Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 18.03.2018 - Bleibt das meridionale Strömungsmuster bis kurz vor Ostern erhalten?

Der Frühling hat bei aktuell verbreitetem Dauerfrost und einer Schneedecke etwa südlich von Köln und Dresden so seine Probleme sich durchzusetzen. Kein Wunder, ist das Zirkulationsmuster mit dem Hochdrucksystem über Skandinavien aktuell noch gestört. So bleibt das Wetter im März 2018 in der kommenden Woche leicht wechselhaft und in den Nächten ist weiterhin mit leichten und örtlich noch mäßigen Nachtfrost zu rechnen. Die Tageswerte steigen aber im Verlauf der kommenden Tage weiter an und können zum Freitag +5 bis +10 Grad und örtlich bis +12 Grad erreichen. Das ist nicht frühlingshaft mild, aber die Temperaturwerte nähern sich dem Jahreszeit-typischen Bereich an.

Wetter im März 2018 zu kalt

Aktuell liegt die Abweichung der Temperaturen der bereits vergangenen März Tage gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit -0,93 Grad im zu kalten Bereich, wobei über Deutschland eine Zweitteilung besteht. Der Norden ist deutlich zu kühl, der Süden weitgehend normal. Das sich die Temperaturen bis zum 23. März von deutlich zu kalt auf normal erwärmen ist bis zum 25. März ein deutlich zu kalter Verlauf des Mittelwertes nahezu gesetzt. Nun würde es auf die letzten März-Tage ankommen, ob der Mittelwert noch in den normalen Bereich angehoben werden kann - auszuschließen wäre das zwar nicht, aber zum aktuellen Stand sehr unwahrscheinlich. Insofern hat der erste Frühlingsmonat ein sehr hohes Potential gegenüber seinem Mittelwert zu kalt auszufallen.

Frühling 2018 legt Kaltstart hin

Woran liegt das, dass die Kaltluft im ersten Frühlingsmonat immer wieder nach Süden vorstoßen kann? Ist das außergewöhnlich? Nein, außergewöhnlich ist das nicht und kommt aus statistischer Sicht häufiger im Zeitraum vom 20. März bis 15. April vor. Schneefall mit einer mehreren Zentimeter dicken Schneedecke ist ebenfalls nichts außergewöhnliches. Der letzte zu kalte März war übrigens im Jahr 2013 mit einer Abweichung von -3,4 Grad. Der wärmste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen von 1881 war im Jahr 2017.
Warum also diese Schwankungen? Die Ursachen sind im Polarwirbel zu finden, welcher im März und April seinem winterlichen Finale entgegen strebt. Die Instabilitäten nehmen zu und die Wellenbewegungen entlang der Polarfront kommt in Schwung. In Folge daraus entstehen meridionale Strömungsmuster und ob Deutschland nun auf der kalten oder warmen Seite des Troges liegt, entscheidet mitunter auch das Azorenhoch und die Konstellation der Wettersysteme über dem östlichen Kanada und Grönland.

Bedingt durch das Major-Warming im Februar 2018 wurde der aktive Polarwirbel über Kanada und Grönland nahezu abgebaut und konnte sich bis jetzt nicht mehr stabilisieren, aber zumindest phasenweise regenerieren. Nun rücken aber in diese Regionen immer wieder Hochdrucksysteme vor, was die Wellenbewegung vor Mitteleuropa erhöht. Durch die Frequenz aber sind kühle Trogwetterlagen in Form von Nordwest- oder Nordwetterlagen über Deutschland, Österreich und die Schweiz wahrscheinlicher, als frühlingshaft milde Südwest- bis Südwetterlagen. Eindrucksvoll zeigt das das amerikanische Wettermodell in seinen Berechnungen bis kurz vor Ostern.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Meridionale Großwetterlage vor Ostern © www.meteociel.fr

Ein Kaltluftvorstoß in Richtung Neufundland auf dem Atlantik ist nicht zu erkennen. Stattdessen positioniert sich dort ein Hochdrucksystem und blockiert die Tiefdruckmaschinerie auf dem Atlantik. Das Tiefdruckzentrum und der aktive Teils des Polarwirbels liegt über Sibirien bis nach Skandinavien reichend. Da sich Hochdrucksysteme im und Tiefdrucksysteme gegen den Uhrzeigersinn drehen ist auch das Strömungsmuster zu erkennen, was frühlingshaft warme Temperaturen bis kurz vor Ostern erst einmal wenig wahrscheinlich macht.

Gemäßigte Variante nach dem europäischen Wettermodell

Auch nach den aktuellen Berechnungen des europäischen Wettermodells wird ein meridionales Strömungsmuster bis kurz vor dem Osterfest bestätigt, jedoch mit dem Unterschied einer anders positionierten Hochdruckachse, welche von den Azoren mehr in Richtung Island nach Norden strebt. Aber auch in diesem Fall wäre eine Blockierung der atlantischen Tiefdrucksysteme zu erwarten und tropfen auf der Rückseite des Hochdrucksystems über Mitteleuropa nach Süden ab. Gleichzeitig aber fehlt über der Mittelmeerregion ein stützendes Hochdrucksystem, was frühlingshaft milde Temperaturen jenseits der +14 Grad Marke zum aktuellen Stand wenig wahrscheinlich macht.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Wettermodell: Meridionale Grundstruktur © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Wechselhaft mit breitem Entwicklungsspektrum in der Zeit vor Ostern

Die Kontrollläufe bestätigen einen zunehmend positiven Temperaturtrend, welcher vom 25. bis 27. März auch knapp über dem langjährigen Mittelwert liegen, aber bis zum 28. März wieder in den negativen Bereich absinken kann. Das Temperaturspektrum liegt am 26. März zwischen +4 bis +16 Grad bei einem Mittelwert von +9 bis +10 Grad. Am 28. März liegt das Spektrum zwischen -2 bis +13 Grad bei einem Mittelwert von +6 bis +8 Grad. Gleichzeitig steigt die Niederschlagsneigung an, was bei Temperaturen in 1.500 Meter Höhe von -3 bis -5 Grad in den höheren Regionen wieder für Neuschneezuwachs und somit einer guten Schneegrundlage zu den Osterferien in einigen Bundesländern sorgen sollte. Freunde des Frühlingswetters müssen sich noch etwas in Geduld üben.

Ob das Wetter zum Osterfest milder, oder auch wieder kälter werden kann, klären wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer Aktualisierung der Wetterprognose Ostern 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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