Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 27.02.2019 - Der Frühling hat seine Probleme - Nach dem Sturm Schneeschauer?

Erst der Sturm, dann Schneeschauer? Die Wetterprognosen der Wettermodelle bestätigen den Wettertrend der letzten Tage. Das Wetter im März wird zunehmend ungemütlicher und auch kälter.

Das Hochdrucksystem verliert in den kommenden Stunden an Einfluss und zieht sich am Donnerstag nach Süden zurück. Das eröffnet den Tiefdruckgebieten einen größeren Spielraum sich nach Deutschland auszudehnen und neben starker Bewölkung auch für Niederschläge zu sorgen.

Ein Wetterwechsel kündigt sich an, welcher im Zeitraum vom 3. und 4. März für unwetterartige Starkwindereignisse sorgen kann. Der Grund für die turbulente Wetterentwicklung ist der atlantischen Frontalzone zu verdanken, welche sich über Skandinavien positioniert und an ihren südlichen Gradienten sog. Randtiefentwicklungen, bzw. Schnellläufersysteme zulässt. Das ist eine sehr dynamische Wetterentwicklungen, bei der es innerhalb kürzester Zeit zu stärkeren Veränderungen kommen kann.

Ob also am Rosenmontag ein Orkan über Deutschland hinwegfegen wird, bleibt noch abzuwarten. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist - zum aktuellen Stand - als hoch zu bewerten. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage für das Wetter März 2019.

Stürmisches und turbulentes Wetter zum Start in den Frühling
Stürmisches und turbulentes Wetter zum Start in den Frühling

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Der Winter wagt sich vor

Turbulente bzw. aktiv-dynamische Wetterentwicklungen haben oftmals einen gewissen Überraschungseffekt. Die Zugbahnen der Tiefdruckgebiete können sich mit den Randtiefentwicklungen verändern und verstärken - oder auch abschwächen.

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Nord- bis Nordwestwetterlage

Die atlantische Frontalzone positioniert sich bis zum 5. März über Skandinavien und verlagert sich zum 6. März weiter über die Barentssee. Gleichzeitig reißt auf dem Atlantik der Zustrom weiterer Tiefdruckgebiete ab. Diese Gelegenheit nützt das Azorenhoch, um sich auf dem Atlantik nach Norden aufzuwölben und über Deutschland, Österreich und der Schweiz im Zusammenspiel mit dem Tiefdruckwirbel über der Barentssee für eine nordwestliche Grundströmung zu sorgen.

Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer

Bei einer hohen Tiefdruckaktivität mit einer erhöhen Niederschlagsneigung gelangen kühlere Luftmassen nach Deutschland, was die Tageswerte mit +2 bis +7 Grad in einem für die Jahreszeit typischen Bereich absinken lassen kann. Da aber in der Höhe kältere Luftmassen zugeführt werden, können die Schauer bis in tiefere Lagen als Schnee- oder Graupelschauer niedergehen. An diesem nasskalten Wettercharakter ändert sich bis zum 13. März nur wenig.

Nasskaltes Wetter zum Start in den Frühling
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Nasskaltes Wetter zum Start in den Frühling © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Jahreszeit typische Wetterentwicklung

Im Zeitraum vom 4. bis 8. März ziehen nach der Wettervorhersage des europäischen Prognose-Modells immer wieder Tiefdruckgebiete über Deutschland hinweg. Die Grundströmung dreht auf westliche Richtungen und spürbar kühlere Luftmassen werden nach Deutschland, Österreich und der Schweiz geführt. Die Tageswerte gehen auf +4 bis +8 Grad zurück und der eine oder andere Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer wäre nach dieser Wettervorhersage nicht auszuschließen.

Nasskaltes Frühlingswetter
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Nasskaltes Frühlingswetter © www.meteociel.fr

Viel Regen und Schnee

Die Niederschlagssummen werden bis zum 8. März über dem Norden mit 10 bis 30 l/m² im mäßig hohen und über dem Süden mit 15 bis 40 l/m² und örtlich bis 80 l/m² im hohen Bereich simuliert. Die Schneefallgrenze sinkt über dem Osten phasenweise auf bis 200 Meter ab und pendelt sich über dem Süden auf 600 bis 900 Meter ein. Für die höheren Lagen bedeutet das im Zeitraum vom 5. bis 8. März ordentlichen Neuschneezuwachs. Mehr dazu in der aktuellen Schneeprognose.

Schneeprognose
Neuschneezuwachs in den höheren Lagen möglich - Schneeprognose © windy.tv

Deutlich kälteres Wetter

Der Februar erreicht aktuell Temperaturen, welche gegenüber dem langjährigen Mittelwert um 8 bis 13 Grad zu warm sind. Es bedarf also nicht viel, um für kältere Temperaturwerte zu sorgen. Bestätigt wird der Temperaturrückgang in der ersten März-Dekade von den Kontrollläufen. Der Mittelwert sinkt bis zum 6. März auf ein Jahreszeit-typisches Niveau ab und hat darüber hinaus Tendenzen leicht zu kühl auszufallen.

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Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 6. März zwischen +0 bis +10 Grad (Mittelwert: +6 bis +7 Grad über dem Norden und Westen und +4 bis +5 Grad über dem Süden und Osten) und am 13. März zwischen -1 und +11 Grad (Mittelwert: +3 Grad über dem Süden und Osten und +7 Grad über dem Norden und Westen). Die Frostgrenze schwankt zwischen 600 bis 900 Meter.

Diagramm Temperaturen März 2019 vom 27.02.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Der Frühling 2019 hat seine Probleme

Schaut man such die Druckanomalien, so bestätigt sich der westlich dominierte Wettertrend. Phasenweise sind auch kältere Einschübe aus nordwestlichen Richtungen möglich. Die frühlingshaft milde Hochdruckdominanz aus dem Februar findet definitiv ihr Ende und das Wetter kehrt mehr zu normalen Verhältnissen zurück.

Druckanomalie bis 9. März
Druckanomalie bis 9. März - Gute ausgebildete Westwetterlage © climatereanalyzer.org

Zusammenfassung:

Der Wetterwechsel kommt und sorgt im Zeitraum vom 3. bis 4. März für kräftigen Wind mit erhöhtem Potential für unwetterartige Wetterereignisse. Anschließend wird es spürbar kälter und das Temperaturspektrum passt sich mehr und mehr dem Jahreszeit-typischen Wert an. Im Zeitraum vom 1. bis 14. März ist mit einem weitgehend unbeständigen Wettercharakter zu rechnen. Örtlich kann das Monatssoll an Niederschlägen bereits zur Monatsmitte erreicht werden.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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