Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 04.03.2019 - Viel Wind und viel Regen mit erhöhtem Unwetterpotential

Stürmische Winde und unwetterartige Wetterereignisse. Die aktuelle Westwindzirkulation lässt keine Frühlingsgefühle aufkommen und auch darüber hinaus zeigt sich der Wettercharakter alles andere als frühlingshaft.

Stürmische - bis hin zu orkanartigen - Windböen sind gerade ein sehr aktuelles Thema. Ausgelöst werden die Starkwindereignisse von einer von der Nordsee über die Ostsee ziehenden Randtiefentwicklung. Begleitet wird das Sturmtief von starker Bewölkung und zeitweiligen - örtlich mit Gewittern durchsetzen - Niederschlägen. Mehr dazu in der aktuellen Windprognose.

Im weiteren Wochenverlauf ändert sich an der Großwetterlage nicht allzu viel. Kurzzeitig können zur Wochenmitte mit Hilfe einer kräftigen Vorderseitenanströmung mit +15 bis +20 Grad sehr warme Luftmassen nach Deutschland geführt werden, doch ist die Zeitspanne der frühlingshaft milden Temperaturwerte nur von kurzer Dauer. Nachfolgend rauscht das nächste Sturmtief über Deutschland hinweg. Es bleibt turbulent und abwechslungsreich. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage für das Wetter März 2019.

Der Frühling 2019 bleibt stürmisch und turbulent
Der Frühling 2019 bleibt stürmisch und turbulent

Langweilig wird das Wetter nicht

Im Zeitraum vom 5. bis 14. März zieht ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen über Mitteleuropa hinweg und sorgt über Deutschland, Österreich und der Schweiz für einen abwechslungsreichen, windigen und unbeständigen Wettercharakter. Nähert sich ein Tief, so wird es mit Hilfe der Vorderseitenanströmung kurzzeitig milder - örtlich auch frühlingshaft mild - doch mit der abziehenden Tiefdruckfront können kältere Luftmassen zugeführt werden, was neben stürmischen Winden auch für Graupelschauer bis auf tiefere Lagen herab ermöglichen kann.

Zeit der Stürme

Starkwindereignisse werden für den 4./5. März, 8./11. März und 14. März berechnet. Insbesondere der Zeitraum vom 8. bis 11. März könnte es nach einigen Berechnungen in sich haben und für ein stark erhöhtes Unwetterpotential sorgen.

Der Grund ist eine von Neufundland bis nach Skandinavien verlaufende Tiefdruckrinne, an dessen südlichen Gradienten sich gleich mehrere Schnellläufersysteme ausbilden können. Ob diese aktiv-dynamische Wetterentwicklung tatsächlich so kommt, bleibt abzuwarten - zum aktuellen Stand aber ist sie wahrscheinlich und wird von den Prognose-Modellen seit ein paar Tagen gestützt.

Orkan zum Wechsel in die zweite März-Dekade?
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Orkan zum Wechsel in die zweite März-Dekade? © www.meteociel.fr

Zeit der Niederschläge

Der Februar war mit seiner Hochdruckdominanz nicht nur zu warm, sondern auch zu trocken. Aus dieser Erhaltungsneigung entwickelt sich im März ein Ausgleichsverhalten. Die bis zum 14. März simulierten Niederschlagssummen betragen über dem Norden und Westen zwischen 30 bis 60 l/m² und über dem Süden zwischen 15 bis 30 l/m². In den Staulagen der Alpen können zwischen 60 bis 120 l/m² an Niederschlag zusammenkommen. Die Niederschlagsberechnungen mögen sich - aufgrund der dynamischen Wetterentwicklung - in den kommenden Tagen noch verändern, doch zeigt sich eines relativ deutlich: Bis zur Monatsmitte könnte in einigen Regionen bereits das Monatssoll von 57 l/m² erreicht worden sein.

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Zeit für normale Temperaturen

Der Februar 2019 war der 11. zu warme Monat in Folge. Der März ist noch jung und hat aktuell eine Abweichung von +3,2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert vorzuweisen. Doch das ändert sich bis zur Monatsmitte. Die Temperaturen pendeln sich mit durchschnittlichen Werten von +5 bis +9 Grad auf jahreszeit-typische Werte ein. Anders formuliert wird der Überschuss bis zur Monatsmitte zwar abgebaut werden können, doch bleibt die Abweichung mit hoher Wahrscheinlichkeit im positiven Bereich.

Wann kommt der Frühling?

Die Wolken und der Niederschlag tun der Vegetation gut. So fehlt noch einiges an Niederschlag, um das Defizit aus dem Jahre 2018 auszugleichen. Aus dieser Sicht ist das westlich orientierte Atlantikwetter eine willkommene Entwicklung. Doch gibt es derzeit viele Anfragen, wann sich der Frühling denn durchsetzen wird.

Der Frühling 2019 muss sich nach den Kontrollläufen noch einige Zeit in Geduld üben. Denn über die gesamte zweite März-Dekade hinweg zeigt sich nur wenig Spielraum für Veränderungen. Der Westdrift ist entsprechend gut ausgebildet und geht von einem Ausgleichsverhalten in eine Erhaltungsneigung über. Erst wenn diese Phase vorbei ist, hat der Frühling seine Chancen, was in der letzten März-Deakde, bzw. Anfang April der Fall sein könnte.

Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe erstreckt sich am 12. März zwischen +0 bis +11 Grad (Mittelwert: +5 Grad über dem Süden und Osten und +7 Grad über dem Westen und Norden) und am 19. März zwischen -3 und +13 Grad (Mittelwert: +4 Grad über dem Süden und Osten und +7 bis +8 Grad über dem Norden und Westen).

Die Niederschlagsneigung wird für den gesamten Zeitraum als mäßig erhöht berechnet.

Diagramm Temperaturen März 2019 vom 04.03.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Wetterprognose des Langfristmodells für den Frühling und Sommer 2019: Normal bis zu warm

  • Das Langfristmodell berechnet in seiner aktuellen Wetterprognose den Frühling 2019 mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm. Die Niederschlagsentwicklung ist gegenüber dem Sollwert unauffällig und im Trend etwas zu trocken.
  • Für den Sommer 2019 wird - zum aktuellen Stand - eine Abweichung der Temperaturen von -0,5 bis +1 Grad im normalen bis leicht zu warmen Bereich berechnet. Die Niederschlagsentwicklung zeigt sich unauffällig.
Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer 2019 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
März 2019 +2 bis +3 Grad Trend: normal
April 2019 +1 bis +2 Grad Trend: zu trocken
Mai 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal
Juni 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: etwas zu trocken
Juli 2019 +0,5 bis +1,5 Grad Trend: normal
August 2019 -0,5 bis +0,5 Grad Trend: normal bis leicht zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2019 vom 04.03.2019
Diagramm der Temperaturprognose Frühling und Sommer 2019

Zusammenfassung:

Wer auf den Frühling wartet muss sich in Geduld üben. Die eingefahrene Struktur der westlichen Grundströmung bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zur Monatsmitte erhalten. Erst darüber hinaus gibt es einen Spielraum für andere Wetterentwicklungen, wenngleich die Optionen - zum aktuellen Stand - für eine weiter andauernde Westwetterlage bis zum 20. März höher einzustufen ist.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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