Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 25.02.2019 - Windiger und regnerischer Start in den Frühling

Sturm, Wind und Regen. Die Wetteraussichten für den Start in den Frühling sind alles andere als stabil zu bewerten.

Die restlichen Februar-Tage verlaufen ohne größere Aufregung. Häufig kommt die Sonne zum Vorschein und die Temperaturen steigen bis zum Mittwoch auf außergewöhnliche +14 bis +18 Grad und örtlich bis +20 Grad. Das ist schon nahe an frühsommerlich warmen Werten dran.

Doch so bleibt es nicht. Bereits zum 1. März nähern sich die ersten Tiefdruckausläufer Deutschland und sorgen für einen zunehmend unbeständigeren Wettercharakter. So richtig ungemütlich könnte es dann im Zeitraum vom 4. und 5. März werden, wenn die atlantische Frontalzone auf Deutschland übergreift. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage für das Wetter März 2019.

Wetterwechsel zum Frühlingsbeginn
Wetterwechsel zum Frühlingsbeginn

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Frontalzonenwetter

Die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells zeigt sich auch heute wieder brachial. Das Tiefdruckzentrum positioniert sich bis zum 4. März über Skandinavien und dominiert bis zum 12. März das Wettergeschehen über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Kurzum: der Wetterwechsel ist nach dieser Simulation markant und nachhaltig.

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Viel Regen und Wind

Deutschland liegt am südlichen Gradienten der Tiefdruckrinne, was in raschen Abständen Tiefdruckausläufer über Deutschland hinweg geführt. Vorderseitig geschieht das mit milden Temperaturwerten, bevor mit einem abziehenden Frontensystem wieder kühlere Luftmassen zugeführt werden können. Zwischendurch sind auch Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nicht auszuschließen.

Als problematischer ist aber die Dynamik zu bewerten. Über den östlichen Kanada und Grönland werden sehr kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden auf den Atlantik geführt, was dort kräftige Tiefdruckgebiete entstehen lässt. Da sich das Hoch aber passiv auf die Azoren zurückzieht, sind sog. Schnellläufer, bzw. Randtiefentwicklungen nicht auszuschließen.

Aktiv-dynamisches Frühlingswetter
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Aktiv-dynamisches Frühlingswetter © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Turbulente Westwetterlage

Die grundsätzliche Wetterentwicklung ist nach der Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modells sehr ähnlich der des amerikanischen Prognose-Modells. Bis zum 3. März kippt das Hochdruckgebiet nach Süden weg, bzw. zieht sich zurück und die atlantische Frontalzone dehnt sich immer weiter in Richtung Skandinavien aus. Bis zum 5. März wird über dem skandinavischen Raum Position bezogen und auf dem Atlantik entsteht eine sehr aktive Tiefdruckrinne.

West bis Südwest

Im Detail ist die Grundströmung nach dem europäischen Vorhersage-Modell anders zu bewerten. Der Tiefdruckschwerpunkt bewegt sich zwischen Island und dem europäischen Nordmeer. In Folge daraus geraten Deutschland, die Schweiz und Österreich phasenweise in eine stramme und milde Südwestwetterlage. Durch den raschen Luftmassenwechsel sind nach dieser Prognose im Zeitraum vom 4. bis 6. März Starkwindereignissen nicht auszuschließen.

Kräftige Tiefdruckgebiete sorgen für einen abwechslungsreichen Frühlingsbeginn
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Kräftige Tiefdruckgebiete sorgen für einen abwechslungsreichen Frühlingsbeginn © www.meteociel.fr

Aktiv-dynamische Westwetterlage

Die Wahrscheinlichkeit einer aktiv-dynamischen (sehr windigen) Westwetterlage ist von Tag zu Tag höher einzustufen. Schaut man sich die nachfolgenden Druckanomalien an, so zeigt sich der Polarwirbel in guter Verfassung. Das Tiefdruckzentrum auf dem Atlantik ist sehr gut ausgebildet und lässt keine Lücke zum Tiefdruckzentrum über der Barent- und Karasee zu. Das spricht für ein westlich dominiertes Zirkulationsmuster.

Druckanomalie bis 7. März
Druckanomalie bis 7. März - Gute ausgebildete Westwetterlage © climatereanalyzer.org

Die Temperaturen gehen zurück

Auch das wird seit Tagen immer wieder von neuem bestätigt. Das viel zu hohe Temperaturniveau aus dem Februar kann sich in den ersten März-Tagen noch halten, doch ab dem 4. März sinkt der Durchschnittswert auf ein Jahreszeit-typisches Niveau ab. Das Temperaturspektrum schwankt im Zeitraum vom 5. bis 12. März zwischen +1 bis +14 Grad bei einem Mittelwert von +7 bis +8 Grad.

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Die Niederschlagsberechnung steigt ab dem 1. März vom leicht in den mäßig erhöhten Bereich an. Geht es nach den aktuellen Wetterprognose der Wettermodelle, so könnten bis zum 12. März Niederschlagssummen von 15 bis 30 l/m² und örtlich bis 50 l/m² erwartet werden. In manchen Berechnungen werden bis 80 l/m² in Aussicht gestellt. Anders formuliert ist mit einer nassen ersten März-Hälfte zu rechnen.

Diagramm Temperaturen März 2019 vom 25.02.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Wetterprognose der Langfristmodelle für den Frühling und Sommer 2019

Zeit mal wieder einen Blick auf die unterschiedlichen Wettervorhersagen der Langfristmodelle für den Frühling und Sommer zu werfen.

  • Der Wettertrend des CFSv2 Modells berechnet die Frühlingsmonate März, April und Mai mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad zu warm. Für den Sommer 2019 wird mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad eine weitgehend normale Temperaturabwicklung in Aussicht gestellt.
  • Geht es nach dem Wettertrend der NASA, so soll der Frühling mit einer Abweichung von -1 bis +0,5 Grad normal bis leicht zu kalt ausfallen. Vor allem der März und der April werden zu kalt berechnet. Der Start in den Sommer aber wird mit einem zu warmen Juni und Juli zu warm simuliert.
  • Die Langfristprognose des europäischen Vorhersage-Modells berechnet mit einer Abweichung von +0,25 bis +1 Grad einen normalen bis leicht zu milden Frühling 2019. Der Juni, Juli und August soll sich mit einer Abweichung von +0,25 bis +1 Grad ebenfalls im normalen bis leicht zu milden Spektrum abspielen können.

Zusammenfassung:

Der März erfährt in seinen ersten Tagen eine Normalisierung und das könnte nach den Berechnungen der Langfristmodelle eine nachhaltige Auswirkung auf den Frühling und Sommer 2019 haben. Mit entscheidend wird sein, ob sich die atlantische Frontalzone nachhaltig bis über Skandinavien stabilisieren kann. Dann würde - zumindest einmal weite Teile des Frühjahrs - sprichwörtlich ins Wasser fallen können. Man wird sehen. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:00 Uhr an dieser Stelle.

Update der Wetterprognose von 20:00 Uhr
Beide Vorhersage-Modelle stimmen heute Abend über einen Wetterwechsel Anfang März überein. Der hohe Luftdruck wird bis zum 1. März nach Süden verdrängt, während vom Atlantik sich die Tiefdruckgebiete Deutschland - langsam aber stetig - nähern.

Der Übergriff gelingt bis zum 4. März nur Phasenweise, anschließend aber setzt sich die atlantische Frontalzone nachhaltig durch und etabliert bis zum 12. März eine weitgehend westlich dominierte Großwetterlage.

Zurückgehende Temperaturen
Der aus westliche Richtungen kommende Wind führt kühlere Temperaturwerte nach Mitteleuropa, was die Tageswerte bereits zum 5. März auf +2 bis +7 Grad in den nasskalten Bereich zurückgehen lassen kann. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sind bis in tiefere Lagen nicht auszuschließen.

Stürmische Zeiten
Auch die Wetterprognosen von heute Abend bestätigen eine aktiv-dynamische Wetterlage. Ab dem 4. März (Rosenmontag) frischt der Wind stark bis mäßig auf und kann über exponierten Lagen und entlang der Küstenregionen zu stürmischen Windböen führen. Starkwindereignisse sind am 5., 6., 7., 10. und 13. März nicht auszuschließen.

Aktiv-dynamische Westwetterlage
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Aktiv-dynamische Westwetterlage © www.meteociel.fr


Bis zur Monatsmitte werden reichlich Niederschläge simuliert. In manchen Regionen könnte zur Monatsmitte bereits das Monatssoll erreicht werden.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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