Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 29.07.2018 - Sommerwetter in der ersten August-Dekade

Ist ein Ende der Hitzewelle in Sicht? Die Prognosemodelle sind sich in ihren Wettervorhersagen noch nicht ganz einig, ein Wettertrend ist aber auszumachen.

Bis Ende Juli bleibt der sommerliche Wettercharakter mit heißen Werten von +27 bis +32 Grad und örtlich bis +35 Grad weitgehend erhalten und die Niederschlagsneigung ist als gering einzustufen. Anfang August aber nähert sich ein Tiefdruckausläufer und sorgt am 1. und 2. August für eine von Westen nach Ost erhöhte Neigung zu Schauern und Gewittern, welche am Donnerstag über dem Osten auch örtlich länger andauernd ausfallen können.

Am 3. und 4. August aber dominiert nach der aktuellen Wettervorhersage wieder eine Hochdruckzone das Wettergeschehen über Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einem überwiegend sommerlichen Wettercharakter. Die Temperaturen können Anfang August etwas zurückgehen, steigen aber bis zum 4. August wieder auf ein hochsommerliches Niveau an.

Islandtief gegen Skandinavienhoch

Die Störeinflüsse Anfang August stammen von einem kräftigen Tiefdruckzentrum über Island, welches alles daran setzt, sich weiter nach Osten zu positionieren. Doch das Skandinavienhoch - mit seiner nach Süden verlaufenden Hochdruckzone - kann sich gegen das Anrennen der Tiefdrucksysteme erwehren. Ob Deutschland aber mehr in den Einflussbereich der Tiefdrucksysteme gelangen kann, wird im Detail davon abhängen, wie sich die Wettersysteme zueinander positionieren - wenige hundert Kilometer können entscheidend sein und Veränderungen sind möglich.

Das Sommerwetter hält vorerst noch an
Das Sommerwetter hält vorerst noch an

Amerikanisches Prognosemodell: Hochdruckzone setzt sich durch

Die aktuelle Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells lässt im Zeitraum vom 3. bis 8. August die Hochdruckzone über Mitteleuropa wieder stärker werden, doch baut sich über Skandinavien der hohe Luftdruck langsam ab. In Folge dessen können die atlantischen Tiefdrucksystem Kurs auf das nördliche Europa nehmen und das Hochdruckgebiet weiter nach Süden zurückdrängen.

Der Wettercharakter über Deutschland, Österreich und der Schweiz bleibt nach dieser Wettervorhersage aber bis zum 13. August überwiegend sommerlich. Die Temperaturen bewegen sich meist im Bereich von +25 bis +30 Grad und können phasenweise auf bis +35 Grad ansteigen. Die Neigung zu Schauern und Gewittern ist als gering und im Zeitraum vom 7. und 8. August als etwas erhöht einzustufen.

Polarwirbelberechnung August

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Prognosemodell: Die atlantische Frontalzone rückt in Richtung Skandinavien vor © www.meteociel.fr

Europäisches Wettermodell: Dominante Hochdruckzone

Die Wetterprognose des europäischen Vorhersagemodells simuliert bis zum 6. August eine weitgehende Dominanz der Hochdruckzone über Mitteleuropa. Von den Azoren über England bis nach Skandinavien baut sich der Hochdruckkeil etwas westlicher auf und blockiert die Tiefdrucksysteme schon weit auf dem Atlantik draußen.

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Deutschland, die Schweiz und auch Österreich liegen im gradientenschwachen Wetterumfeld des Hochdrucksystems, was bei Temperaturen von +25 bis +30 Grad und örtlich bis +35 Grad zu den Nachmittagsstunden die Neigung zu Schauern und Gewitter erhöhen kann.

Polarwirbelberechnung August

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Prognosemodell: Die Hochdruckdominanz wird langsam abgebaut, doch kann Deutschland im Einflussbereich einer schwachgradientigen Großwetterlage verbleiben © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Zurück zu gemäßigten Sommertemperaturen

Die Wettervorhersage der Kontrollläufe entspricht der der letzten Tage und so wird es zunehmend wahrscheinlicher, als dass die Hitzewelle Anfang August ihr Ende finden kann. Ob sich nachfolgend auch der Wettercharakter nachhaltig verändern kann, bleibt noch abzuwarten.

So liegt das Temperaturspektrum am 5. August zwischen +19 bis +32 Grad (Mittelwert: +24 Grad über dem Norden und +26 Grad über dem Süden) und am 13. August zwischen +19 bis +31 Grad (Mittelwert: +25 Grad). Zu kalte Wetterentwicklungen sind weiterhin wenig wahrscheinlich.

Landregen? Fehlanzeige!

Anfang August zeigt sich die Niederschlagsneigung über ganz Deutschland erhöht, schwächt sich darüber hinaus aber bis zum 9. August wieder ab. Zum Beginn der zweiten Augustdekade nimmt nach den Kontrollläufen über dem Norden und Osten die Niederschlagsleistung wieder etwas zu, bleibt aber über dem Westen und Süden als schwach einzustufen.

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Wie in den letzten Tagen auch - ein nachhaltiger Wetterwechsel sieht definitiv anders aus, doch verändert sich das Temperaturniveau von hochsommerlich heiß auf sommerlich warm. Deutlicher zeigt sich das im nachfolgenden Diagramm:

Diagramm Temperaturen August 2018 vom 29.07.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe August 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Sommerprognose 2018 nach dem Langfristmodell: August deutlich zu warm

Die Vorhersage des letzten Sommermonats August fällt nach dem Langfristmodell mit einer Abweichung von +1 bis +3 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert deutlich zu warm aus. In der Niederschlagsberechnung zeigt sich der Norden und Süden - zum aktuellen Stand - etwas zu trocken, während über der Mitte der Sollwert erreicht werden kann.

Der Prognose für Europa hat sich gegenüber den letzten Tagen nicht geändert. Der Norden tendenziell zu trocken und zu warm, der Süden durchwachsen und weitgehend normal und im Trend über manchen Regionen auch etwas zu kühl, wobei zu kühl über Südeuropa relativ ist.

Abweichungen der Temperaturen im Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
Juni 2018 +2,4 Grad Deutlich zu trocken
Juli 2018 +3 bis +3 Grad Trend: Deutlich zu trocken
August 2018 +1 bis +3 Grad Trend: Normal bis etwas zu trocken

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2018 vom 29.07.2018

Zusammenfassung

Ein nachhaltiger Wetterwechsel lässt nach wie vor auf sich warten, doch zeigt sich heute erneut ein Ende der Hitzewelle zum Anfang August, wenngleich der sommerliche Wettercharakter bis in die zweite August-Dekade weitergeführt werden kann. Kumuliert man die Temperaturen der Sommermonate, so könnte zum aktuellen Stand der Sommer 2018 um etwa +2,6 Grad zu warm ausfallen. Der Rekordsommer aus dem Jahre 2003 hatte eine Abweichung von +3,17 Grad vorzuweisen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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