Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 26.02.2019 - Orkanartige Winde und reichlich Niederschlag

Orkanartige Windböen zum Karneval? Die aktuellen Wetterprognosen der Wettermodelle bestätigen den Wettertrend der letzten Tage - von einem Extrem in das andere!

Hoher Luftdruck dominiert das Wetter noch bis zum 27. Februar. Die Temperaturen steigen weiter an und erreichen verbreitet frühlingshaft milde +14 bis +18 Grad. Örtlich sind bis +20 Grad möglich. Das ist für einen Februar außergewöhnlich, doch ist vom Rekord aus dem Jahre 1900 mit +23,1 Grad noch etwas entfernt

Apropos Rekord. Die aktuelle Abweichung der Februarwerte gegenüber dem langjährigen Mittelwert liegt aktuell bei +3,2 Grad. Diese Abweichung sollte in den kommenden Tagen noch etwas ansteigen können, doch der Rekord aus dem Jahre 1990 mit einer Abweichung von +5,3 Grad wird weiterhin Bestand haben.

Bereits am 28. Februar schlägt der Wettercharakter um. Die Wolken und die Niederschlagneigung nimmt zu und auch der Wind frischt zunehmend aus westlichen Richtungen kommend auf. Anfang März verlagert sich die atlantische Frontalzone mehr in Richtung Skandinavien und sorgt über Deutschland für einen unbeständigen Wettercharakter, welcher am 3. und 4. März auch zu schweren Sturmböen bis hin zu orkanartigen Winden führen kann. Der Wetterumschwung kommt in die Gänge - örtlich auch mit erhöhtem Potential für unwetterartige Wetterereignisse. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage für das Wetter März 2019.

Stürmischer Start in den Frühling
Stürmischer Start in den Frühling

Stürmische Karnevalszeit

Der Wettertrend der letzten Tage wird heute - von beiden Vorhersage-Modellen - gestützt. Die atlantische Frontalzone positioniert sich zum 3. März über Skandinavien. An deren südlichen Gradienten entstehen sog. Randtiefsysteme, welche im Zeitraum vom 3. bis 5. März über Deutschland hinwegziehen. War dieses Ereignis in den letzten Tagen noch unsicher, so steigt die Eintreffwahrscheinlichkeit von Starkwindereignissen rund um die Karnevalszeit heute weiter an. Da es sich aber um ein aktiv-dynamischen Vorgang handelt, können sich in den kommenden Stunden noch Veränderungen ergeben.

Stürmisches Wetter zum Karneval
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Stürmisches Wetter zum Karneval? © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Keine Zeit für Pausen

Die Hochdruckdominanz wird nach der Wettervorhersage des amerikanischen Vorhersage-Modells Ende Februar definitiv beendet und die atlantischen Tiefdruckgebiete greifen auf Mitteleuropa über. Die Tiefdruckrinne etabliert sich im Bereich von Neufundland und Skandinavien.

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Ein Tief nach dem anderen

Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen am südlichen Gradienten der Tiefdruckrinne und so jagt ein System nach dem anderen über Mitteleuropa hinweg. Mal mit einer milden Vorderseiten- und mal mit einer kühleren Rückseitenströmung. Ist die Wetteraktivität entsprechend hoch, sind unter Umständen Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen nicht auszuschließen.

Viel Regen und zurückgehende Temperaturen

Die Temperaturen gehen im Mittel auf +5 bis +10 Grad zurück und bei einem kräftigen - teils auch stürmischen Wind - sind im Zeitraum vom 3. bis 13. März immer wieder Niederschläge zu erwarten. Simuliert werden bis zum 13. März Niederschlagssummen von 15 bis 30 l/m² und örtlich bis 50 l/m². In manchen Regionen werden bis 80 l/m² berechnet. Das Monatssoll für einen durchschnittlichen März liegt bei 57 l/m².

Westwetterlage bis in die zweite März-Dekade hinein
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Westwetterlage bis in die zweite März-Dekade hinein © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Gemäßigt unbeständig

Zwar berechnet das europäische Prognose-Modell in seiner aktuellen Wettervorhersage im Zeitraum vom 3. bis 5. März ein erhöhtes Potential für Starkwindereignisse, doch kann sich die atlantische Frontalzone im Zeitraum vom 5. bis 8. März nicht über Skandinavien behaupten. Stattdessen setzt sich eine gradientenschwache Wetterlage durch.

Nasskalt und unbeständig

Infolge daraus ist bei wechselnder bis starker Bewölkung immer wieder mit Niederschlägen zu rechnen und bei schwachen Windbewegungen gehen die Temperaturen auf +3 bis +8 Grad zurück. Bis zum 8. März werden mit 10 bis 20 l/m², örtlich bis 40 l/m² und in Staulagen bis zu 80 l/m² ähnlich hohe Niederschlagsmengen berechnet.

Die Dynamik wird schwächer berechnet, doch fällt auch in dieser Wetterprognose der Start in den Frühlings ins Wasser
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Die Dynamik wird schwächer berechnet, doch fällt auch in dieser Wetterprognose der Start in den Frühlings ins Wasser © www.meteociel.fr

Abwechslungsreiches Frühlingswetter

Anfang März erfolgt der erste markante Temperaturrückgang, welcher aber mit einer Abweichung von 2 bis 4 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert noch immer zu warm ist. Ab dem 5. März berechnen die Kontrollläufen einheitlich einen Rückgang der Mittelwerte auf einen Jahreszeit-typischen Bereich. So schwankt das Spektrum bspw. am 10. März zwischen +1 bis +16 Grad bei einem Mittelwert von +7 bis +8 Grad.

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Reichlich Niederschlag

Die Niederschlagswahrscheinlichkeit steigt vom 1. bis 4. März an und erreicht vom 4. bis 6. März einen vorläufigen Höhepunkt. Darüber hinaus verbleibt die Niederschlagswahrscheinlichkeit bis zum 14. März in einem mäßig erhöhten Bereich.

Diagramm Temperaturen März 2019 vom 26.02.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Starkes Tauwetter

Trotz der hohen Temperaturen hat sich das Tauwetter in den letzten Tagen mit Hilfe des niedrigen Taupunktes im Maßen gehalten. Das ändert sich nun mit einen stürmischen Wind und dem Niederschlag. Die Temperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe gehen auf 0 Grad zurück. Darunter ist mit einem mäßigen bis starken Tauwetter zu rechnen, was der Schneedecke im Bereich von 700 bis 1.200 Meter ordentlich zusetzen kann.

Zusammenfassung:

Die Großwetterlage Anfang März stellt sich um und eine stürmische Wetterentwicklung wird zum Karneval zunehmend wahrscheinlicher. Ob daraus eine ganze Sturmtiefserie entsteht oder nicht, gilt es in den kommenden Tagen zu verifizieren. Beide Wettermodelle - und auch die Kontrollläufe - stimmen weitgehend darüber überein, dass in manchen Regionen das Monatssoll zur Monatsmitte bereits erreicht werden kann. Von einem Extrem in das nächste!

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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