Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 22.03.2018 - Welche Auswirkungen hätte ein Polarwirbelsplit auf den Frühling?

Bis zum Sonntag bleibt das Wetter im März weitgehend ruhig, bevor zum Start in die neue Woche die Tiefdruckausläufer der atlantischen Frontalzone wieder vermehrt Einfluss auf das Wetter über Deutschland, der Schweiz und auch Österreich nehmen können. Auf der Vorderseite der Tiefdrucksysteme werden mildere Luftmassen herangeführt, was die Tageshöchstwerte am Samstag auf verbreitet +7 bis +13 Grad und örtlich bis +15 Grad in den frühlingshaft milden Bereich ansteigen lassen kann. Darüber hinaus wird es bis zum Dienstag zwar wieder etwas kühler, doch pendeln sich die Werte mit +6 bis +12 Grad in einem für die Jahreszeit typischen Bereich ein.

Erster Frühlingsmonat zu kalt

Die Abweichungen der Temperaturen im März gegenüber dem langjährigen Mittelwert liegen aktuell bei -1,76 Grad und sollten sich in den kommenden Tagen etwas in den neutraleren Bereich bewegen können. Nichtsdestotrotz ist der März bald zu Ende und eine regelrechte Hitzewelle ist nicht mehr in Sicht. Insofern bestätigt sich heute die Prognose der letzten Tage, als dass der März 2018 gegenüber seinem langjährigen Mittelwert ein hohes Potential hat, zu kalt auszufallen.

Osterwetter auch zu kalt?

Nun werden die Temperaturen in den kommenden Tagen ja wieder etwas wärmer. Hält dieser Trend an und kann über Ostern für warmes Wetter sorgen, oder aber kippt das Strömungsmuster in die für die Jahreszeit zu kalte Richtung? Die Wettermodelle haben zwar einen klaren Wettertrend zu Ostern 2018, aber die Unsicherheiten bleiben bestehen.

Wetter April 2018: Unsicherheiten weiterhin groß, Trend ist aber klar abzusehen

Die drei Wetterentwicklungen der letzten Tage bleiben auch heute für Ostern nahezu unverändert so stehen. So bildet sich kurz vor Ostern ein Trog über Mitteleuropa aus, welcher nochmals sehr kalte Luftmassen arktischen Ursprungs bis nach Deutschland führen könnte. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer wären bis in tiefere Lagen nicht auszuschließen.
Bei einem Trog gibt es aber noch weitere Varianten, wie bspw. die Grenzwetterlage, oder die warme Vorderseitenanströmung der Luftmassen, wenn der Trog zu weit westlich, oder gar östlich liegt und das Hochdrucksystem über Mitteleuropa nachrücken kann.

Nichtsdestotrotz unterstützen die Wettermodelle stets eine Trogwetterlage über Mitteleuropa und auch die Kontrollläufe stützen diese Variante weitestgehend, was das Wetter über Ostern wechselhaft und kühl ausfallen lassen kann. Wie kühl? +1 bis +6 Grad und in den Nächten wäre auch Nachtfrost möglich.

Frühlingswetter: Polarwirbel spielt die Hauptrolle

Ob der Frühling an Ostern, oder auch darüber hinaus in Deutschland Einzug halten kann, hängt auch vom Polarwirbel und dessen strukturelle Entwicklung ab. Nicht gerade wenige Simulationen berechnen an Ostern immer wieder die Tendenz des Polarwirbels zu einem sog. Splitverhalten. Dabei drängen Hochdrucksysteme in die Polarregion vor und teilen den Polarwirbel in zwei autarke Wirbel (Dipolare Struktur). Ob es nun über Deutschland kalt oder frühlingshaft mild werden kann, hängt entscheidend von der Splittachse ab.

Polarwirbelberechnung April

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Ein Splitt an dieser Stelle würde den Frühling noch eine Weile hinauszögern © www.meteociel.fr

Aber ein Polarwirbelsplit kann auch ganz anders verlaufen und statt spät winterliches Wettergeplänkel mit Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen wäre auch frühlingshaft mildes Wetter mit Temperaturen zwischen +14 bis +18 Grad nicht auszuschließen.

Polarwirbelberechnung April

Berechnung Polarwirbel nach Kontrolllauf: Polarwirbelsplit zwischen der Karasee und Alaska hätte über Deutschland frühlingshaft milde Temperaturen zur Folge © www.meteociel.fr

Kontrollläufe bestätigen ein breites Entwicklungsspektrum

Die Kontrollläufe berechnen in der Höhe von 1.500 Meter bspw. am 5. April eine Differenz der Temperaturen von bis 18 Grad. Zum Vergleich: für eine halbwegs vernünftige Wettervorhersage wäre eine Differenz von 2 bis 4 Grad und für eine Wetterprognose von 2 bis 6 Grad wünschenswert. Zudem zeigt sich zum wiederholten Male, dass die kalten Varianten der Hauptläufe sog. kalte Ausreißer sind. Das Potential für Veränderungen in den Simulationen bleibt in den kommenden Stunden erhalten und auch wenn sich ein Trend für eine kalte Witterung Anfang April abzeichnet - gesichert ist das zum heutigen Stand nicht.

Diagramm Temperaturen Ostern 2018 vom 21.03.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Ostern 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetter Frühling und Sommer 2018: Wetterprognose des Langfristmodells

Der erste Frühlingsmonat März hat - wie eingangs erwähnt - ein hohes Potential zu kalt auszufallen. Wie sieht es für den April 2018 aus? Das Langfristmodell berechnet gegenüber dem langjährigen Mittelwert eine Abweichung von -1 bis +0,5 Grad im normalen Bereich mit der Tendenz etwas zu kalt auszufallen. Vor allem über dem Norden ist die Wahrscheinlichkeit für einen kühleren April deutlich höher einzustufen, als über Süddeutschland.
Und der Mai? Der soll mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad normal mit dem Trend leicht zu warm ausfallen. Zählt man die Frühlingsmonate zusammen, so könnte der Frühling 2018 mit einer Abweichung von -0,2 Grad zum heutigen Stand normal ausfallen (-0,5 bis +0,5 Grad). Rückblickend auf die letzten 20 Jahre wäre das dann der dritte Frühling (2006, 2013), welcher normal bis zu kühl ausfallen könnte. Die restlichen 17 waren zu warm - teils deutlich zu warm. Abwarten, ob das tatsächlich so kommen mag.

Temperaturabweichung der letzten 20 Frühlingsjahre gegenüber dem Mittelwert

Temperaturabweichung der letzten 20 Frühjahre gegenüber dem Mittelwert

Für den Sommer 2018 berechnet das Langfristmodell eine durchweg normale Temperaturentwicklung, welche im Trend mit einer Abweichung von +1 Grad etwas zu warm ausfallen kann. Vor allem der August 2018 wird zum heutigen Stand etwas wärmer berechnet.

Umfrage Sommer 2018:

In den letzten Tagen hatten wir Sie gefragt, wie Sie das Wetter im Sommer einschätzen - hier das Ergebnis

Umfrage Wie wird der Sommer 2018?

In der Niederschlagserwartung zeigt sich der April zu nass, der Mai, Juni und Juli normal mit Trend leicht zu trocken und der August normal mit Trend leicht zu nass auszufallen. Ein ganz normaler Sommer? Auch das bleibt abzuwarten. Sollte der Sommer aber zu warm ausfallen, so wäre das der 22. zu warme Sommer in Folge.

Temperaturabweichung der letzten 20 Sommer gegenüber dem Mittelwert

Temperaturabweichung der letzten 20 Sommer gegenüber dem Mittelwert

Die nächste Aktualisierung erfolgt am 23. März gegen 9:00 Uhr in einer neuen Wettervorhersage zum Wetter März 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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