Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 20.07.2018 - Heißer Start in die Sommerferien

Mit dem Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg und Bayern wird auch das Sommerwetter über Deutschland zunehmend wärmer. Kommt zur Trockenheit über dem Norden nun noch eine Hitzewelle hinzu?

Bevor das Wetter in den Hochsommer übergeht, nähert sich aktuell ein Tiefdrucksystem Deutschland und sorgt von Freitag bis einschließlich Sonntag über dem Süden für eine erhöhte Neigung zu Schauern und Gewittern, welche im Schwerpunkt über Baden-Württemberg und Bayern örtlich auch unwetterartig ausfallen können. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für den Juli 2018.

In der Niederschlagsprognose werden bis einschließlich kommenden Mittwoch etwa südlich der Linie von Bremen und Dresden Niederschlagssummen von 2 bis 15 l/m² und örtlich bis 30 l/m² berechnet. Südlich der Mittelgebirge sind 10 bis 40 l/m² und örtlich bis 60 l/m² zu erwarten. Die Niederschläge verteilen sich aufgrund der Schauer und Gewitter aber keinesfalls homogen und so kann es auch über dem Süden vorkommen, dass manche Regionen - wie im Norden - keinen Niederschlag abbekommen können.

Zum Beginn der neuen Woche setzt sich von Südwesten ein Hochdruckkeil durch, lässt die sonnigen Anteile zu- und die Niederschlagsneigung abnehmen. Die Temperaturen gehen am Wochenende etwas zurück, steigen aber bis zum Mittwoch mit +24 bis +28 Grad und örtlich bis +32 Grad in den hochsommerlich warmen Bereich an.

Hochsommerliche Wetteraussichten

Pünktlich zum Start in die Sommerferien in Baden-Württemberg und Bayern setzt sich über Deutschland eine sommerliche bis hochsommerliche Großwetterlage durch. An für sich ja eine tolle Sache, wenn da nicht die trockene Vorgeschichte wäre. Eine Hitzewelle hätte in den Regionen wo es seit April 2018 nur sehr wenig geregnet hat, verheerende Auswirkungen.

Aber der Sommer 2018 ist und bleibt außergewöhnlich - in jeglicher Hinsicht. Maßgeblich dafür verantwortlich ist eine Hochdruckzone, der es immer wieder von neuem gelingt, sich von den Azoren bis nach Skandinavien auszudehnen. Das ist etwa seit Februar 2018 der Fall und man spricht von einer ausgeprägten Erhaltungsneigung.

Das Strömungsmuster hat sich zwischenzeitlich so etabliert, dass es der atlantischen Frontalzone einfach nicht gelingen mag, sich in Richtung Mitteleuropa durchzusetzen um für den dringend benötigten Regen zu sorgen. Jeglicher Versuch wird mit einem neuerlichen Hochdruckvorstoß unterbunden, bzw. blockiert.

Die Prognosemodelle sind sich weitgehend einig: Sommerwetter zum Ferienstart

Beide Prognosemodelle berechnen in ihrer heutigen Wettervorhersage eine fast identische Entwicklung der Großwetterlage bis in den August 2018 hinein.

Die Hochdruckzone baut sich vom 23. bis 25. Juli von den Azoren über die Mittelmeerregion, Deutschland, Österreich und die Schweiz nach Skandinavien auf und geht dort in ein weiteres Hochdrucksystem über dem westlichen Russland über. Die Tiefdruckgebiete dümpeln zunächst zwischen Grönland und Island vor sich hin.

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Ab dem 26. Juli aber verstärkt sich die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik und wo eine Aktion ist, ist auch eine Reaktion. Das Hochdruckgebiet verstärkt sich ebenfalls und verlagert seine Position weiter nach Westen in Richtung Skandinavien.

Polarwirbelberechnung Juli

Berechnung Polarwirbel nach amerikanischen Vorhersagemodell: Struktur einer Omegahochdruckwetterlage Anfang August © www.meteociel.fr

Hochsommerlich heiße Temperaturen

In Folge der Verlagerung des Hochdrucksystems können im Verbund der beiden Wettersysteme sehr warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Deutschland, die Schweiz und auch Österreich geführt werden. Simuliert werden bspw. am 29. Juli Tageshöchstwerte von +30 bis +37 Grad. Der heißeste Tag wurde im Sommer 2015 mit +40,3 Grad in Deutschland registriert. Diese Wetterlage hat zum aktuellen Stand das Potential dafür, diesen Rekord einzustellen.

Wettertrend der letzten Tage bestätigt sich

Die Kontrollläufe kannten die letzten Tage nur noch eine Richtung - in die deutlich zu Warme. Unsicherheiten gab es noch für den Süden, aber auch diese wurden in den letzten Stunden weitgehend ausgeräumt und so wird eine hochdruckdominierte Großwetterlage bis in den August hinein eine sehr wahrscheinliche Wetterentwicklung.

Viel zu warme Temperaturen

Im Vergleich zum langjährigen Mittelwert liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums der Kontrollläufe über dem Süden um 3 bis 5 Grad und über dem Norden um 4 bis 7 Grad im zu warmen Bereich. Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 29. Juli zwischen +22 bis +37 Grad (Mittelwert: +27 bis +29 Grad) und am 4. August zwischen +17 bis +34 Grad (Mittelwert: +26 bis +27 Grad).

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Wann kommt Regen?

Schaut man sich die Niederschlagsprognose der Kontrollläufe an, so bleibt die Niederschlagssituation über dem Süden und Westen in Form von Schauern und Gewittern mäßig ausgeprägt. Über dem Osten und dem Norden nimmt aber die Niederschlagsneigung ab dem 30. Juli in Form von Schauern und Gewittern insgesamt zu. Ob diese hochsommerliche Wetterlage also auch trocken bleibt, gilt noch abzuwarten.

Diagramm Temperaturen August 2018 vom 20.07.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe August 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wettervorhersage Sommer 2018 nach dem Langfristmodell

Das Langfristmodell korrigiert erwartungsgemäß seine Wetterprognose für den August 2018. Lag die berechnete Abweichung der letzten Tage noch zwischen -0,5 bis +1 Grad, so geht der Trend nun zu +0,5 bis +1 Grad und in manchen Regionen von bis zu +2 Grad.

In der Niederschlagsberechnung wird der August weitgehend unauffällig gegenüber seinem langjährigen Sollwert berechnet und kann in Trend etwas zu trocken ausfallen. Die Sommermonate im Überblick:

Abweichungen der Temperaturen im Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
Juni 2018 +2,4 Grad Deutlich zu trocken
Juli 2018 +1,5 bis +2,5 Grad Trend: Deutlich zu trocken
August 2018 +0,5 bis +2 Grad Trend: Normal bis etwas zu trocken

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2018 vom 20.07.2018

Die nächste Aktualisierung erfolgt am 21.07. gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose August 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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