Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 12.04.2018 - Rekordverdächtiger Wettertrend - folgt noch im April die Abkühlung?

Es kommt etwas Bewegung in die Entwicklung der Großwetterlage, was einen markanten Wetterumschwung im letzten April Drittel nicht unmöglich macht. Bis dahin bleibt das Wetter für die Jahreszeit extrem.

In den kommenden Stunden nimmt über Deutschland die Neigung zu Schauern und Gewittern zu und findet ihren vorläufigen Höhenpunkt am morgigen Freitag den 13. April - örtlich auch mit Unwetterpotential. Am kommenden Aprilwochenende herrscht dann überwiegend ruhiges und frühlingshaft mildes Wetter, bevor zum Start in die neue Woche das Wetter im April wieder vermehrt mit Schauern und Gewittern unbeständiger werden kann - die Temperaturen bleiben aber auf einem für die Jahreszeit viel zu warmen Niveau und können mancherorts auch in den sommerlichen Bereich ansteigen.

Ein Hochdrucksystem bewegt sich mehr in Richtung Deutschland

Bevor das aber passiert, positioniert sich auf dem Atlantik ein kräftiger und sehr weitläufiger Tiefdruckwirbel. Am 17. April kann dieser mit seinen Gradienten einen Raum zwischen den USA, Grönland, den Azoren und dem westlichen Europa abdecken. Das löst eine entsprechende Gegenreaktion in Form eines Hochdrucksystems aus, welches weite Teile von Europa dominieren kann.

Sommerlich warme Temperaturen im April

So stehen sich die beiden Wettersysteme gegenüber und kämpfen um die Vorherrschaft über das Wetter in Mitteleuropa. Dabei scheint das Hochdrucksystem im Zeitraum vom 17. bis 21. April zu gewinnen und kann sich über Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einem sonnigen und sehr warmen Wettercharakter durchsetzen.

Die Definition eines Sommertages liegt bei Temperaturen höher, bzw. gleich +25 Grad. Die Wettermodelle berechnen im Zeitraum vom 18. bis 21. April Werte, welche verbreitet zwischen +23 bis +26 Grad und örtlich bis auf +29 Grad ansteigen können.

Polarwirbelberechnung April

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Sehr warme und Hochdruckdominierte Großwetterlage © www.meteociel.fr

Markanter Wetterwechsel zum letzten April Drittel?

Seit Tagen weisen wir auch immer wieder einmal darauf hin, dass diesem extrem warmen Wetter nicht zu trauen ist und der April eigentlich normale Tageswerte im Bereich von +11 bis +15 Grad hat. Das zeigt, wie weit weg die kommenden Temperaturwerte von der Norm sind.

Man erkennt zudem auf der oben gezeigten Wetterkarte einen Umbau, bzw. das winterliche Finale des Polarwirbels in einer sehr unförmigen und instabilen Formation. Antreibend ist dabei ein Hochdrucksystem, welches sich von Alaska über Kanada bis nach Grönland erstreckt und dabei Kontakt zum Hoch über Mitteleuropa aufnehmen kann. In Folge daraus kann kalte Luft polaren Ursprungs nach Süden strömen.

Polarwirbelberechnung April

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Instabiler Polarwirbel kann die Hitzeperiode beenden © www.meteociel.fr

Wie wahrscheinlich ist ein Kaltlufteinbruch?

Dieser Wetterwechsel kann binnen Stunden vonstattengehen und aus sommerlich warmen Temperaturen kühle +7 bis +12 Grad machen. Auch Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer mit Nachtfrost wären bei solch einer Konstellation nicht auszuschließen. Das wäre dann wieder Apriltypisch.

Wie aber wahrscheinlich ist das Szenario eines solch markanten Wetterumschwungs? Ein instabiler Polarwirbel im April ist absolut normal und sorgt eben dafür, dass der April macht, was er will. Insofern ist ein Kaltluftausbruch in der letzten April Dekade durchaus plausibel. Entscheidend wird sein, was das Hochdrucksystem über Europa machen wird. Nach den aktuellen Berechnungen ist die Hochdruckachse sehr steil und blockierend. Gleichzeitig aber fehlt die Stütze über dem Osten, was die Hochdruckachse wegkippen lassen kann. Sollte das geschehen, so wäre der Weg der atlantischen Frontalzone nach Skandinavien frei und der Umbau der Großwetterlage kann in der letzten April Dekade beginnen - dann auch sehr wahrscheinlich mit Auswirkungen auf das Wetter im Mai 2018.

Geht es nach den Kontrollläufen, so bestätigt sich auch hier der Wettertrend der letzten Tage, als dass das hohe Temperaturniveau sich im letzten April Drittel nicht behaupten kann. So liegt das Temperaturspektrum am 20. April zwischen +17 bis +26 Grad (Mittelwert: +21 Grad) und am 26. April zwischen +8 bis +23 Grad (Mittelwert: +14 bis +15 Grad). Der Mittelwert liegt in einem für die Jahreszeit typischen Umfeld.

Diagramm Temperaturen April 2018 vom 12.04.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetter Frühling und Sommer 2018: Aktuelle Wetterprognose des Langfristmodells

Das Langfristmodell berechnet in seiner aktuellen Wetterprognose für den April einen Temperaturüberschuss von verbreitet +2 bis +4 Grad im zu warmen Bereich gegenüber dem langjährigen Mittelwert. Aktuell liegt dieser bei +2,6 Grad. Das ist im Verhältnis der viel zu warmen Temperaturen der kommenden Tage noch etwas zu wenig. Anders formuliert rechnet das Langfristmodell mit einem Wetterumschwung im letzten April Drittel, was einen neuen Temperaturrekord im April noch verhindern kann. Die weiteren Monate im Überblick:

Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
April 2018 +1 bis +4 Grad Trend: deutlich zu trocken
Mai 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu trocken
Juni 2018 +0,5 bis +1 Grad Trend: zu trocken
Juli 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal
August 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2018 vom 12.04.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,6 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,05 +2,17 +1,48 652 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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