Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 13.03.2018 - Wie nachhaltig ist der Kaltluftausbruch zum Wochenende?

Kommt der Märzwinter noch einmal, oder wird es nur ein nasskalter Streifschuss sein. Die Wettermodelle sind sich da noch nicht ganz einig - einig aber sind sie sich, dass das Wetter März 2018 zum Wochenende deutlich kälter wird und die Option auf ein paar Schneeschauer ermöglicht. Vor allem aber in der Nacht auf Montag kann es mit -9 bis 0 Grad nochmals winterlich frisch werden.

Märzwinter und spät-winterlich nasskaltes Wetter?

Geht es nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells, so verläuft der Vorstoß arktischer Kaltluftmassen von Nordosten her und erreicht zum Samstag auch Deutschland. Verantwortlich hierfür ist ein Hochdrucksystem über Skandinavien, welches mit Hilfe eines Tiefdrucksystems über der Barentssee und Karasee die Kaltluftmassen nach Süden führt. Über Europa aber liegen noch die Reste eines Tiefdrucksystems, welche den Kaltluftvorstoß etwas verzögern könnten. Aber spätestens bis Sonntag initialisieren die Kaltluftmassen über der Mittelmeerregion ein Italientief, was wie ein Ansaugmotor für die Kaltluftmassen ist.
Geringe Verschiebungen dieser Wettersysteme können zwischen Dauerfrost und nasskalten Temperaturcharakter entscheiden. Zum Vergleich: gestern Abend berechnete das amerikanische Wettermodell für den 18. März Tageshöchstwerte von -4 bis 0 Grad. In den aktuellen Berechnungen werden für den 18. März Tageswerte von -1 bis +4 Grad über dem Norden und +4 bis +8 Grad über dem Süden berechnet. Statt Schneefall über dem Süden ist nun mit wechselnder Bewölkung und zeitweiligen Sonnenschein zu rechnen.
So schnell kann das beim Wetter gehen - aber auch wieder in die andere Richtung. Bei solchen Wetterentwicklungen kommt es eben auf die Details an.

Frühlingswetter mit einem gestörten Zirkulationsmuster vorerst nicht möglich

Egal wie weit die Temperaturen absinken werden, der Kaltluftvorstoß hat es in sich und wird mit Hilfe des Hochdrucksystems das Zirkulationsmuster zunächst einmal nachhaltig stören können.
Das amerikanische Wettermodell berechnet die Verlagerung des Skandinavienhochs zum 19. März in Richtung Island und Grönland und geht bis zum 21. März in einen Hochdruckkeil des Azorenhochs über. Dieses wiederum keilt auf dem Atlantik steil nach Norden auf. Das Zirkulationsmuster meridionalisiert und über Mitteleuropa entsteht eine Trogwetterlage, bei der aus nordwestlichen Richtungen immer wieder Tiefdrucksysteme vorstoßen können.
Schnee- und Graupelschauer wären bei Tageswerten von +2 bis +7 Grad bis kurz vor Ostern 2018 zu erwarten. Vor allem in den Nächten wäre mit -5 bis +1 Grad mit Nachtfrost zu rechnen.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Trog Mitteleuropa mit nasskaltem Spätwinterwetter © www.meteociel.fr

Frühlingswetter im Stottermodus

Auch das europäische Wettermodell berechnet den Kaltluftvorstoß arktischen Ursprungs bis zum 18. März mit Höhepunkt zum 19. März. Die Tageshöchstwerte könnten am Montag im Bereich von -2 bis +5 Grad liegen. Auch nach dieses Berechnungen wird es wohl nur in manchen Regionen für Dauerfrost reichen. Oberhalb etwa 500 Meter ist Dauerfrost am Montag aber wahrscheinlich. Im Zeitraum vom 19. bis 22. März schwächt sich der Kaltluftzustrom ab und ein Hochdruckkeil des Azorenhochs legt sich quer über Mitteleuropa. So ist mit einem relativ trockenen Wettercharakter zu rechnen bei Temperaturen, welche sich im Bereich von +3 bis +8 Grad bewegen können. In den Nächten ist mit Nachtfrost zu rechnen.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Wettermodell: Gemäßigt kühle Variante über Mitteleuropa © www.meteociel.fr

Märzwetter zu kalt

Die Kontrollläufe stützen seit ein paar Tagen den Kaltluftausbruch arktischen Ursprungs, was die Temperaturen vom 18. bis 19. März gegenüber dem langjährigen Mittelwert um 10 Grad zu kalt ausfallen lassen kann. Bis kurz vor Ostern steigt der Temperaturtrend generell an, bleibt aber mit einer Abweichung von 2 bis 6 Grad in einem für die Jahreszeit zu kalten Bereich. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 25. März zwischen -2 und +14 Grad bei einem Mittelwert von +5 bis +6 Grad. Frühlingshaft milde Temperaturen sehen anders aus.
Aktuell ist der März etwa um -1,6 Grad zu kalt, was vor allem den kalten Werten über Norddeutschland zu verdanken ist (Abweichung über dem Norden -2 Grad, über dem Süden -0,2 Grad). Der März 2018 hat aktuell eine hohe Wahrscheinlichkeit gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu kalt auszufallen.

Diagramm Temperaturen im März 2018 vom 13.03.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetter Frühling und Sommer 2018: Wetterprognose der Langfristmodelle

Zeit mal wieder einen Blick auf die unterschiedlichen Berechnungen der Langfristmodelle für die Wetterentwicklung im Frühling und Sommer 2018 zu riskieren.

  • Das CFSv2 Modell berechnet den April 2018 mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert normal und den Mai mit -0,5 bis +1 Grad normal mit dem Trend leicht zu warm auszufallen. Für die Sommermonate Juni, Juli und August liegen die Abweichungen mit -0,5 bis +1 Grad im normalen bis leicht zu warmen Bereich. In der Niederschlagsentwicklung zeigt sich für den Frühling und Sommer eine normale bis leicht zu trockene Abweichung gegenüber dem Sollwert. Lediglich der August 2018 könnte leicht zu nass ausfallen.
  • Das Langfristmodell des DWD berechnet für den Zeitraum vom April bis Juni eine Abweichung von -1 bis +0,2 Grad im leicht zu kalten bis normalen Bereich. Und vom Mai bis Juli von +0,2 bis +1 Grad im normalen bis leicht zu warmen Bereich. In der Niederschlagsbewertung lassen sich keine großartigen Abweichungen feststellen.
  • Das Langfristmodell der NASA simuliert den April und Mai mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad normal mit dem Trend leicht zu mild auszufallen. Die Sommermonate Juni, Juli und August sollen demnach mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad deutlich zu warm ausfallen.
  • Das IRI-Modell berechnet die Frühlingsmonate von März bis Mai mit einer Wahrscheinlichkeit von 40 bis 60 Prozent etwas zu warm. Der Sommer 2018 soll demnach mit einer Wahrscheinlichkeit von 40 bis 50 Prozent etwas zu warm ausfallen können. In der Niederschlagsberechnung soll das Frühjahr normal und der Sommer leicht zu nass ausfallen können.
  • Fehlt noch das METOffice, welches die Monate April, Mai und Juni mit einer Wahrscheinlichkeit von 40 bis 60 Prozent etwas zu warm und für den Sommer 2018 wird ebenfalls eine Wahrscheinlichkeit von 40 bis 60 Prozent für einen zu warmen Temperaturverlauf ausgegeben.

Zusammenfassend:

Zum aktuellen Stand hat der Frühling eine erhöhte Wahrscheinlichkeit normal auszufallen. Der Sommer 2018 hat hingegen das Potential, der 22. zu warme Sommer in Folge zu werden.

Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2018 vom 13.03.2018

Gegen 20:45 Uhr klären wir heute Abend, wie lange sich die Kaltluftmassen über Deutschland halten können und ob auch das Wetter an Ostern 2018 davon betroffen sein könnte.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,6 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,05 +2,17 +1,48 652 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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