Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 21.05.2018 - Wird eine hochsommerlich warme Wetterphase von einem Wetterwechsel abgelöst?

Der Mai wird nochmals sommerlich warm, doch kann sich die hochsommerliche Wetterlage bis in den Juni hinein halten?

Das Wetter im Mai dreht aus Sicht der Temperaturen nochmals richtig auf. So können bis zum kommenden Wochenende die Temperaturen mit +22 bis +28 Grad in den sommerlichen Bereich ansteigen und örtlich könnte die +30 Grad Marke erreicht werden. Mit einer labilen Luftschichtung ist aber mit vermehrten Schauern und Gewittern zu rechnen, welche das Potential für Unwetter erreichen können. Sommer, Sonne, Sonnenschein…nur bedingt - warm wird es aber auf jeden Fall.

Hoch über Skandinavien sorgt für Sommerwetter

Der Grund für die sommerlich warmen Temperaturen zeigt sich mit einem Hochdrucksystem über Skandinavien begründet, welches mit Hilfe eines schwachgradientigen Tiefdruckzone über der westlichen Mittelmeerregion sehr warme und feuchte Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen kann. Nach den aktuellen Berechnungen des amerikanischen Vorhersagemodells können die Temperaturen bis kurz vor dem Juni auf +27 bis +32 Grad in den hochsommerlich warmen Bereich ansteigen. Dabei bleibt die Neigung zu kräftigen Schauern und Gewittern erhalten.

Durchwachsener Start in den Sommer 2018

Zum Sommerstart berechnet das amerikanische Prognosemodell im Zeitraum vom 1. bis 5. Juni die langsame Verlagerung des Hochdrucksystems von Skandinavien in Richtung Island und Grönland. So kann sich die Großwetterlage über Deutschland, Österreich und der Schweiz nur sehr langsam verändern, was einen hochsommerlich warmen Start in den Juni mit anschließender Abkühlung auf Jahreszeit typische Werte ermöglichen könnte. Begleitet wird dieser Wetterwechsel von teils heftigen Schauern und Gewittern.

Das europäische Prognosemodell berechnet eine ganz ähnliche Wetterentwicklung, was die hochsommerliche Wetterphase Ende Mai und Anfang Juni wahrscheinlicher macht. Doch auch in diesen Berechnungen zeigt sich eine Westwärtsverlagerung des Hochdrucksystems in Richtung Island und Grönland.

Polarwirbelberechnung Sommer

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Prognosemodell: Ein hochsommerliches Hitzehoch Ende Mai und Anfang Juni © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Wetterwechsel zum Juni bleibt bestehen

In den letzten Tagen hatten wir in den Prognosen der Wettermodelle beobachten können, wie sich das Hochdrucksystem von Skandinavien langsam nach Westen in Richtung Island und Grönland verlagert. Somit ergeben sich neue Konstellationen in der Wetterentwicklung, welche zu einem Wetterwechsel in Form einer anderen Großwetterlage führen können.
Das ist aber nicht damit gleichzusetzen, dass die Temperaturen auch kühler ausfallen können, jedoch erhöht das die Wahrscheinlichkeit hierfür.

Nach den aktuellen Berechnungen ist die Niederschlagsneigung über dem Süden von heute bis in den ersten Sommermonat hinein in Form von Schauern und Gewittern als hoch zu bewerten. Weiter nach Norden nimmt erst zum 25./26. Mai die Niederschlagsneigung zu und hält sich schwach bis mäßig erhöht bis in den Juni. Das Temperaturspektrum ist für die Jahreszeit zunächst deutlich erhöht und sinkt im Verlauf der ersten Junitage auf ein normales Spektrum ab. So liegt das Temperaturspektrum am 30. Mai zwischen +13 bis +29 Grad (Mittelwert: +24 Grad) und am 4. Juni zwischen +12 bis +28 Grad (Mittelwert: +20 Grad). Die Bedingungen für einen Wetterwechsel zum Start in den Sommer bleiben erhalten, wenngleich eine deutlich zu kalte Wetterentwicklung derzeit kaum eine Rolle spielt. Deutlicher zeigt sich das im nachfolgenden Diagramm:

Diagramm Temperaturen Juni 2018 vom 21.05.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Juni 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Es kann auch schneller gehen

Was die Prognosemodelle derzeit nur bedingt berechnen, ist eine schnellere Verlagerung des Hochdrucksystem über Skandinavien nach Westen. In der Theorie bleibt das aber möglich und so sind die hochsommerlichen Werte Ende Mai und Anfang Juni zwar zum aktuellen Stand wahrscheinlich, doch noch mit einer gewissen Vorsicht zu genießen.

Wetter Sommer 2018: Aktuelle Wetterprognose des Langfristmodells

Das Langfristmodell korrigiert seine Wetterprognose für den ersten Sommermonat Juni etwas nach oben und simuliert nun eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +1 bis +2 Grad im deutlich zu warmen Bereich. Der Juli und August wird hingegen mit -0,5 bis +1 Grad normal und im Trend etwas zu warm berechnet. Im Niederschlagsverhalten zeigen sich kaum Auffälligkeiten gegenüber dem vieljährigen Sollwert. Im Durchschnitt ist aber nach dieser Vorhersage ein etwas zu warmer Sommer 2018 zu erwarten. Die Sommermonate im Überblick:

Abweichungen der Temperaturen im Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
Juni 2018 +1 bis +2 Grad Trend: normal, im Trend leicht zu trocken
Juli 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu trocken
August 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2018 vom 21.05.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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