Vieles deutet im ersten Mai Drittel auf eine strukturlose Großwetterlage hin. Von einem stabilen Wettercharakter ist zunächst einmal nicht auszugehen und wie sieht es mit den Eisheiligen aus - wird es kälter?

Ein Tiefdrucksystem liegt Ende April und Anfang Mai vor Mitteleuropa und beeinflusst mit einer südlichen Grundströmung und feuchter Luftmassen das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Geht es nach der aktuellen Wettervorhersage Mai 2018, so sind über das verlängerte Wochenende immer wieder Schauer und örtlich auch Gewitter zu erwarten. Die Temperaturen jedoch pendeln sich auf Jahreszeit-typische Werte ein und können Phasenweise auch in den sommerlich warmen Bereich ansteigen.

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Strukturloses Frühlingswetter

Wie aber entwickelt sich das Wetter nach dem 1. Mai weiter? Schon in den letzten Tagen zeigte sich eine strukturlose, gradientenschwache und somit auch komplexe Wetterlage ab.

Bestätigt wird diese Wetterentwicklung heute durch das amerikanische Wettermodell. Auf dem Atlantik und über dem westlichen Russland kann sich bis zum 5. Mai jeweils ein Hochdrucksystem aufbauen. Zwischen beiden Hochdrucksystemen entsteht eine Lücke, in welche die Tiefdruckausläufer der atlantischen Frontalzone vorstoßen können. So ist im gesamten Zeitraum vom 1. bis 6. Mai mit einer mäßig erhöhten Niederschlagsneigung zu rechnen und sollte sich diese Variante auch durchsetzen können, so wäre in den ersten Mai-Tagen mit Werten von +15 bis +20 Grad zu rechnen.

Hochdruckdominanz kehrt zurück?

Auch das gehört zum Verhalten einer strukturlosen Wetterentwicklung. Die Tiefdrucksysteme verlieren nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells an Kraft und vom 6. bis 10. Mai versuchen die beiden Hochdrucksysteme über dem Azoren und dem westlichen Russland eine Hochdruckbrücke über England und Skandinavien aufzubauen. Gelingt das, so wäre mit einem zunehmend trockenen Wettercharakter bei Temperaturen um die +20 Grad zu rechnen.

Polarwirbelberechnung Mai

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Kehrt die Hochdruckdominanz zurück? © www.meteociel.fr

Unbeständiges Maiwetter

Der Temperatursprung Ende April und Anfang Mai wird von den Kontrollläufen weitgehend gestützt und der Temperaturmittelwert liegt über dem Norden zwischen +15 bis +18 Grad und über dem Süden zwischen +17 bis +20 Grad. Darüber hinaus pendelt sich der Mittelwert auf +16 bis +17 Grad auf ein Jahreszeit typischen Wert ein.

Vom 1. bis 10. Mai berechnen die Kontrollläufe einen durchwachsenen Wettercharakter bei dem immer wieder mit Niederschlägen gerechnet werden kann. Zusammenfassend ändert sich gegenüber dem Wettertrend der letzten Tage wenig. Normales Wachstumswetter in der ersten Mai Dekade bleibt eine sehr wahrscheinliche Wetterentwicklung.

Kälter zu den Eisheiligen?

Die Eisheiligen stehen - rein vom Kalender - im Zeitraum vom 11. bis 15. Mai an und im diesem Zeitraum steht mit Christi Himmelfahrt (Vatertag) in manchen Bundesländern schon das nächste verlängerte Wochenende bevor. Wie aber steht es um die Eintreffwahrscheinlichkeit der Eisheiligen?

Die Kontrollläufe reagieren auf die Wettersingularität der Eisheiligen verhalten. Deutlich zu warme Varianten haben in etwa den gleichen Anteil an Wahrscheinlichkeiten, wie zu kalte. Der Mittelwert bewegt sich am 11. Mai aber knapp über dem langjährigen Durchschnittswert. Das Temperaturspektrum liegt zum Beginn des zweiten Mai-Drittels zwischen +8 bis +25 Grad bei einem Mittelwert von +16 bis +18 Grad.

Diagramm Temperaturen Mai 2018 vom 25.04.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Mai 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetter Frühling und Sommer 2018: Aktuelle Wetterprognose des Langfristmodells

Das Wetter im Mai wird vom Langfristmodell schon seit Wochen als normal bewertet. Daran hat sich in den letzten Tagen auch wenig verändert und nach den aktuellen Wetterprognosen der Wettermodelle sieht es auch ganz danach aus, als diese These zutreffen kann. Die nachfolgenden Sommermonate haben ebenfalls eine weitgehend normale Temperaturentwicklung vorzuweisen, welche im Wettertrend etwas zu warm ausfallen kann.

Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
April 2018 +3 bis +4 Grad Trend: zu trocken
Mai 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Juni 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: zu trocken
Juli 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu nass
August 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2018 vom 25.04.2018

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