Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 10.03.2018 - Eine spannende Wetterentwicklung steht bevor

Ein Tiefdrucksystem über England beeinflusst mit seinen Tiefdruckausläufern in den kommenden Tagen das März Wetter über Deutschland. Mit Hilfe einer südlichen Grundströmung werden sehr milde, aber auch feuchte Luftmassen nach Norden geführt. In Folge daraus bleibt der Wettercharakter im März häufig stark bewölkt und mit zeitweiligen Regenfällen ist zu rechnen - örtliche Gewitter sind dabei nicht auszuschließen.

Nasses Frühlingswetter

Schaut man sich die Niederschlagsprognose der Wettermodelle bis einschließlich den 15. März an, so liegen die Niederschlagsschwerpunkt mit 20 bis 40 l/m² über den Küstenregionen von Nord- und Ostsee, über Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland und entlang der Alpen. Sonst sind mit 7 bis 15 l/m² und in manchen Regionen bis 20 l/m² deutlich weniger Niederschläge zu erwarten.
Aber nichtsdestotrotz können die Temperaturen meist auf Werte zwischen +8 bis +13 Grad und am Sonntag, Mittwoch und Donnerstag auch darüber hinaus ansteigen. Ob dabei die +20 Grad Marke über dem Süden erreicht werden kann, bleibt abzuwarten. Etwas kühler wird es wohl mit +5 bis +10 Grad über dem Nordosten bleiben können.

Kaltluftausbruch: Markanter Wetterwechsel zur Monatsmitte?

Beide Wettermodelle stützen zur Mitte des ersten Frühlingsmonats den Aufbau eines Hochdrucksystems über Skandinavien, welches im Verbund mit einem Tiefdruckgebiet von der Barentssee über die Ostsee reichend sehr kalte Luftmassen arktischen Ursprung nach Süden führt. Zur gleichen Zeit aber pumpt das Tiefdrucksystem bei England weiterhin warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Norden.

Frühling gegen Winter: Kräftige Reaktionen

Geht es nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells, stemmt sich der Frühling mit aller Macht gegen den winterlichen Kaltluftvorstoß und übertreibt es dabei. Die atlantische Frontalzone wird in diesem Entwicklungsprozess weit nach Osten bis über das östliche Europa geleitet, was zum 19. März den Kaltluftvorstoß aus nördlichen Richtungen noch weiter verstärken kann.

Ganz ähnlich sind die Berechnungen des europäischen Wettermodells. Auch hier zeigt sich der initialisierende Kaltluftvorstoß zum 15. März, wird aber kurz vor Deutschland durch das ostwärts ziehende Tiefdrucksystem bei England blockiert. Im nachfolgenden Zeitraum aber schwächt sich das Tiefdrucksystem ab und in Folge daraus fehlt die Dynamik, um den Kaltluftzustrom nach Süden bis über Deutschland, Österreich und die Schweiz zu geleiten. Stattdessen driftet die winterliche Kaltluft nach Osten über Russland ab.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Kaltluftvorstoß arktischen Ursprungs kurz vor Ostern © www.meteociel.fr

Kurz vor Ostern 2018: Winterlich kühl oder frühlingshaft mild?

Das wird eine sehr interessante Wetterentwicklung. Nicht selten ist es so, wie es das europäische Wettermodell berechnet: der Kaltluftzustrom wird nach Osten abgelenkt. Aber so eine Simulation, wie vom amerikanischen Wettermodell ist ebenfalls plausibel, da die Kaltluft recht schnell nach Süden zieht und eine entsprechende Gegenreaktion hervorruft.
Betrachtet man die Simulationen für den Zeitraum bis kurz vor Ostern, so berechnet das amerikanische Wettermodell ein über den Azoren nach Norden aufkeilendes Hochdrucksystem, was ein meridionales (Nord-Süd, Süd-Nord) verlaufendes Zirkulationsmuster nicht ausschließt. Gleichzeitig aber haben die Kaltluftmassen arktischen Ursprungs freie Bahn nach Süden vorzustoßen. Statt frühlingshaft mildes Wetter, wäre demnach mit kühlen Schauerwetter zu rechnen, was Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen ermöglichen kann. Ein spät winterlicher Wettercharakter.

Wie wahrscheinlich ist ein Kaltluftvorstoß vor Ostern?

Beide Wettermodelle berechnen zumindest die Möglichkeit eines solchen. Dabei ist das amerikanische Wettermodell gegenüber den Kontrollläufen stets die kälteste Variante. Mit Veränderungen ist in den kommenden Stunden noch zu rechnen. Interessant aber ist, dass diese Variante permanent erhalten bleibt. Anders formuliert steigt die Wahrscheinlichkeit einer kühleren Wetterperiode vor den Osterfeiertagen gegenüber den letzten Tagen etwas an. Man sieht aber schon im nachfolgenden Diagramm an der Verteilung der Wahrscheinlichkeiten, dass der Frühling, bzw. frühlingshaft milde Temperaturwerte vor Ostern weniger an Relevanz bekommen.

Diagramm Temperaturen im März 2018 vom 10.03.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Was die Wettermodelle im Tagesverlauf berechnet haben und ob sie den Kaltluftvorstoß vor Ostern weiterhin stützen, klären wir heute Abend gegen 20:30 Uhr in einer Aktualisierung der Wetterprognose zum Wetter Ostern 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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