Am kommenden Wochenende wird das März Wetter mit einem Kaltluftzustrom aus östlich bis nordöstlichen Richtungen deutlich kälter. In manchen Regionen ist auch Dauerfrost nicht auszuschließen. Besonders kalt aber kann es mit -9 bis -1 Grad in den Nächten werden und etwa südlich der Linie von Köln und Dresden ist auch noch einmal nennenswerter Schneefall möglich, welcher auch zur Ausbreitung einer dünnen Schneedecke führen kann. Märzwinter - nur für wie lange?

Anzeige

Kühles, aber nicht kaltes Märzwetter

Das amerikanische und auch europäische Wettermodell berechnen für den Zeitraum vom 18. bis 21. März eine weitgehend übereinstimmende Wetterentwicklung. So verlagert das kältebringende Skandinavienhoch seinen Schwerpunkt über England und geht zum 21. März in einen Hochdruckkeil des Azorenhochs über. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen somit in ein gradientenschwaches Wetterumfeld, da dies aber am östlichen Hochdruckgradienten geschieht, kommen die Luftmassen aus nördlichen Richtungen, was die Tageswerte nur langsam ansteigen lässt und in den Nächten weiterhin mit Frost zu rechnen ist.

Hochdruckachse kippt - Optionen für kaltes oder auch warmes Frühlingswetter

Auch diese Variante stützen beide Wettermodelle im Zeitraum vom 21. bis 25. März - dem Beginn der Osterferien in einigen Bundesländern. Die Hochdruckachse kippt bis zum 22. März weiter nach Osten weg und legt sich quer über Mitteleuropa. Deutschland, Österreich und die Schweiz verbleiben somit in einem gradientenschwachen Wetterumfeld, was die Temperaturen am 22. März auf +4 bis +8 Grad und bis zum 24. März auf +7 bis +12 Grad ansteigen lassen kann. Das ist noch etwas vom Frühlingswetter entfernt, richtig kalt ist es aber auch nicht. Zudem ist häufiger mit längerem Sonnenschein und einem weitgehend trockenen Wettercharakter zu rechnen.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Hochdruckachse über Mitteleuropa © www.meteociel.fr

Meridionales Strömungsmuster kurz vor Ostern nicht auszuschließen

Im Zeitraum vom 24. bis 28. März hat das Azorenhoch ein hohes Potential, sich auf dem Atlantik nach Norden auszudehnen. Gleichzeitig aber fehlt über der Mittelmeerregion das stützende Hochdruckgebiet. So können die Tiefdrucksysteme am östlichen Hochdruckgradienten von Nordwest nach Südost über Deutschland hinwegziehen, was den Frühling weiter verhindern kann und die Temperaturen sich mit +6 bis +12 Grad in einem für die Jahreszeit leicht zu kalten Bereich einpendeln könnten.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Meridionales Zirkulationsmuster kurz vor Ostern © www.meteociel.fr

Andere Variante möglich?

Daneben gibt es noch eine weitere - mildere - Variante, bei der sich das Hochdrucksystem von den Azoren eine Hochdruckbrücke zum Kontinentalhoch über dem westlichen Russland aufbauen kann. Auch nach dieser Entwicklung würden Deutschland, Österreich und die Schweiz in einem gradientenschwachen Umfeld verbleiben können, doch mit Hilfe des Hochdrucksystems können die Temperaturen vor Ostern jeden Tag etwas wärmer werden.

Kontrollläufe: Trend zur Normalisierung der Temperaturen

Der Kaltlufteinbruch ist recht knackig, hält sich aber "nur" im Zeitraum vom 17. bis 22. März. Anschließend zeigt sich ein deutlich positiver Temperaturtrend in den Kontrollläufen, welcher zum 22. März schon die Jahreszeit-typischen Werte erreicht haben kann. Der Hauptlauf des amerikanischen Wettermodells ist darin ganz gut eingebettet, was diesen Wettertrend - zum aktuellen Stand - plausibel macht. Die Niederschlagsneigung ist bis zum 25. März als gering zu bewerten und steigt darüber hinaus etwas an.

Diagramm Temperaturen im März 2018 vom 15.03.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Ob die Simulationen der Wettermodelle tagsüber mehr in Richtung Frühling oder gar nochmals in die kalte Richtung umschwenken können, klären wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose Ostern 2018.

Anzeige

 

Erzählen Sie es Ihren Freunden, wenn Ihnen unsere Wetterprognosen gefallen