, die Schweiz und Österreich führen kann. Zudem zeigt sich die Möglichkeit, dass die Tiefdruckachse auf dem Atlantik nach Süden wegkippt, was im weiteren Verlauf das Hoch weiter in Richtung Mitteleuropa drückt und für einen frühlingshaft milden Wettercharakter sorgen kann.

Hohe Tiefdruckaktivität, doch zeigt sich eine Veränderung im Setup
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Hohe Tiefdruckaktivität, doch zeigt sich eine Veränderung im Setup © www.meteociel.fr

Viel zu Niederschlag

Beide Wettermodelle berechnen bis zum 20. März Niederschlagssummen von verbreitet 20 bis 40 l/m². Über Staulagen der Mittelgebirge, des Schwarzwaldes und des Bayerischen Waldes sind 50 bis 100 l/m² und über den Alpen bis 170 l/m² an Niederschlag möglich. Etwas weniger wird mit 10 bis 30 l/m² über Teile von Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin berechnet.

Kontrollläufe: Wetterwechsel wird zunehmend wahrscheinlicher

Von Tag zu Tag mehren sich die Hinweise einer Veränderung des stürmischen Wettercharakters bis zum 20. März. Bestätigt wird das u.a. auch von den Kontrollläufen.

Das Temperaturspektrum schwankt im Zeitraum vom 12. bis 20. März mit einem Mittelwert von +6 bis +8 Grad um den Jahreszeit-typischen Wert herum. Ab dem 20. März aber zeigt sich mit einem Temperaturspektrum von +2 bis +19 Grad und einem Mittelwert von +8 bis +10 Grad ein zunehmend positiver Temperaturtrend, welcher im Vergleich zum langjährigen Mittelwert etwas zu mild ausfallen kann.

Diagramm Temperaturen März 2019 vom 11.03.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Zusammenfassung:

Die Tiefdruckaktivität bleibt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bis zum 18. März erhalten und sorgt für reichlich Niederschlag. Das Monatssoll von 57 l/m² könnte bereits zum 15. März in vielen Regionen überschritten werden. Erst in der letzten März-Dekade wagt sich ganz zaghaft der Frühling in Richtung Mitteleuropa vor.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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