Schaut man sich die Wettervorhersage für Ostern und den darauffolgenden Zeitraum im April an, so erkennt man, dass der Frühling zumindest einen Versuch startet, sich über Deutschland, Österreich und der Schweiz durchzusetzen.

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Fällt das Osterfest ins Wasser?

Der Grund für den wahrscheinlichen Warmluftschub an Ostern ist allerdings eine hohe Tiefdruckaktivität westlich von Europa, so dass die Luftmassen nicht nur warm, sondern auch entsprechend feucht sein können. So ist von Karfreitag bis Ostermontag immer wieder - mit teils kräftigen - Niederschlägen zu rechnen. Simuliert werden im gesamten Zeitraum bis Ostermontag Niederschlagssummen von 20 bis 40 l/m² und über dem Süden und Westen zwischen 40 bis 80 l/m². Sollte sich also tatsächlich diese Wetterlage einstellen können, so wäre in den kommenden 7 Tagen mit einer Niederschlagsmenge zu rechnen, welche mancherorts schon das Monatssoll von 58 l/m² des Aprils erreichen kann .

Wie gesichert ist ein frühlingshaft mildes Osterwochenende?

Auch diese Frage ist und bleibt berechtigt. Zwar ist die frühlingshaft milde Vorderseitenanströmung sehr wahrscheinlich, wenn sich das Tiefdrucksystem aber nur wenige hundert Kilometer weiter nach Osten verlagern kann, so ist auch mit kühlem Wetter zu rechnen. Wie warm kann es an Ostern werden? Aktuell werden für den Ostersonntag - je nach Niederschlagssituation - Tageswerte von +7 bis +11 Grad, bzw. +10 bis +14 Grad simuliert. Am Ostermontag werden über dem Norden +7 bis +14 Grad und über dem Süden Werte von +14 bis +18 Grad und örtlich auch noch darüber hinaus berechnet.
Würde das Tief nun weiter östlicher liegen, so wäre ein Temperaturbereich von +1 bis +7 Grad möglich und Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen wären zu erwarten.
Die Kontrollläufe berechnen für den Ostersonntag einen Temperaturmittelwert über dem Norden von +7,5 Grad und über dem Süden von rund +10 Grad. Der Mittelwert der letzten 10 Jahre liegt Anfang April bei rund +9 Grad. Zudem bestätigen die Kontrollläufe heute Abend ein nasses Osterfest

Polarwirbelberechnung April

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Mit der Vorderseitenanströmung milder werdendes Aprilwetter? © www.meteociel.fr

Setzt sich der Frühling durch?

Geht es nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells, so nimmt im ersten Aprildrittel die Tiefdruckaktivität der atlantischen Tiefdruckrinne zu. Anders formuliert ist zwar mit einem langsamen aber stetig ansteigenden Temperaturniveau zu rechnen, gleichzeitig aber wird die Niederschlagsneigung wohl hoch bleiben. Kalte Varianten sind nicht auszuschließen, doch sind normale bis zu warme Varianten heute Abend wahrscheinlicher geworden.

Diagramm Temperaturen April 2018 vom 25.03.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Fazit:

Die Berechnungen der Wettermodelle bestätigen sich heute erneut, was im ersten April-Drittel - zumindest Phasenweise - zu frühlingshaft milde Temperaturen führen könnte. Der Preis hierfür ist aber niederschlagsreiches Wetter. Der Natur wird es in der bevorstehenden Wachstumsphase sicherlich gut tun.

Wetter Frühling und Sommer 2018: Aktuelle Wetterprognose des Langfristmodells

Kaum Veränderungen zeigen die Berechnungen des Langfristmodells. Nur der April wird gegenüber den letzten Tagen noch etwas milder berechnet. Die weiteren Monate im Überblick:

Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Temperatur Niederschlag
März 2018 -1,5 bis -0,5 Grad Trend: etwas zu nass
April 2018 -1 bis +1 Grad Trend: etwas zu nass
Mai 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu trocken
Juni 2018 -0,5 bis +1Grad Trend: leicht zu trocken
Juli 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu trocken
August 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal

Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2018 vom 24.03.2018

Die nächste Aktualisierung erfolgt am 26. März gegen 9:00 Uhr in einer neuen Prognose Ostern 2018.

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