Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 03.03.2019 - Der Atlantik tobt und der Frühling muss sich gedulden

Unwetterartige Starkwindereignisse sind im Verlauf der kommenden Woche zu erwarten. Der Grund hierfür ist eine entfesselte Westwindzirkulation, welche das Wetter im ersten Frühlingsmontag nachhaltig beeinflussen könnte.

Kräftiger Wind, stürmische Windböen bis hin zu orkanartigen Winden. Die kommende Woche hat einiges zu bieten. Besonders heftig kann der Wind am Rosenmontag in Erscheinung treten. Windböen von 50 bis 80 km/h sind möglich und über exponierten Lagen können die Windgeschwindigkeiten auch über 100 km/h erreichen. Mehr dazu in der aktuellen Windprognose.

Deutschland befindet sich im Wochenverlauf am südlichen Gradienten einer stabilen Tiefdruckrinne von Neufundland, über Island bis nach Skandinavien verlaufend. Infolge zieht ein kräftiges Tiefdruckgebiet nach dem anderen über Deutschland, Österreich und der Schweiz hinweg. Mal mit Wind, Sturm und Regen - der kurzzeitig auch von Graupelschauer und Gewittern begleitet werden kann - und mal mit einer warmen Vorderseitenanströmung mit Temperaturen von +14 bis +18 Grad und örtlich bis +22 Grad. Aprilwetter im März! Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage für das Wetter März 2019.

Das Atlantikwetter tobt und sorgt über Deutschland für ein turbulentes Frühlingswetter
Das Atlantikwetter tobt und sorgt über Deutschland für ein turbulentes Frühlingswetter

Der Atlantik tobt

Anders lässt sich das, was beide Wettermodelle derzeit in ihren Wettervorhersagen berechnen nicht zusammenfassen. Der Grund für diese außergewöhnliche Wetteraktivität ist schnell gefunden. Kalte Luftmassen strömen auf den Atlantik und versuchen auch über Skandinavien Fuß zu fassen. Doch so einfach ist es nicht. Bedingt durch die Temperaturunterschiede werden die atlantischen Tiefdruckgebiete gleich doppelt mit Energie versorgt. Einmal auf dem Atlantik und ein zweite Mal über Skandinavien.

Das führt zu regelrecht explosionsartigen Randtiefentwicklungen, welche mit ihren Sturmtiefentwicklungen auf Mitteleuropa zurasen. Anders formuliert wird sich bis zum 13. März an der windigen, nassen und zu Unwettern neigenden Großwetterlage wenig verändern. Die Westwetterlage hat alles fest im Griff.

Stürmische Zeiten stehen Deutschland bevor
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Stürmische Zeiten stehen Deutschland bevor © www.meteociel.fr

Viel Niederschlag

Bis zum 13. März werden vom amerikanischen und europäischen Vorhersage-Modell Niederschlagssummen von 15 bis 40 l/m² und über dem Westen bis 60 l/m² simuliert. Über Staulagen sind bis 80 l/m² möglich. Anders sieht die Situation über den sog. Lee-Gebieten (Regenschattenseiten) aus. Bei starkem Wind ist in diesen Regionen mit weniger Niederschlag zu rechnen. Simuliert werden 10 bis 20 l/m².

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Normale Temperaturverhältnisse

Mit einer entsprechenden Vorderseitenanströmung können die Temperaturwerte kurzzeitig kräftig ansteigen und für Kopfschmerzwetter sorgen, doch die warmen Werte können sich nicht behaupten. Vielmehr pendeln sich die Temperaturen im Zeitraum vom 5. bis 13. März auf Werte von +6 bis +11 Grad ein. Das entspricht weitgehend dem Jahreszeit-typischen Bereich.

Wie lange hält die Westwetterlage an - und wann kommt der Frühling?

Beide Wettermodelle zeigen in ihren Prognosen Tendenzen einer Wetterberuhigung ab dem 15. März. Das ist zum aktuellen Stand aber eine noch sehr vage Wetterprognose. Entscheidend wird sein, ob das Azorenhoch die ganze Zeit über passiv bleiben wird, oder ob es sich nach Norden aufwölbt.

Sollte es sich aber tatsächlich nach Norden aufwölben können, so wird man auf den Frühling noch etwas warten müssen. Warum? Die Tiefdruckdynamik wird auf dem Atlantik verringert und müssen weiter nach Norden ausweichen. Im weiteren Verlauf tropfen diese über Mitteleuropa nach Süden ab. Infolge daraus wäre eine nasskalte Nordwest- bis Nordwetterlage um die Monatsmitte nicht auszuschließen.

Schneefall bis in tiefer Lagen?

Damit es Mitte März nochmals zur Ausbildung einer Schneedecke bis in tiefere Lagen kommt, müssten die Höhentemperaturen auf bis -12 Grad absinken. Das ist außergewöhnlich, passiert aber manchmal. Doch von langer Dauer ist das nicht. Was hingegen häufiger vorkommt, sind Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen und beide Wettermodelle stellen eine solche - nasskalte - Wetterentwicklung zur Monatsmitte in Aussicht.

Nasskalte Nordwestwetterlage mit Schnee- und Graupelschauer?
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Nasskalte Nordwestwetterlage mit Schnee- und Graupelschauer? © www.meteociel.fr

Wetter ohne Pause

Die Kontrollläufe berechnen im Zeitraum vom 4. bis 18. März durchweg eine Großwetterlage, die man als Vollwetter bezeichnen kann. Ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen jagt über Deutschland hinweg und sorgt für reichlich Niederschlag. Wetterberuhigte Pausen sind so gut wie nicht auszumachen, von einer stabilen und frühlingshaften Wetterentwicklung ganz zu schweigen. Anders formuliert hat der Frühling auch in der zweiten März-Dekade schlechte Karten.

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Das Temperaturspektrum liegt am 10. März zwischen +0 bis +12 Grad (Mittelwert: +8 Grad) und am 17. März zwischen -0,5 bis +15 Grad (Mittelwert: +5 Grad über dem Süden, sonst zwischen +6 bis +7 Grad). Der Mittelwert entspricht dem langjährigen Durchschnittswert.

Diagramm Temperaturen März 2019 vom 03.03.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Wetterprognose des Langfristmodells für den Frühling und Sommer 2019: Leichte Korrekturen

  • Das Wetter im März 2019 wird nach der aktuellen Wetterprognose des Langfristmodells gegenüber den letzten Vorhersagen noch wärmer simuliert. Die Abweichung beträgt gegenüber dem langjährigen Mittelwert +2 bis +3 Grad. Die Niederschlagsberechnung normalisiert sich weiter und zeigt kaum Auffälligkeiten gegenüber dem langjährigen Sollwert.
  • Das Wetter im April wird mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad leicht bis deutlich zu warm berechnet. Die Niederschlagsprognose fällt deutlich zu trocken aus.
  • Für das Wetter im Mai berechnet das Langfristmodell mit -0,5 bis +1 Grad eine normale bis leicht zu milde Temperaturabweichung. Die Niederschlagsprognose ist im Vergleich zum Sollwert unauffällig.
  • Für die Sommermonate Juni, Juli und August haben sich gegenüber den letzten Tagen keine Veränderungen ergeben. Der Juli könnte mit einer Differenz von +0,5 bis +1,5 Grad der wärmste Sommermonat werden. Etwas zu trocken könnte der Juni ausfallen, sonst sind keine Auffälligkeiten zu erkennen.
Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer 2019 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
März 2019 +2 bis +3 Grad Trend: normal
April 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: zu trocken
Mai 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal
Juni 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: etwas zu trocken
Juli 2019 +0,5 bis +1,5 Grad Trend: leicht zu nass
August 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2019 vom 03.03.2019
Diagramm der Temperaturprognose Frühling und Sommer 2019

Zusammenfassung:

Viel Wind und viel Niederschlag ist mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum 13. März zu erwarten. Ob es dem Azorenhoch anschließend gelingt sich nach Norden aufzuwölben und den Wettercharakter zu beruhigen, bleibt noch abzuwarten. Der Frühling hat aber - zum aktuellen Stand - sowohl in der ersten, wie auch zweiten März-Dekade schlechte Karten.

Umso mehr verwundert die Wetterprognose März des Langfristmodells mit einer normalen Niederschlagsentwicklung und einer deutlich zu warmen Temperaturabweichung. Möchte man das aber interpretieren, so geht das Langfristmodell ab dem 15./20. März von einer hochdruckdominierten Großwetterlage aus, welche bis in den April hinein anhaltend sein kann.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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