Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 06.04.2018 - April 2018 zu warm?

Wie lange hält sich der frühsommerliche Wettercharakter im April? Die Wettermodelle stellen eine mögliche Veränderung der Großwetterlage im zweiten April Drittel in Aussicht, was den Erhalt des sehr hohen Temperaturniveaus in Frage stellt.

Das kommende Aprilwochenende wird vielerorts mit Werten von über +20 Grad frühsommerlich warm werden können. Örtlich können über dem Westen auch die +25 Grad erreicht werden, was den ersten Sommertag im April 2018 bringen könnte. Außergewöhnlich ist das für den April nicht, doch der frühe Zeitpunkt ist außergewöhnlich, häufiger treten diese Temperaturwerte erst im letzten April Drittel ein.
Nur zum Vergleich: Gegenüber dem langjährigen Mittelwert sind die Temperaturen vom Wochenende etwa um 9 bis 11 Grad zu warm. Rückblickend hat der April einen leichten Temperaturüberschuss von aktuell +0,8 Grad. Mit dem warmen Wetter der kommenden Tage wird wohl ein wesentlicher Grundstein für einen insgesamt zu warmen April 2018 gelegt.

Frühling mit gestörter Zirkulation

Beide Wettermodelle stimmen mit ihren Berechnungen im Zeitraum vom 10. bis 12. April weitgehend darüber ein, als dass ein Tiefdrucksystem über England von einem Hochdrucksystem über dem östlichen Europa an seinem Weiterkommen nach Osten blockiert wird und nach Süden über Frankreich in die Mittelmeerregion abtropft. Gleichzeitig bildet sich über Skandinavien ein Hochdrucksystem aus, welches sowohl mit dem Kontinentalhoch, als auch dem Azorenhoch eine Hochdruckbrücke ausbilden könnte. Details bleiben hierzu noch abzuwarten und je nach Position können sich unterschiedliche Großwetterlagen einstellen.

Das Strömungsmuster kommt nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells im Zeitraum vom 10. bis 15. April aus nordöstlichen bis östlichen Richtungen, was die Temperaturen etwa nördlich der Linie von Köln und Berlin auf +8 bis +13 Grad auf ein Jahreszeit typisches Niveau absinken lassen kann. Weiter nach Süden steigen mit Hilfe des Mittelmeertiefs auf frühlingshaft milde +15 bis +20 Grad. Gleichzeitig kann sich aber die Neigung zu Schauern und örtlichen Gewittern erhöhen. Anders formuliert ist das normale West-Ost Strömungsmuster durch das Hoch über Skandinavien als gestört zu bewerten.

Polarwirbelberechnung April

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Mit dem Skandinavienhoch entsteht ein über Mitteleuropa gestörtes Zirkulationsmuster © www.meteociel.fr

Hochdruckposition bleibt für den Frühling entscheidend

Etwas modifiziert ist die Variante des europäischen Wettermodells, welches den Hochdruckkern weiter östlicher berechnet und für Deutschland, Österreich und die Schweiz die Möglichkeit einer warmen Vorderseitenanströmung der Tiefdrucksysteme ermöglicht. Sollte sich diese Variante durchsetzen, so könnten die Temperaturen Mitte April zwischen +16 bis +23 Grad liegen.

Polarwirbelberechnung April

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Wettermodell: Hochdrucksystem weiter östlicher mit milder Südanströmung der Luftmassen über Deutschland © www.meteociel.fr

Nachhaltiges Frühlingswetter

Ein Kaltluftausbruch ist für den April durchaus typisch und für die zweite April Dekade noch nicht ganz von Tisch, doch zeigen die Wettermodelle vermehrt Varianten, bei der das Hoch über Skandinavien die kalten Luftmassen arktischen Ursprungs blockieren kann.
Die Kontrollläufe berechnen für den Zeitraum vom 10. bis 20. April ein breites Entwicklungsspektrum mit einem einheitlichen Temperaturtrend, welcher für die Jahreszeit zu mild ist. So liegt das Temperaturspektrum am 12. April zwischen +9 bis +22 Grad (Mittelwert: +15 bis +16 Grad) und am 21. April zwischen +4 bis +23 Grad (Mittelwert: +13 Grad). Die Niederschlagsneigung ist bis zum 10. April als schwach zu bewerten, steigt darüber hinaus aber etwas an. Alles in allem aber alles im gemäßigten Bereich. Frühlingswetter eben.

Diagramm Temperaturen April 2018 vom 06.04.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetter Frühling und Sommer 2018: Aktuelle Wetterprognose des Langfristmodells

Dass das Wetter im April 2018 deutlich zu warm ausfallen kann, zeigt auch das Langfristmodell in seiner aktuellen Wettervorhersage. So wird der April 2018 zum aktuellen Stand fast in ganz Deutschland mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad zu warm berechnet. Lediglich über dem Küstenregionen liegt die Abweichung mit -0,5 bis +0,5 Grad noch im normalen Bereich. Sonst haben sich gegenüber den letzten Tagen nur wenige Veränderungen ergeben. Die Monate im Überblick:

Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
April 2018 -0,5 bis +2 Grad Trend: leicht zu trocken
Mai 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu nass
Juni 2018 +0,5 bis +1 Grad Trend: zu trocken
Juli 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu nass
August 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2018 vom 06.04.2018

Zusammenfassung:

  • Wettermodelle berechnen zum zweiten April Drittel ein Wetterumschwung
  • Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum ist eine plausible Wetterentwicklung
  • Zweites April Drittel weitgehend warm bis frühlingshaft mild
  • Chancen auf wärmere Temperaturen sind über dem Süden höher als über dem Norden
  • Die Neigung zu Schauern und Gewittern kann im zweiten April Drittel zunehmen
  • Der zweite Frühlingsmonat April hat gegenüber dem langjährigen Mittelwert ein hohes Potential zu warm auszufallen

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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