Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 07.03.2019 - Welche Chancen hat der Frühling?

Ein Sturmtief nach dem anderen überquert in den kommenden Tagen Deutschland von West nach Ost. Wie lange bleibt der turbulente und zu Unwetter neigende Wettercharakter noch erhalten?

Unwetterartige Starkwindereignisse sind in den kommenden Tagen bis zum 12. März zu erwarten. Begleitet werden die phasenweise auftretenden schweren Sturmböen von kräftigen Niederschlägen. Bei einem Auf und Ab der Temperaturen gehen die Niederschlage meist als Regen nieder, doch sind unter bestimmten Voraussetzungen Graupelschauer bis in tiefere Lagen möglich. Ein dafür günstiger Tag ist voraussichtlich der Montag. Mehr dazu in der aktuellen Wetter März 2019.

Und wann kommt der Frühling?
Und wann kommt der Frühling?

Wann wird es milder und wann kommt der Frühling?

Der außergewöhnliche Wettercharakter aus dem Februar hat bei einigen schon die Frühlingsgefühle geweckt. Doch der Temperaturcharakter der kommenden Tage ist weitgehend normal und dämpft die Frühlingsgefühle weiter ab - spätestens wenn Graupelschauer vorüberziehen wird davon nicht mehr allzu viel übrig bleibe. Und dennoch: Die ersten März-Tage waren gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +3,2 Grad zu warm!

Kippt die Großwetterlage?

Die Wetteraktivität ist bis zum 13. März als sehr hoch - außergewöhnlich hoch - zu bewerten. Doch damit nicht genug. Nach den aktuellen Wettervorhersagen beider Wettermodelle positioniert sich zum 13. März ein kräftiges Tiefdruckzentrum über Island und zieht bis zum 15. März weiter in Richtung Skandinavien. Das Azorenhoch wölbt sich nach Norden auf, was die Grundströmung über Mitteleuropa aus nordwestlichen Richtungen kommen lassen kann.

Statt Frühlingswetter: Nasskalt

Und so werden die Wetterprognosen der letzten Tage gestützt, was die Eintreffwahrscheinlichkeit einer nasskalten Großwetterlage im Zeitraum vom 13. bis 16. März erhöht. Bei Tageswerten von +3 bis +8 Grad wären Graupelschauer bis in tiefere Lagen möglich. Apropos Schauer: Die Schauerneigung ist nach beiden Vorhersage-Modellen in diesem Zeitraum als hoch einzustufen. Begleitet wird das Ganze von einem sehr lebhaften bis stürmischen Wind.

Nasskalte Großwetterlage - vom Frühling fehlt jede Spur
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Nasskalte Großwetterlage - vom Frühling fehlt jede Spur © www.meteociel.fr

Veränderung der Großwetterlage

Was man aber im Ansatz der oben gezeigten Wetterkarte gut erkennen kann, ist eine zunehmende Meridionalisierung des Zirkulationsmusters. Das bis zum 14. März passive Azorenhoch wölbt sich zunehmend nach Norden auf und sorgt für Veränderungen.

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Die letzte März-Dekade frühlingshaft mild oder spätwinterlich nasskalt?

Deutlicher wird die Veränderung des Strömungsmuster in der Wettervorhersage des amerikanischen Prognose-Modells dargestellt. Das Azorenhoch strebt zum 17. März weit nach Norden auf und wirkt auf die atlantische Tiefdruckrinne wie ein Störimpuls. Die westlich orientierte Wettermaschinerie gerät aus dem Tritt.

Entscheidend für den Temperaturcharakter wird aber die Hochdruckposition sein. Gelingt der Hochdruckkeil auf dem Atlantik, so gelangen in der letzten März-Dekade nasskalte Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. Kippt die Hochdruckachse aber über Mitteleuropa ab, so wäre im letzten März-Drittel ein ruhiger, trockener und milder Wettercharakter zu erwarten. Zum aktuellen Stand berechnet das amerikanische Vorhersage-Modell die zweite Variante.

Ein Frühlingshoch in der letzten März-Dekade?
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Ein Frühlingshoch in der letzten März-Dekade? © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Gemäßigte Chancen auf einen Wetterwechsel

Die für die Jahreszeit typischen Temperaturwerte werden bis in die letzte März-Dekade hinein berechnet. Da zeigt sich nur eine geringe Bereitschaft für frühlingshaft milde Werte. Gestützt aber wird der im Zeitraum vom 19. bis 23. März nachlassende Niederschlagstrend der letzten Tage. Das kann als - vorsichtiges - Signal für eine grundlegende Veränderung der Großwetterlage gewertet werden.

Das Temperaturspektrum liegt am 14. März zwischen +0 bis +8 Grad (Mittelwert: +3 Grad über dem Süden und Osten und +6 Grad über dem Westen und Norden) und am 22. März zwischen +1 bis +16 Grad (Mittelwert: +8 bis +9 Grad).

Diagramm Temperaturen März 2019 vom 07.03.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Ein Wetterumschwung kann gelingen, wenn…

Für die Natur und die nun der Sonne entgegen strebende Vegetation ist der Niederschlag sehr willkommen. Gilt es doch noch die Niederschlagsdefizite aus dem Dürrejahr 2018 auszugleichen und auch der Februar glänzte nicht gerade mit Niederschlägen.

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Die Rahmenbedingungen aber verändern sich. Mit einem ansteigenden Sonnenstand strebt der Polarwirbel im März und April seinem winterlichen Finale entgegen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich eine meridionale Großwetterlage durchsetzen wird.

Druckanomalie bis 17. März
Druckanomalie bis 17. März - Die Westwindzone ist bis zum 17. März gesetzt © climatereanalyzer.org

Schaut man sich die Druckanomalien bis zum 17. März an, gibt es an der Westwetterlage nichts zu rütteln. Zu stark sind die Tiefdruckgebiete und jeglicher Widerstand wird im wahrsten Sinne des Wortes platt gebügelt. Man erkennt aber übe der Polarregion einen ansteigenden Luftdruck, was zu den angedeuteten Veränderungen führen kann.

Einige der Kontrollläufen zeigen ganz gut, was eine strukturelle Veränderung innerhalb des Polarwirbels für Folgen auf das Wetter über Mitteleuropa haben kann. Das wird in den kommenden Tagen genauer zu beobachten sein. Gelingt die Strukturveränderung aber nicht, bleibt es in der letzten März-Dekade windig und unbeständig.

Strukturelle Veränderungen innerhalb des Polarwirbels?
Berechnung Großwetterlage nach Kontrolllauf: Strukturelle Veränderungen innerhalb des Polarwirbels? © www.meteociel.fr

Zusammenfassung:

Der turbulente, windige, nasse und zu Unwetter neigende Wettercharakter bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum 16./17. März erhalten. Erst darüber hinaus zeigen sich vorsichtige Signale einer Wetterumstellung, welche sowohl in die frühlingshaft milde, als auch spätwinterlich nasskalte Richtung gehen können. Die Entwicklung des Polarwirbels wird mit entscheidend sein.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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