Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 08.03.2019 - Schnee- und Graupelschauer - Ein nasskalter Temperaturtrend

Orkan zum Sonntag? Die Westwetterlage dreht noch einmal voll auf und sorgt für ein erhöhtes Unwetterpotential, bevor es in der zweiten März-Dekade kühler werden kann und Schneeschauer möglich sein können. Der Frühling hat denkbar schlechte Karten.

Orkanartige Winde zum Wochenende - Einige Wettermodelle berechnen eine sehr dynamische Wetterentwicklung in Form eines Schnellläufersystems, welches sich zum Sonntag direkt über Deutschland verstärkt und bis auf tiefere Lagen herab für schwere Sturmböen sorgen kann. Andere Vorhersage-Modelle bleiben in ihren Prognosen konservativer und berechnen lediglich stürmische Winde. Veränderungen sind zu erwarten, doch gilt es in den kommenden Stunden diese Wetterentwicklung genauer zu beobachten.

Darüber hinaus gestaltet sich die Wetterentwicklung bis zur Wochenmitte nicht weniger turbulent. Zwar verliert der Wind an Intensität, doch wird es mit +2 bis +7 Grad spürbar kühler und Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sind bis in tiefere Lagen herab möglich. Ab den mittleren Lagen kann sich kurzzeitig eine Schneedecke ausbilden. Mehr dazu in der aktuellen Wetter März 2019.

Frühling? Welcher Frühling?
Frühling? Welcher Frühling?

Frühlingswetter oder spätwinterlich nasskalt?

Die Westwindzone hat alles fest im Griff und daran wird sich nach den aktuellen Wettervorhersagen beider Wettermodelle bis zur Monatsmitte wenig verändern. Erst im weiteren Verlauf zeigen sich - zunehmend deutlicher werdende - Anzeichen für eine Veränderung der Großwetterlage, was aber nicht mit einem Frühlingsausbruch gleichzusetzen ist.

Wetterumschwung

Beide Prognosemodelle räumen dem Frühling bis zum 20. März schlechte bis ganz schlechte Karten ein. Bedingt durch die hohe Wetteraktivität sieht sich das Azorenhoch gezwungen sich zum 15. März nach Norden in Richtung Island und Grönland aufzuwölben. Das Strömungsmuster meridionalisiert und statt aus westlichen Richtungen kommen die Tiefdruckgebiete dann aus nördlichen Richtungen.

Anzeige

Nasskalt mit Graupelschauer

Im Detail unterscheiden sich die Prognose-Modelle und die deutlich kältere Variante berechnet das amerikanische Vorhersage-Modell. Das Hoch keilt bis zum 20. März zwischen den Azoren bis nach Island auf und hat auf die atlantische Frontalzone eine blockierende Wirkung. Gleichzeitig sorgt ein Tiefdruckkomplex über der Barentssee im Verbund mit dem Hoch für die Zufuhr arktischer Kaltluftmassen - bis nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Tageswerte können auf +1 bis +6 Grad absinken und die Schneefallgrenze schwankt um die mittleren Lagen.

Nasskalte Großwetterlage - vom Frühling fehlt weiterhin jede Spur
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Nasskalte Großwetterlage - vom Frühling fehlt weiterhin jede Spur © www.meteociel.fr

Blockadehoch auf dem Atlantik

Das europäische Vorhersage-Modell berechnet die Entwicklung der Großwetterlage im Detail etwas anders. Das Hoch positioniert sich zum 18. März über den Azoren in kugelrunder Formation und strebt mit einem Hochdruckkeil in Richtung Island auf. Ein Tiefdruckgebiet über Skandinavien tropft nach Süden ab und sorgt über Deutschland für einen nasskalten Wettercharakter.

Anzeige

Im Gegensatz zu den Berechnungen des amerikanischen Vorhersage-Modells wird das Skandinavientief von einem Hoch auf dem Atlantik und einem weiteren über Russland in die Zange genommen. Anders formuliert hat der Frühling nach diesen Berechnungen bis zum 20. März kaum Chancen sich durchzusetzen - eine Trogwetterlage ist wahrscheinlicher.

Meridionale Grundströmung
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Meridionale Grundströmung © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Ein Wetterwechsel ist möglich

Die Kontrollläufe bestätigen eine bis zum 18. März anhaltend hohe Niederschlagsentwicklung. Erst mit dem Beginn der letzten Dekade sinkt die Niederschlagsprognose in den leicht erhöhten Bereich ab. Gleichzeitig bleibt das Temperaturniveau in einem für die Jahreszeit typischen Bereich. Die Berechnungen des amerikanischen Vorhersage-Modells stellen in den Kontrollläufen die kältesten Varianten dar. Ob es also nochmals spätwinterlich kalt werden kann, ist zum aktuellen Stand zu bezweifeln. Viel wahrscheinlicher ist ein nasskalter Wettercharakter.

Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe liegt am 17. März zwischen +0 bis +12 Grad (Mittelwert: +5 Grad bis +7 Grad) und am 23. März zwischen +1 bis +18 Grad (Mittelwert: +8 bis +9 Grad).

Diagramm Temperaturen März 2019 vom 08.03.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Zusammenfassung:

Der Frühling wird sich weiter in Geduld üben müssen. Bis zum 20. März hat er kaum Chancen sich durchzusetzen und darüber hinaus wird man sehen müssen wie sich der Polarwirbel entwickelt und welche Position das Azorenhoch wird einnehmen können. Aktuell deutet vieles auf eine normale bis leicht zu kühle Temperaturentwicklung in der zweiten März-Dekade hin. Der in den ersten März-Tagen aufgebaute Temperaturüberschuss liegt aktuell bei +3,5 Grad. Sollte das zweite - und auch das letzte - März-Drittel normal ausfallen, so wäre der März 2019 am Ende noch immer um +1 Grad etwas zu mild.

Anzeige

 

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

Unterstützen Sie uns!

Ihnen gefallen unsere Wettervorhersagen? Dann unterstützen Sie uns mit einem freiwilligen Geldbetrag in einer von Ihnen gewünschten Höhe.

Betrag auswählen
Weitere Informationen

Mach mit!

Wetter ist Ihre Leidenschaft und Sie schreiben gerne? Für unsere Rubrik der Wettermeldungen aus aller Welt suchen wir Verstärkung. Falls Sie Lust haben, ein Teil des Teams von Wetterprognose-wettervorhersage.de zu werden, melden Sie sich einfach und unverbindlich über das Kontaktformular.

Kontakt zu uns

Stadtwetter (beta)