Wie wird das Wetter im Sommer 2018? Vieles deutet auch einen zu warmes Sommerwetter hin, doch gibt es auch einen stabilen Wettercharakter, oder wird der Sommer ähnlich wie letztes Jahr?

Zahlreiche Schauer und Gewitter gibt es derzeit über Deutschland - welche z.T. auch unwetterartig ausfallen. Der Grund hierfür ist ein Tiefdrucksystem, welches in den kommenden Tagen nur sehr langsam nach Osten zieht und mit seinem Kern über dem östlichen Deutschland, Ungarn und Polen liegt. Die Gesamtstruktur ist dabei schwachgradientig, was in der Zeit vor Pfingsten immer wieder zu Schauern und auch teils kräftigen Gewittern führen kann. Der Niederschlagsschwerpunkt liegt über dem Süden von Deutschland.

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Nachhaltiger Wetterwechsel zu Pfingsten?

In den Simulationen von heute Nachmittag haben sich für das Pfingstwetter kaum Veränderungen ergeben. Von Westen her strebt ein Hochdruckkeil in Richtung Skandinavien, was sich bis zum Pfingstmontag über Skandinavien positionieren kann. Zuvor kann es mit dem Donnerstag und Tageswerten von +12 bis +18 Grad richtig frisch werden, während über Pfingsten die Werte bei einer nachlassenden Niederschlagsaktivität auf +20 bis +25 Grad ansteigen können. Selbst Bodenfrost ist kurz vor dem Pfingstwochenende nicht auszuschließen.

Maiwetter zu warm

Auch wenn die kommenden Tage nun etwas kühler ausfallen können - das ändert nur wenig daran, dass auch das Wetter im Mai bisweilen zu warm ausgefallen ist und sollte sich das Hochdrucksystem über Skandinavien erneut stabilisieren können, so wäre auch der Zeitraum nach Pfingsten als zu warm zu bewerten.

Nach den Berechnungen von heute Nachmittag bestätigt sich im Zeitraum nach Pfingsten eine gegenüber dem langjährigen Mittelwert leicht zu warme Temperaturentwicklung bei einer erhöhten Niederschlagsneigung. Ob also das Hochdrucksystem sich über Skandinavien positionieren kann, bleibt noch infrage zu stellen. Vielmehr deutet derzeit vieles auf ein für Mai typisches Wachstumswetter hin - warm, nicht kalt und immer wieder Schauer und Gewitter.

Polarwirbelberechnung Mai

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Trend zu Skandinavienhoch bleibt erhalten, doch der gesamte Vorgang ist wenig strukturiert - unbeständiger Wettercharakter nach Pfingsten © www.meteociel.fr

Wetter im Sommer - Wetterwechsel hält sich bis in den Juni?

Ob es zu einen wirklich nachhaltigen Wetterwechsel kommen mag, bleibt noch abzuwarten. Aber nach den Kontrollläufen zeigt sich eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine länger andauernde und unbeständige Wetterphase bei etwas zurückgehenden Temperaturwerten - normales Mai Wetter eben. Aber wie wird sich das auf den Start in den Sommer aus?

Das amerikanische Prognosemodell berechnet immer wieder den Drang der Hochdrucksysteme, sich im Bereich zwischen Mitteleuropa und Skandinavien zu positionieren. Gelingt das über Mitteleuropa, so könnte der Start in den Sommer 2018 warm und trocken verlaufen.
Liegt das Hoch weiter westlich - zwischen dem Atlantik und England, so würden Deutschland, Österreich und die Schweiz auf eine nordwestliche Anströmung der Luftmassen geraten können. Kühles und auch unbeständiges Wetter wäre zum Sommerstart möglich.
Liegt das Hoch über Skandinavien, so wäre das eine Wiederholungsneigung gegenüber den letzten Wochen, welch sich mehr oder minder seit Februar immer wieder von neuem erhält - man spricht deshalb auch von einer Erhaltungsneigung. Sollte das geschehen, so wäre mit warmen Wetterphasen zum Juni zu rechnen, welche von unwetterartigen und anschließend wieder kühleren Wetterphasen abgelöst werden kann.

Polarwirbelberechnung Mai

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Prognosemodell: Hoher Luftdruck westlich von Mitteleuropa zum Start in den Sommer? © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Normalisierung ist sehr wahrscheinlich

Es bleibt dabei, der Wettertrend für das letzte Mai Drittel ist nach den Kontrollläufen als normal zu bewerten. Da sind zum aktuellen Stand keine großartigen Ausreißer in die zu kalte oder zu warme Richtung zu erkennen, was sich bis in den Start des Sommers auch fortsetzen kann. Zugleich wird eine höhere Niederschlagsneigung zum Monatswechsel berechnet.

Wetter Frühling und Sommer 2018: Aktuelle Wetterprognose des Langfristmodells

Das Langfristmodell berechnet den Juni gegenüber seinem langjährigen Mittelwert mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad etwas zu warm, den Juli und August mit -0,5 bis +1 Grad normal und im Trend etwas zu warm.
Im Niederschlagsverhalten wird das Sommerwetter von Juni bis Ende August leicht positiv bewertet (leicht zu nass). Ein nachhaltiger Wetterwechsel zum Sommer 2018 ist also nicht nur graue Theorie. Die Sommermonate im Überblick:

Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
Juni 2018 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal, im Trend leicht zu nass
Juli 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu nass
August 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2018 vom 13.05.2018

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