Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 11.03.2018 - Spätwinterlich kalt oder doch frühlingshaft mild?

Mit Hilfe eines Tiefdruckzentrums über England wird das Wetter in der zweiten März Dekade unbeständiger. Da die Grundströmung aber aus südlichen Richtungen kommt und milde Luftmassen nach Deutschland über die Alpen führt, sind die Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert als zu warm zu bewerten. Der Vorläufige Höhepunkt der milden Temperaturen wird bereits heute erreicht werden können und kann am 15. März einen zweiten Höhepunkt haben. Gegenüber dem langjährigen Mittelwert liegt die Abweichung zwischen 3 bis 8 Grad im zu warmen Bereich. Die aktuelle Temperaturabweichung des ersten März-Drittels liegt mit -2,39 Grad im zu kalten Bereich und sollte sich in den kommenden Tagen weiter normalisieren können.

Wie stehen die Chancen für den Spätwinter und wie für den Frühling?

Wer hier regelmäßig mit liest, der weiß, dass ab der zweiten März-Hälfte möglicherweise eine spannende Wetterentwicklung bevorsteht. Das amerikanische und auch europäische Wettermodell bestätigen die Simulationen der letzten Tage, bei der sich ab dem 15. und 16. März ein Hochdrucksystem über Skandinavien ausbilden kann. Im Verbund mit tiefem Luftdruck weiter östlich können sehr kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden geführt werden. Ob Deutschland, Österreich und die Schweiz davon betroffen sein werden hängt im Detail von den Positionen der Wettersysteme ab.

Die winterlich kalte bis nasskalte Variante

Ein Kaltlufteinbruch ist für den Übergangsmonat März vom Winter in den Frühling nichts außergewöhnliches, doch meist nochmals spektakulär, da sich auch häufiger schon Temperaturen um die +15 Grad und mehr gezeigt haben können. Meist geht so etwas auch mit kräftigen Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer einher und können in manchen Regionen auch nochmals für die Ausbreitung einer Schneedecke sorgen.
Das amerikanische Wettermodell berechnet heute eine solche Variante. Der Kaltluftvorstoß polarer Kaltluftmassen gelingt bis nach Deutschland und initiiert über der Mittelmeerregion ein Italientief. Das wiederum verstärkt den Kaltluftzustrom aus nordöstlichen Richtungen und kann im Schwerpunkt über den Alpen und auch dem Süden für kräftigere Niederschläge sorgen. Ob das Schnee bis in tiefere Lagen sein wird, bleibt abzuwarten. Das Potential jedenfalls wäre vorhanden und für die Skiregionen könnte das nochmals für eine ordentliche Neuschneemenge kurz vor den Osterferien sorgen.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Kaltluftausbruch arktischen Ursprungs bis nach Deutschland reichend © www.meteociel.fr

Die gemäßigte bis frühlingshaft milde Variante

Sehr häufig beobachtet man im Spätwinter solche Kaltluftausbrüche aus nördlichen Richtungen. Jedoch aktiviert sich die Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik mit ansteigendem Sonnenstand und den gegensätzlichen Temperaturen. Je nachdem, wie stark die Tiefdrucksysteme sind, können diese das Hochdrucksystem über Skandinavien nach Osten wegdrücken. Nach den Berechnungen des europäischen Wettermodells wäre das der Fall.
So streift die arktische Luftmasse Deutschland wohl nur über den Osten von Deutschland, was dort für Schneeschauer bis in tiefere Lagen sorgen kann. Nachfolgend geht das Hochdrucksystem in einen Hochdruckkeil von den Azoren, Mittelmeerregion bis über das östliche Europa reichend über und mit der Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik könnte eine frühlingshaft milde Südwestwetterlage entstehen.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Wettermodell: milde Südwestwetterlage zum letzten März-Drittel © www.meteociel.fr

Kaltes Wetter vor Ostern?

Man sieht, wie die Details entscheidend sein können. Was aber wäre, wenn der Kaltluftzustrom - wie vom amerikanischen Wettermodell berechnet - so eintreten und durch ein Italientief noch verstärkt werden könnte? Ist die Kaltluft erst einmal da, bleibt sie auch. Nach den aktuellen Simulationen verlagert sich das Hochdrucksystem weiter nach Westen in Richtung Island, was die Wahrscheinlichkeiten für weitere Kaltluftvorstöße aus nördlichen Richtungen erhöht. Man hätte es mit einem Hoch über Island kurz vor Ostern zudem noch mit einer gestörten Zirkulation zu tun. Freunde des Frühlingswetters müssten sich dann in Geduld üben. Wie kalt könnte es denn werden? Für den 26. März berechnet das amerikanische Wettermodell Tageswerte von -1 bis +7 Grad bei einer Schneefallgrenze von 100 bis 700 Meter schwankend.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Meridionales Strömungsmuster mit hoher Wahrscheinlichkeit einer kühlen bis kalten Wetterentwicklung © www.meteociel.fr

Wie wahrscheinlich sind die Kaltluftausbrüche vor Ostern?

Die Kontrollläufe zeigen es sehr ausdrücklich, dass die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells einen kalten Ausreißer darstellen. Die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells liegen mit einer Abweichung von 8 bis 12 Grad unter dem Mittelwert der Kontrollläufe. Der Mittelwert selbst liegt mit Tageswerten von +6 bis +9 Grad im Bereich, welcher für die Jahreszeit typisch wäre. Erst kurz vor Ostern zeigt sich eine leicht zu kühle Temperaturentwicklung, doch mit einem Mittelwert von +5 bis +7 Grad ist spätwinterlicher Dauerfrost nicht zu erkennen. Anders formuliert, sind in den kommenden Stunden weitere Veränderungen in den Simulationen zu erwarten.

Diagramm Temperaturen im März 2018 vom 11.03.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetter Frühling und Sommer 2018: Wetterprognose des Langfristmodells

Man sieht in dem oben gezeigten Diagramm, dass eine nachhaltig frühlingshafte Wetterlage so ihre Schwierigkeiten haben dürfte, sich durchzusetzen. Vielmehr zeigt sich eine höhere Wahrscheinlichkeit für normale bis leicht zu kühle Varianten. Und trotzdem: das Langfristmodell berechnet für den März gegenüber dem langjährigen Mittelwert ein Temperaturüberschuss über dem Süden von +1 bis +2 Grad im zu warmen und über dem Norden von -0,5 bis +0,5 Grad im normalen Bereich. Das unterstreicht noch einmal, dass die deutlich zu kalten Varianten des amerikanischen Wettermodells derzeit nur wenig Relevanz haben und Veränderungen zu erwarten sind. Die weiteren Monate im Überblick:

Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Temperatur Niederschlag
März 2018 -0,5 bis +2 Grad Trend: leicht zu nass
April 2018 -0,5 bis +0,5 Grad Trend: etwas zu trocken
Mai 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal
Juni 2018 -0,5 bis +1Grad Trend: zu trocken
Juli 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: zu trocken
August 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal

Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2018 vom 11.03.2018

Ob das amerikanische Wettermodell seine Berechnungen im Tagesverlauf korrigiert, oder gar ein früher Trendsetter einer zu kalten Wetterlage ist, klären wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Ostern 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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