Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 28.04.2018 - Baut sich über Europa ein Hochdrucksystem auf?

Im Wettertrend zeigt sich eine zunehmende Tendenz für den Aufbau eines Hochdrucksystems über dem mitteleuropäischen Raum. Das könnte die Temperaturen im letzten Frühlingsmonat wieder in den sommerlichen Bereich ansteigen lassen. Wie sieht die Wetterentwicklung aber zu den Eisheiligen aus?

Deutschland liegt in den kommenden Tagen im Einflussreich eines Tiefdrucksystems über der Nordsee, welches zum 1. Mai nach Norden abzieht, gleichzeitig aber entsteht über der Mittelmeerregion ein weiteres Tiefdruckgebiet und sorgt für ein unbeständiges Wetter Anfang Mai. Kräftigere Schauer und Gewitter sind am Samstagabend und am Sonntag über der Westhälfte zu erwarten. Ein örtliches Unwetterpotential ist dabei nicht auszuschließen. Bei den Temperaturen ist ein Auf und Ab zu erwarten, wobei die Werte zeitweise auch in den sommerlich warmen Bereich ansteigen können.

 

Amerikanisches Wettermodell: Aufbau von hohem Luftdruck über Skandinavien

Die Berechnungen der Wettermodelle sind heute ähnlich der der letzten Tage, was die Eintreffwahrscheinlichkeit der simulierten Großwetterlage zunehmend erhöht. Das Tiefdrucksystem über der Mittelmeerregion sorgt im Zeitraum vom 3. bis 7. Mai über dem Süden noch für teils kräftige Schauer und Gewitter, doch kann weiter nördlich zwischen den Azoren und dem westlichen Russland eine Hochdruckbrücke entstehen und das Mittelmeertief isolieren.

Bis zum 5. Mai kann sich nach den aktuellen Berechnungen über Skandinavien ein autarkes Hochdrucksystem ausbilden und im Verbund mit dem Mittelmeertief eine östliche Grundströmung einleiten und bis zum 6. Mai warme, aber eben auch feuchte Luftmassen nach Deutschland führen.

Frühsommerliche Temperaturen

In Folge daraus können die Temperaturen im Zeitraum vom 3. bis 7. Mai auf warme +18 bis +24 Grad und Phasenweise auf bis +27 Grad ansteigen.

Polarwirbelberechnung Mai

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Hochdrucksystem über Europa © www.meteociel.fr 

Europäisches Wettermodell: Hoher Luftdruck Mitteleuropa

Die Berechnungen des europäischen Wettermodells unterscheiden sich nur geringfügig von der des amerikanischen Wettermodells, haben aber andere Auswirkungen auf das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zum einen schiebt sich von den Azoren her ein Hochdruckkeil in Richtung Skandinavien und zum zweiten verläuft die Hochdruckbrücke deutlich südlicher, was den Aufbau eines autarken Hochdrucksystems über Skandinavien noch im ersten Mai Drittel verhindern, oder auch verzögern könnte. Mit anderen Worten: da ist noch Spielraum für weitere Wetterentwicklung vorhanden, wenngleich die Tendenz zu einem Hochdruckaufbau im Bereich über Mitteleuropa unverkennbar ist.

Polarwirbelberechnung Mai

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Wettermodell: Hochdruckkeil über Europa © www.meteociel.fr 

Wetterumschwung zu den Eisheiligen?

Ein Hochdruckkeil in Richtung nördliches Europa löst ein nicht normal verlaufendes Zirkulationsmuster aus. Normal wäre in diesem Fall ein von West nach Ost verlaufendes Strömungsmuster. Weicht das Hoch nun weiter nach Westen aus, so wird auf dessen Rückseite die Zufuhr kühlerer Luftmassen aus nördlichen Richtungen ermöglicht. Bleibt das Hoch über Skandinavien bestehen, so bleibt das Wetter über Deutschland mäßig warm bei einem über dem Süden häufig unbeständigen Wettercharakter. Und weicht das Hoch gänzlich nach Osten aus, so ist auch eine unbeständige, aber frühlingshaft milde Südwestwetterlage möglich.

Kontrollläufe zunächst zu warm, später normal

Die Kontrollläufe weisen mittlerweile eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit einer im Zeitraum vom 3. bis 7. Mai deutlich zu warm verlaufenden Temperaturentwicklung aus. So liegt der Mittelwert um 4 bis 8 Grad höher, als der langjährige Durchschnitt. Setzt sich die sommerliche Hitze aus dem April auch im letzten Frühlingsmonat fort?

Nicht ganz, denn diese Warmluftschübe werden von den Kontrollläufen als nicht nachhaltig aufgeführt. So sind das Ende April und auch vom 3. bis 7. Mai Temperaturspitzen. Dazwischen und darüber hinaus zeigt sich mehrheitlich eine Normalisierung der Temperaturen und so liegt das Temperaturspektrum bspw. am 10. Mai (Christi Himmelfahrt, Vatertag) zwischen +10 bis +24 Grad bei einem Mittelwert von +16 bis +18 Grad in einem für den Mai normalen Bereich. Zwar sind die Eisheiligen nach den Kontrollläufen grundsätzlich nicht auszuschließen, doch zum aktuellen Stand weniger wahrscheinlich.

Diagramm Temperaturen Mai 2018 vom 28.04.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Mai 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetter Sommer 2018: Aktuelle Wetterprognose des Langfristmodells

Die durchwachsene, aber teils auch zu arme Wetterprognose der Wettermodelle für das erste Mai Drittel bestätigt auch das Langfristmodell, welches in seiner Wettervorhersage den Mai 2018 mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad normal, mit dem Trend etwas zu warm auszufallen berechnet. Für die weiteren Monate ergeben sich kaum Veränderungen und möchte man einen Fazit daraus ziehen, so wäre ein zu warmer Frühling und ein etwas zu warmer Sommer 2018 zu erwarten. Das verwundert auch nicht, waren die Sommer der letzten 21 Jahre allesamt zu warm.

 
Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
MonatTem­peraturNieder­schlag
April 2018+4,3 bis +4,7 GradTrend: zu trocken
Mai 2018-0,5 bis +1 GradTrend: normal bis leicht zu nass
Juni 2018-0,5 bis +1 GradTrend: normal
Juli 2018-0,5 bis +1 GradTrend: leicht zu nass
August 2018-0,5 bis +0,5 GradTrend: normal, im Trend leicht zu nass

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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