Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 17.04.2018 - Markante Abkühlung der Temperaturen im letzten April Drittel?

Der April gehört schon jetzt zu den wärmsten Aprilmonaten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Nach der Hitzeperiode aber folgt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ein Wetterwechsel nach. Welche Folgen kann das auf das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz haben?

Das Hochdrucksystem positioniert heute seinen Kern über Deutschland und sorgt verbreitet für viel Sonnenschein und warme Temperaturen. Lediglich über dem Süden und Osten sind zum Nachmittag noch örtliche Schauer nicht gänzlich auszuschließen, sonst bleibt es aber trocken. Bis einschließlich dem kommenden Wochenende dominiert das Hochdrucksystem das Wetter über Deutschland und lässt die Temperaturen auf +23 bis +27 Grad und örtlich bis auf +30 Grad ansteigen. Außergewöhnlich warmes Wetter im April 2018.

Wetterwechsel ist in Sicht

Das Ende der Hochdruckdominanz ist in den letzten Tagen von den Wettermodellen immer wieder berechnet worden. Und auch heute wieder wird die Veränderung der Großwetterlage simuliert, was die Wahrscheinlichkeit eines Wetterwechsels im letzten April Drittel erhöht. Doch wie könnte so ein Wetterwechsel aussehen und welche Folge hätte das für Deutschland, Österreich und die Schweiz?

Beide Wettermodelle berechnen im Prinzip den gleichen Ablauf. Das Hochdrucksystem liegt bis zum 22. April über Deutschland, weicht aber schon nach Süden aus und macht den Weg für die atlantische Frontalzone nach Skandinavien frei.

In Folge daraus verlagert sich der hohe Luftdruck über die Azoren, die Mittelmeerregion bis über das östliche Europa, während die Tiefdrucksysteme sich von Neufundland, über Island bis nach Skandinavien erstrecken. Über Deutschland, Österreich entsteht somit eine Südwest- bis Westwetterlage, welche nicht nur für mehr Niederschlag, sondern auch für zurückgehende Temperaturen sorgen kann.

Polarwirbelberechnung April

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Eine West- bis Südwestwetterlage wird im letzten April-Drittel zunehmend wahrscheinlicher © www.meteociel.fr

Wie kühl und nass kann es werden?

Das kommt im Detail noch sehr darauf an, wie sich die atlantische Frontalzone verhalten wird. Zunächst einmal ist eine Übergangsphase von 22. bis 25. April sehr wahrscheinlich, bei der über dem Norden die Temperaturen auf +15 bis +20 Grad und über dem Süden auf +20 bis +25 Grad zurückgehen können. Ab dem 25. April kippt die Tiefdruckachse nach Süden weg und macht den Weg für kühlere Luftmassen frei, was im Zeitraum vom 26. bis 30. April bei einem böigen Wind und einer erhöhten Niederschlagsneigung zu Tageswerten von +8 bis +13 Grad führen kann.

Das wäre ein Temperatursturz von 15 bis 20 Grad binnen weniger Tage. Der Durchschnittswert könnte nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells auch leicht unter dem langjährigen Mittelwert liegen.

Wie stehen die Chancen auf einen Kaltlufteinbruch?

Das Spektrum ist breit gestreut und die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells gehört nach den Kontrollläufen aktuell zu den kältesten Varianten. Veränderungen sind in den kommenden Stunden also noch zu erwarten. Das Temperaturspektrum erstreckt sich bspw. am 28. April zwischen +6 bis +22 Grad bei einem Mittelwert von +14 Grad. Sollte sich der Mittelwert behaupten können, so entspräche das den Jahreszeit typischen Werten.

Anders formuliert besteht zum aktuellen Stand eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Normalisierung der Temperaturen bei einer ansteigenden Niederschlagstätigkeit im letzten April Drittel. Zu kalte Varianten haben weiterhin eine geringe Relevanz. Deutlicher zeigt sich das auch im nachfolgenden Diagramm:

Diagramm Temperaturen April 2018 vom 17.04.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetter Frühling und Sommer 2018: Aktuelle Wetterprognose des Langfristmodells

Das Wetter im April hat in seiner ersten Hälfte einen Temperaturüberschuss gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +3,1 Grad aufbauen können. Dieser Überschuss wird in den kommenden Tagen noch weiter ausgebaut werden und auf bis +4 Grad ansteigen können. Doch mit dem Wetterwechsel im letzten April Drittel wird der April 2018 den Rekord vom April 2009 mit einer Abweichung +4,4 Grad nicht erreichen können. Aber schon heute steht fest, dass der April 2018 eines der wärmsten Aprilmonate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden kann.

Fraglich nur, ob diese Wärmeperioden sich auch in den darauffolgenden Monaten durchsetzen werden, oder ob nun eine kühlere und nasse Großwetterlage nachfolgt? Das Langfristmodell berechnet in seiner aktuellen Wettervorhersage den Mai 2018 mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad weitgehend normal, mit dem Trend etwas zu warm auszufallen. In der Niederschlagsberechnung zeigen sich keine Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert. Ein ganz normaler Mai? Man wird sehen.

Die weiteren Monate im Überblick:

Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
April 2018 +2 bis +4 Grad Trend: deutlich zu trocken
Mai 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu trocken
Juni 2018 +0,5 bis +2 Grad Trend: zu trocken
Juli 2018 +0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu trocken
August 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal

Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2018 vom 17.04.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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