Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 14.08.2018 - Unbeständiges Sommerwetter

Die Großwetterlage normalisiert sich über Mitteleuropa langsam. Das Skandinavienhoch ist weg und die atlantischen Tiefdrucksysteme streben in Richtung Nordeuropa. Für das Sommerwetter wird aber die letztliche Position entscheidend sein.

Die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik gewinnt in den kommenden Tagen an Dynamik und beeinflusst - phasenweise - auch das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz. An einer Tiefdruckvorderseite können zum Donnerstag sehr warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Norden geführt werden, was die Werte verbreitet über die +30 Grad Marke ansteigen lassen kann, bevor zu den späten Abendstunden und in der Nacht auf Freitag eine Gewitterfront Deutschland überquert und nachfolgend für einen Temperaturrückgang sorgen kann. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage August 2018.

Verantwortlich für das Auf und Ab der Temperaturen und dem dazugehörig unbeständigen Wettercharakter ist die atlantische Tiefdruckrinne, welche sich von Neufundland über Island und England bis nach Skandinavien erstreckt. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen aber größtenteils im Einflussbereich eines Hochdruckkeils, welcher sich von den Azoren über die Mittelmeerregion bis über das östliche Europa erstreckt.

Anders formuliert liegt Deutschland zwischen den Fronten der Tiefdrucksysteme und dem Hochdruckkeil. Entscheidend für den restlichen Verlauf des Sommers 2018 wird sein, wie weit die Frontalzone nach Osten vorankommt und wie sich der Hochdruckkeil dazu verhalten wird. Von afrikanischer Hitze bis hin zu einer Kaltluftdusche aus dem europäischen Nordmeer ist vieles möglich.

Sommer- oder Tiefdruckwetter, entschieden ist noch nichts
Sommer- oder Tiefdruckwetter, entschieden ist noch nichts

Amerikanisches Prognosemodell: Wenig stabiles Sommerwetter

Nach der aktuellen Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells, halten sich die Frontensysteme in Schach. Weder der Hochdruckkeil, noch die atlantische Frontalzone weicht entscheidend zurück, so dass im Zeitraum vom 19. bis 30. August mit einer überwiegend unbeständigen Südwestwetterlage gerechnet werden kann.

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Bei einer Südwestwetterlage ist das Wetter über dem Norden und Westen grundsätzlich unbeständiger und auch etwas kühler als über dem Süden und Osten zu bewerten und zählt auch zu den klassischen Sommerwetterlagen.

Um den 25. August herum zeigt sich aber die Möglichkeit für die Ausdehnung eines autarken Hochdrucksystems über Mitteleuropa, was für heiße Temperaturen sorgen könnte. Solch eine Variante haben die Wettermodelle in den letzten Tagen immer wieder einmal berechnet, doch ist deren Eintreffwahrscheinlichkeit zum aktuellen Stand als gering - aber höher als eine Kältewelle - einzustufen.

Polarwirbelberechnung August

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Vorhersagemodell: Hoher Luftdruck über Mitteleuropa könnte für einen warmen Spätsommer sorgen © www.meteociel.fr

Europäisches Vorhersagemodell: Kein stabiles Sommerwetter

Der Wettertrend des europäischen Vorhersagemodells berechnet eine ganz ähnliche Wetterentwicklung wie das amerikanische Modell. Jedoch mit dem Unterschied, dass sich zum 23. August über England ein Hochdruckzentrum ausbilden kann. Bis es aber soweit ist, liegen Deutschland, die Schweiz und Österreich in einer südwestlich orientierten Grundströmung - wechselhaft, unbeständiges, aber warmes Sommerwetter.

Mit dem Hoch über England aber gelangt Mitteleuropa nachfolgend auf die östliche Gradientenseite, was aus nördlichen Richtungen kühle Luftmassen nach Süden führen kann.

Polarwirbelberechnung August

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Prognosemodell : Der Charakter des Sommerwetters wandelt sich zum unbeständigen Wettercharakter © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Einheitlich uneinheitlich

Die Wetterprognosen der Wettermodelle zeigen sich zum aktuellen Stand relativ einheitlich. Unbeständiges aber warmes Sommerwetter und zum 24./25. August ist ein autarkes Hochdrucksystem möglich, doch ist dessen Position entscheidend, wie der Spätsommer 2018 ausfallen kann.

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Die Kontrollläufe verändern ihren Wettertrend der letzten Tage kaum. Der Mittelwert liegt im Zeitraum vom 20. bis 30. August weitgehend um den vieljährigen Durchschnittswert und fällt im Trend etwas zu warm aus.

Das Temperaturspektrum liegt am 21. August zwischen +17 bis +32 Grad (Mittelwert: +24 bis +27 Grad ), am 25. August zwischen +16 bis +32 Grad (Mittelwert: +22 bis +23 Grad) und am 29. August zwischen +14 bis +30 Grad (Mittelwert: +23 Grad).

Die Niederschlagsprognose wird nach den Kontrollläufen ab dem 18. August über dem Norden und Osten leicht erhöht und über dem Süden und Westen als schwach bewertet. Länger andauernder Landregen, oder flächendeckender Regen ist somit im letzten August-Drittel zum aktuellen Stand weniger wahrscheinlich.

Diagramm Temperaturen August 2018 vom 14.08.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe August 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wettertrend Sommer 2018 nach dem Langfristmodell: August zu trocken und zu warm

Der Wettertrend zu normalen Temperaturwerten bleibt für die verbleibenden Augusttage bestehen und so verändert sich auch kaum mehr was in der Wetterprognose des Langfristmodells. So liegt die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert weiterhin mit +1 bis +2 Grad im zu warmen Bereich. Zum Vergleich: der August 2017 hatte eine Abweichung von +1,4 Grad vorzuweisen.

In den zurückliegenden Tagen konnte der August ein Temperaturüberschuss von +5,5 Grad aufbauen. Sollten sich die Werte nun normalisieren, so könnte der August am Ende um etwa +2 Grad zu warm ausfallen.

Aktuell hat der August erst zu 25 Prozent sein Niederschlagssoll erfüllt. Dass die Trockenheit noch etwas anhalten kann, stützt auch das Langfristmodell mit einer deutlich negativen Niederschlagsentwicklung im August.

Abweichungen der Temperaturen im Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
Juni 2018 +2,4 Grad Deutlich zu trocken
Juli 2018 +3,4 Grad Trend: Deutlich zu trocken
August 2018 +1 bis +2 Grad Trend: leicht bis deutlich zu trocken

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2018 vom 14.08.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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