Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 09.03.2019 - Vollwetter statt Frühlingswetter

Unwetterartige Starkwindereignisse bleiben in den kommenden Tagen ein großes Thema. Darüber hinaus hat der Frühling 2019 schlechte Karten sich durchzusetzen. Im Gegenteil: die Großwetterlage ist einem spätwinterlichen Wettercharakter deutlich näher.

Über dem östlichen Kanada strömen unentwegt kalte Luftmassen in Richtung Neufundland und sorgen auf dem Atlantik für die Entstehung kräftiger Tiefdrucksysteme. Die Tiefdruckgebiete streben nach Osten und etablieren in den kommenden Tagen zwischen Neufundland, Island und Skandinavien eine gut funktionierende Tiefdruckrinne. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen am südlichen Gradienten der Tiefdruckstörungen, was zu einem stürmischen und unbeständigen Wettercharakter führt. Zeitweilig auch mit einem erhöhten Potential für unwetterartige Wetterereignisse. Mehr dazu in der aktuellen Wetter März 2019.

Für den Frühling ist aktuell wenig zu holen
Für den Frühling ist aktuell wenig zu holen

Nasskaltes Schauerwetter

Die Grundströmung der kommenden Tage ist westlich geprägt. Mal werden auf einer heranziehenden Tiefdruckvorderseite mildere und mal kühlere Luftmassen herangeführt. In Summe aber fühlt sich der Temperaturcharakter nasskalt an. Zwischendurch sind - vor allem am Montag - Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen möglich. An diesem unbeständigen und windigen Wettercharakter ändert sich nach der Wettervorhersage beider Wettermodelle bis zum 17. März wenig.

Anzeichen von Veränderungen

Das amerikanische Vorhersage-Modell berechnet im Zeitraum vom 17. bis 20. März eine Veränderung des Setups. Das bis dahin sehr passive Azorenhoch wölbt sich nach Norden in Richtung Island auf und sorgt für eine Meridionalisierung des Strömungsmusters.

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Nasskalt mit Graupelschauer

Das Tiefdruckgebiet über Skandinavien trogt nach Süden aus und ermöglicht über Deutschland, Österreich und die Schweiz eine nasskalte Nordwestwetterlage. Bei Temperaturen von +3 bis +7 Grad wäre auch in tieferen Lagen wieder mit Graupelschauern zu rechnen und die Schneefallgrenze sinkt bis auf die mittleren Lagen ab. Der Wind bleibt zudem kräftig und im Böen stürmisch.

Das Hoch rückt näher an Mitteleuropa heran

Im Zeitraum vom 20. bis 25. März berechnet das amerikanische Vorhersage-Modell eine Verlagerung des Hochdrucksystems in Richtung Mitteleuropa und positioniert sich zum 24. März über England. Deutschland verbleibt am östlichen Hochdruckgradienten in einer nördlichen Grundströmung und bei einer regen Niederschlagsneigung steigen die Temperaturen langsam auf +6 bis +12 Grad an.

Erst in der letzten März-Dekade sind deutlichere Anzeichen eines ruhiger werdenden Wettercharakters erkennbar
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Erst in der letzten März-Dekade sind deutlichere Anzeichen eines ruhiger werdenden Wettercharakters erkennbar © www.meteociel.fr

Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modells: Windige bis stürmische zweite März-Dekade

Von einem frühlingshaft milden und beständigen Wettercharakter fehlt nach der Wetterprognose des europäischen Prognose-Modells jede Spur. Die Tiefdruckaktivität ist wird in einem enorm hohen Bereich berechnet und alles dreht sich um ein zentrales Tiefdrucksystem bei Island.

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Nasskalt mit viel Wind, Regen und in höheren Lagen auch Schnee

Im Zeitraum vom 12. bis 19. März zieht ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen über Deutschland, Österreich und die Schweiz hinweg und sorgt neben stürmischen Windböen für reichlich Niederschlag. Bei Tageswerten von +4 bis +8 Grad schwankt die Schneefallgrenze zwischen 600 bis 1.000 Meter, was ab den höheren mittleren Lagen zur Ausbildung einer Schneedecke führen kann.

Schneeprognose
Aktuelle Schneeprognose © Windy.tv

Zu kaltes Wetter?

Der Temperaturbereich von +6 bis +8 Grad ist gegenüber dem langjährigen Mittelwert als normal zu bewerten. Kurzzeitig werden diese Werte im Zeitraum vom 11. bis 13. März und vom 17. bis 20. März nach den aktuellen Berechnungen der Kontrollläufe um 3 bis 5 Grad unterschritten. Sonst aber liegt der Mittelwert mit +5 bis +7 Grad zumeist in einem für die Jahreszeit typischen Bereich. Anders formuliert ist eine leicht zu kühle zweite März-Dekade zu erwarten. Das erste März-Drittel war bislang um +3,4 Grad zu warm.

Blickt man auf die letzte März-Dekade, so zeigt sich in der Entwicklung der Temperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe ein breites Spektrum. Die Spanne erstreckt sich bspw. am 22. März zwischen -11 bis +11 Grad und weist eine Differenz von 22 Grad auf. Zum Vergleich: Für eine Wettervorhersage wäre eine Differenz von 2 bis 4 Grad und für eine Wetterprognose von 2 bis 6 Grad wünschenswert.

Rechnet man die Höhentemperaturen auf die tieferen Lagen um, so ergibt sich eine mögliche Temperaturspanne von 0 bis 16 Grad. Anders formuliert ist von spätwinterlichen Wetterverhältnissen bis frühlingshaft milden Temperaturwerten alles möglich, doch wahrscheinlicher ist ein gemäßigtes und ein für die Jahreszeit typisches Temperaturspektrum.

Diagramm Temperaturen März 2019 vom 09.03.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Reichlich Niederschlag

In Summe werden bis zum 19. März Niederschlagsmengen von 20 bis 40 l/m² und örtlich bis 70 l/m² simuliert. Über Staulagen der Mittelgebirge, des Schwarzwaldes, des Bayerischen Waldes werden 80 bis 120 l/m² und über den Alpen zwischen 100 bis 180 l/m² berechnet. Das sollte ausreichend sein, um das Niederschlagssoll des gesamten Monats bereits zum 18. März zu erfüllen. Zum aktuellen Stand sind bis zum 8. März bereits 33 Prozent des Niederschlagssolls von 57 l/m² erfüllt. Nur wenige Regionen sind bisweilen noch zu trocken.

Zusammenfassung:

Die heutigen Wettervorhersage der Wettermodelle und der Kontrollläufe betätigen es erneut: Der Frühling hat bis zum 20. März kaum Chancen sich durchzusetzen. Viel zu stark ist der Westdrift, welcher zur Monatsmitte hin eher in eine Nordwest-, als Südwestwetterlage kippt und nochmals für Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis auf tiefere Lagen herab sorgen kann. Erst in der letzten März-Dekade zeigen sich vorsichtige Signale eines ruhiger und milder werdenden Wettercharakters.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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