Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 16.04.2018 - Der Wetterwechsel in der letzten April Dekade gewinnt an Relevanz

Sommerliche Wärme im April - örtlich können bis +28 Grad erreicht werden. Schafft es der April zum wärmsten Aprilmonat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, oder kommt es im letzten April-Drittel zu einem markanten Wetterumschwung?

Ein Hochdrucksystem setzt sich in den kommenden Tagen über Deutschland durch und sorgt für einen weitgehend sommerlichen Temperaturcharakter. Das Wetter im April ist seiner Zeit also weit voraus und ob örtlich die +30 Grad Marke erreicht werden kann, bleibt noch abzuwarten. Zuvor gibt es am heutigen Montag noch kräftige Schauer und Gewitter, welche örtlich auch mit Unwetterpotential einhergehen können.

Bleibt der sommerliche Wettercharakter erhalten?

In den letzten Tagen mehrten sich im Wettertrend die Varianten eines Wetterwechsels im letzten April Drittel. So auch heute - die Frage die sich aber stellt: bleibt es warm, oder wird es empfindlich kalt?

Das amerikanische Wettermodell berechnet zum letzten April Drittel zunächst noch eine Hochdruckdominanz bis zum 24. April, was die sommerlich warmen Temperaturen bis zum 25. April erhalten könnte. Allerdings setzt sich über Skandinavien die atlantische Frontalzone durch, was eine grundlegende Veränderung der Großwetterlage zur Folge haben kann.

Das Hochdrucksystem schwächt sich ab und verliert ab dem 24. April seinen Einfluss auf das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gleichzeitig gelingt es der atlantischen Frontalzone sich über Skandinavien zu behaupten und nachfolgend eine intakte Tiefdruckrinne von Neufundland über Island aufzubauen. Somit ist für reichlich Nachschub an Tiefdruckausläufern gesorgt und mit einer westlichen Grundströmung kann auch über Deutschland der Wettercharakter wechselhafter und auch kühler werden.

Richtig kalt werden wird es nach diesen Berechnungen aber nicht und dennoch: der Temperaturrückgang kann 10 bis 15 Grad betragen und liegt mit Werten von +12 bis +18 Grad in einem für die Jahreszeit typischen Bereich. Wenn man so will: ein Temperatursturz.

Polarwirbelberechnung April

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Veränderung der Großwetterlage im letzten April Drittel © www.meteociel.fr

Westwetterlage

Das europäische Wettermodell berechnet eine ganz ähnliche Variante, bei der sich schon zum 23. April die atlantische Frontalzone über Skandinavien durchsetzen kann. Im Grunde aber sind sich beide Wettermodelle darüber einig, dass der Wetterwechsel - wohl in Form einer Westwetterlage - sich zum 23./24. April mit zurückgehenden Temperaturen, einem unbeständigen und windigen Wettercharakter durchsetzen kann.

Polarwirbelberechnung April

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Wettermodell: Westwetterlage kann für normale Frühlingstemperaturen sorgen © www.meteociel.fr

Wettertrend: normales Frühlingswetter

Geht es nach den Kontrollläufen, so ist der Höhepunkt der kommenden Hitzewelle am 20./21. April erreicht und nachfolgend sinken die Werte langsam auf ein Jahreszeit typisches Niveau ab. So liegt das Temperaturspektrum am 24. April zwischen +9 bis +24 Grad (Mittelwert: +16 Grad über dem Norden und +19 Grad über dem Süden) und am 29. April zwischen +7 bis +24 Grad (Mittelwert: +14 Grad). Zum Vergleich: am 21. April liegt der Mittelwert zwischen +22 bis +24 Grad.

Diagramm Temperaturen April 2018 vom 16.04.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wie stehen die Chancen auf einen Kaltlufteinbruch?

Das mögliche Minimum der Kontrollläufe liegt am 28 April bei +7 Grad. Das ist frisch, aber nicht kalt. Wie sieht es mit Nachtfrost aus? Leichter Nacht- bzw. Bodenfrost könnte am 29. und 30. April nicht ganz ausgeschlossen werden, ist aber zum aktuellen Stand weniger wahrscheinlich.

Wetter Frühling und Sommer 2018: Aktuelle Wetterprognose des Langfristmodells

Die Hitzewelle wird sich wohl bis zum 22./24. April halten können und den Temperaturmittelwert noch weiter in die Höhe treiben. Aktuell liegt dieser mit einer Abweichung von +3,1 Grad im deutlich zu warmen Bereich und hat gute Chancen auf +4 bis +4,5 Grad anzusteigen. Da der Wettertrend sich im letzten April Drittel normlaisieren könnte, ist aktuell nicht von einem Rekordmonat auszugehen, aber einer, der sich ganz weit oben in der Statistik wiederfinden wird. Für das Wetter im Mai sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Entscheidend aber wird sein, wie die Umstellung der Großwetterlage im letzten April Drittel von statten gehen kann. Die weiteren Monate im Überblick:

Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
April 2018 +2 bis +4 Grad Trend: deutlich zu trocken
Mai 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu trocken
Juni 2018 +0,5 bis +2 Grad Trend: zu trocken
Juli 2018 +0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu trocken
August 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal

Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2018 vom 16.04.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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