Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 15.04.2018 - Zurückgehende Tempertauren im letzten April Drittel wahrscheinlich

Ein Hochdrucksystem über Mitteleuropa sorgt in den kommenden Tagen für sommerliche Temperaturwerte. Im Verlauf der letzten April Dekade aber berechnen die Wettermodelle einen Wetterwechsel.

Hoher Luftdruck setzt sich in den kommenden Apriltagen durch und sorgt über Deutschland für ein außergewöhnlich warmes Wetter im April 2018. Temperaturen jenseits der +25 Grad Marke können erwartet werden und örtlich könnte mit +30 Grad auch der erste Hitzetag bevorstehen. Zuvor gibt es am Sonntag und Montag aber noch Schauer und örtlich teils kräftige Gewitter.

Eine sommerliche Großwetterlage

Der April ist für Extreme immer gerne zu haben. Doch in diesem Jahr zeigt sich nach dem zu kalten Februar und März ein außergewöhnliches Ausgleichsverhalten, welches nun im Begriff ist, in eine Erhaltungsneigung überzugehen. Entscheidend für eine Erhaltungsneigung wird sein, ob zum letzten April Drittel ein markanter Wetterwechsel gelingt.

Schaut man sich die Großwetterlage der kommenden Woche an, so liegt über Deutschland, Österreich und der Schweiz ein kräftiges Hochdrucksystem und hält jeglichen Tiefdruckeinfluss fern. Vielfach sonniges Wetter bei Werten von +23 bis +28 Grad ist zu erwarten. Normal wären an diesen Tagen Werte zwischen +12 bis +17 Grad. Ein Hochdruckzentrum über Mitteleuropa mit einem entsprechenden Tiefdrucksystem auf dem Atlantik erinnert eher an eine sommerliche Großwetterlage als an den Frühling.

Wetterwechsel

Wie also stehen die Chancen auf einen Wetterwechsel? Die Wettermodelle berechnen auch heute einheitlich eine Verlagerung der atlantischen Frontalzone in Richtung Skandinavien. Das könnte entscheidend für die Veränderung der Großwetterlage sein. Aber auch hier gibt es unterschiedliche Entwicklungsvarianten, welche sich im Wesentlichen auf drei Varianten beschränken lassen.

  1. Die atlantische Frontalzone setzt sich über Skandinavien fest und positioniert sich dort mit einer zentralen Tiefdruckstruktur. So könnte die Grundströmung zum Beginn des letzten April Drittels auf westliche und später auf nordwestliche Richtungen drehen. Diese Varianten ist zugleich auch die kälteste Entwicklung, bei der die Temperaturen auf Tageswerte von +4 bis +9 Grad zurückgehen können. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer wären nicht gänzlich auszuschließen und leichter Nachtfrost möglich.
  2. In der zweiten Variante gelingt de atlantischen Frontalzone zwar kurzzeitig der Vorstoß bis nach Skandinavien und kann das Hoch über Deutschland, Österreich und der Schweiz etwas zurückdrängen, doch fehlt die Zentralisierung des Tiefdrucksystems. In Folge daraus läuft die nachfolgende Tiefdruckrinne auf das Hoch auf und kann für eine beständige - leicht wechselhafte, aber warme - Südwestströmung sorgen.
  3. In der dritten Wetterentwicklung kommt es zu einer Patt-Situation. Weder das Hoch, noch die Tiefdruckaktivität kann sich nachhaltig durchsetzen und so kommt es zu einem apriltypisch wechselhaften Wettercharakter, dessen Grundströmung aus westlichen Richtungen kommen kann.

Polarwirbelberechnung April

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Gemäßigter Wetterwechsel im letzten April Drittel © www.meteociel.fr

Wettertrend: zu warm

Zwar sind die Varianten recht unterschiedlich, doch die Berechnungen der Wettermodelle und ihrer Kontrollläufe zeigen kaum noch Varianten, welche für eine zu kalte Wetterentwicklung sprechen. Im Gegenteil: die Anzahl der wärmeren Varianten im letzten April Drittel ist in den letzten Stunden wieder angestiegen. Nichtsdestotrotz bleibt ein Wetterwechsel zu einem unbeständigeren Wettercharakter ab dem 22. April sehr wahrscheinlich.

Polarwirbelberechnung April

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Wettermodell: Wetterwechsel mit zentralem Hochdrucksystem über Skandinavien © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: wärmere Varianten nehmen zu

Bis zum 23. April sind sich die Kontrollläufe einig. Das Temperaturniveau ist gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um 3 bis 7 Grad, bzw. 7 bis 11 Grad zu hoch. Ab dem 23. April aber zeigt sich ein steter Rückgang des zu hohen Temperaturniveaus, welches aber erst zum Ende des Aprils einen Jahreszeit typischen Mittelwert erreichen kann. So liegt das Temperaturspektrum am 24. April zwischen +8 bis +25 Grad (Mittelwert: +16 bis +18 Grad) und am 30. April zwischen +7 bis +26 Grad (Mittelwert: +15 bis +16 Grad).

Diagramm Temperaturen April 2018 vom 15.04.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Welche Auswirkungen ein Wetterwechsel auf das Maiwetter mit seinen zahlreichen Feiertagen haben kann, klären wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer Aktualisierung der Wetterprognose Mai 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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