Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 12.03.2018 - Kaltluftausbruch arktischen Ursprungs

Nach den milden Tagen bis zur Wochenmitte dehnt sich zum Donnerstag über Skandinavien ein Hochdrucksystem aus und führt an seinen östlichen Gradienten kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden, welche zum kommenden März Wochenende auch den Norden von Deutschland erreichen können. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer werden bei Tageswerten von -1 bis +7 Grad wieder zum Thema werden können, wenngleich die Wettermodelle noch unterschiedliche Interpretationen der kommenden Wetterentwicklung haben.

Mit einem Skandinavienhoch wenig frühlingshafte Wetteraussichten

Das sich ein Hochdrucksystem über Skandinavien positionieren wird, gilt zwischenzeitlich als weitgehend gesichert. Unsicher ist hingegen noch der Achsverlauf, welche drei unterschiedliche Wetterentwicklungen zur Folge haben kann. Die Gemeinsamkeiten aber liegen in einem wenig frühlingshaften Wettercharakter.

Die winterlich kalte Variante

Der Kaltluftzustrom erreicht am kommenden Wochenende Deutschland und initialisiert aufgrund der Temperaturgegensätze über der Mittelmeerregion ein Tiefdruckgebiet. Dieses Tiefdrucksystem ist wie ein Ansaugmotor für die Kaltluftmassen, was die Tageswerte über Deutschland bis zum 18. März auf -4 bis +2 Grad zurückgehen lassen kann.
Nun halten sich solche Kaltluftmassen im Spätwinter nicht mehr lange und so können die Tageswerte zum 19. März schon wieder größtenteils im positiven Bereich liegen und bis zum 21. März an die +10 Grad Marke heran reichen. Die kalte Luft ist relativ trocken, was die Niederschlagsneigung gering hält. Vielfach ist mit Sonnenschein zu rechnen. Lediglich über dem Süden von Baden-Württemberg und Bayern können mit Hilfe des Italientiefs auch Niederschläge - teils als Regen, teils als Schnee - erwartet werden. Kräftiger Schneefall wäre bei dieser Variante über den Alpenregionen zu erwarten, was die Schneebedingungen kurz vor den Osterferien in einigen Bundesländer verbessert. In den Nächten wären mit Werten von -8 bis -0 Grad frostige Werte zu erwarten.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Kaltluftausbruch polaren Ursprungs kann Deutschland erreichen © www.meteociel.fr

Die gemäßigt kalte Variante

Die Hochdruckachse legt sich quer und verläuft bis zum 18. März von Island über Skandinavien bis über das westliche Russland. Das verzögert den Kaltluftzustrom. Über der Mittelmeerregion entsteht ein Tiefdrucksystem, welches im weiteren Verlauf über das östliche Europa nach Norden zieht. Gleichzeitig verlagert sich das Hochdruckzentrum mehr in Richtung Island und sorgt für einen aufkeilendes Azorenhoch, was mit dem Tiefdruckgebiet über dem östlichen Europa das Zirkulationsmuster meridionalisieren lässt. So ist ab dem 20. März der Weg für die Kaltluftmassen nach Süden in Richtung Deutschland frei. Wie kalt könnte es werden? Je nach Höhenlage wären frische -2 bis +7 Grad möglich. Ist Schneefall möglich? Schneeschauer sind möglich, da die Luftschichtung labiler als in der ersten Variante ist.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Wettermodell: Meridionales Strömungsmuster mit hoher Wahrscheinlichkeit einer kühlen bis kalten Wetterentwicklung © www.meteociel.fr

Grenzwetterlage

Die atlantische Frontalzone hat es nicht gern, wenn sie auf ihrem Weg nach Osten blockiert wird. Also sucht sie sich Wege, wie man das erreichen kann. Häufiger geschieht das über die Mittelmeerregion und pumpt aus südlichen Richtungen milde Luftmassen nach Deutschland. Gleichzeitig aber führt das Hochdrucksystem über Skandinavien die Kaltluft nach Süden, was über Deutschland zu einer sog. Grenzwetterlage mit entsprechend viel Niederschlag entlang der Luftmassengrenze führen kann.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach einem Kontrolllauf: Grenzwetterlage © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Wenig frühlingshafte Wetteraussichten bis Ostern 2018

Waren die Kontrollläufe in den letzten Tagen noch skeptisch gegenüber dem Hauptlauf, so folgen sie diesem seit heute Morgen, was das kälter werdende Wetterereignis zum kommenden Wochenende deutlich wahrscheinlicher macht. So liegt das Temperaturspektrum am vorläufig kältesten Tag, dem 18. März zwischen -5 bis +11 Grad bei einem Mittelwert von -1 Grad über dem Osten, +0 Grad über dem Norden, +3 Grad über dem Süden und Westen. Anschließend steigt das Temperaturniveau mit einem Mittelwert von +5 bis +7 Grad in einem für die Jahreszeit typischen Bereich an. Von frühlingshaft milden Temperaturen ist man aber noch weit entfernt.

Diagramm Temperaturen im März 2018 vom 12.03.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Welche der Varianten die Wettermodelle tagsüber weiter stützen und ob sich der kalte und wenig frühlingshafte Wettercharakter bis Ostern halten kann, klären wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer Aktualisierung der Wetterprognose Ostern 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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