Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 08.03.2018 - Kälterückfall kurz vor Ostern?

Das März Wetter wird in den kommenden Tagen spürbar unbeständiger. So ist am Wochenende und auch zum Start in die neue Woche mit teils kräftigen Niederschlägen zu rechnen, welche örtlich auch mit Gewittern einhergehen können. Der Höhepunkt der Niederschläge wird im Zeitraum von Sonntagabend und am Montag über dem Süden und Osten von Deutschland erwartet. Verantwortlich für den Regen ist ein Tiefdrucksystem mit Zentrum über England, welches nicht nur feuchte, sondern auch milde Luftmassen nach Deutschland führt. So können die Temperaturen in den Regenpausen auf +12 bis +17 Grad und örtlich bis an die +20 Grad Marke ansteigen. Bei länger andauerndem und kräftigen Regen kann es mit +8 bis +12 Grad entsprechend kühler bleiben.

Erstes März-Drittel zu kalt, kommt dann der Frühling?

Aktuell beträgt die Abweichung des Temperaturmittelwertes der bereits vergangenen sieben März-Tage gegenüber dem langjährigen Mittelwert -4,33 Grad. Das sollte sich bis zum 10. März auf -2, bis -3 Grad weiter normalisieren können, bleibt aber für die ersten 10. März-Tage zu kalt. Vor allem der Norden und der Osten haben maßgeblich dazu beigetragen.

Man sieht aber schon in der Kurzfristprognose, dass am Wochenende der Wettercharakter unbeständiger, aber auch frühlingshaft mild werden kann. Bleibt das so, oder kommt ein Kälterückfall?

Sowohl das amerikanische, wie auch europäische Wettermodell berechnen bis zur Monatsmitte einen Verbleib des Tiefdruckzentrums bei England. In Folge daraus verändert sich beim Wetter nur wenig. Es bleibt meist stark bis wechselnd bewölkt und mit zeitweiligen Niederschlägen ist zu rechnen. Die Temperaturen bewegen sich mit +8 bis +14 Grad meist im vorfrühlingshaft milden Bereich. So kann sich der Temperaturmittelwert bis zum 14. März den langjährigen Mittelwert weiter anpassen und über dem Süden auch schon in leicht zu milden Bereich liegen.

Markanter Kälterückfall in der zweiten März-Hälfte?

Wer bei uns regelmäßig mit liest, der wird in den letzten Tagen bemerkt haben, dass wir immer wieder über einem möglichen Kälterückfall berichten. Das ist für den März nichts außergewöhnliches und durch den nun langsam winterlich finalen Polarwirbel werden die entsprechenden Instabilitäten zunehmend wahrscheinlicher. Die Frage ist nur, wie lange dauert so ein Kälterückfall und wie kräftig wird er ausfallen?

Das europäische Wettermodell berechnete bereits gestern Abend eine Möglichkeit, bei der sich von der Karasee ein Hochdruckkeil in Richtung Skandinavien ausdehnen kann. Gleichzeitig können im Verbund mit einem Tief über der Barentssee und dem westl. Russland kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden geführt werden. Die atlantischen Tiefdrucksysteme versuchen aber den Kaltluftvorstoß zu verhindern. Das Potential für eine Grenzwetterlage mit kaltem Wetter über dem Norden und milden über dem Süden wäre als hoch einzustufen.
Diese Wetterentwicklung wird heute ab dem 16. März erneut berechnet, jedoch mit leicht veränderten Parametern. Ein Tiefdrucksystem zwischen England und Frankreich verhindert den Kaltluftvorstoß zunächst bis zum 18. März. Gleichzeitig aber entsteht von den Azoren bis nach Grönland reichend ein Hochdruckkeil, was das Zirkulationsmuster zum letzten März-Drittel hin meridionalisieren lassen kann.
Ob Deutschland, Österreich und die Schweiz dann auch der kalten oder warmen Seite des Troges liegen können, ist zum heutigen Stand noch nicht zu sagen. Höhere Wahrscheinlichkeiten aber ergeben sich für einen kühleren Wetterabschnitt im letzten März-Drittel.

Arctic Outbreak?

Auf deutsch: die Zufuhr kalter Luftmassen arktischen Ursprungs wird auch vom amerikanischen Wettermodell heute unterstützt. So kann sich nach diesen Berechnungen von Grönland über die Barentssee und Karasee bis über Sibirien eine Hochdruckbrücke ausbilden. Da sich Hochdrucksysteme im Uhrzeigersinn drehen, werden an den südlichen Gradienten kalte Luftmassen aus östlichen bis nordöstlichen Richtungen nach Skandinavien geführt. Das Potential für eine Grenzwetterlage mit Kaltluftausbruch bis über Deutschland ist nach diesen Berechnungen etwas höher einzustufen.
Aber auch hier liegt im gleichen Zeitraum noch das Tief bei England, welches auf seiner Vorderseite milde Luftmassen nach Norden führen möchte. Anders formuliert ist eine nachhaltige frühlingshafte Wetterlage auch heute nicht zu erkennen. Es bleibt bei dem für März-typischen Übergangswetter vom Winter in den Frühling.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: markanter Kaltluftausbruch kurz vor Ostern? © www.meteociel.fr

Wie wahrscheinlich ist eine kältere Wetterphase kurz vor Ostern?

Der Polarwirbel macht Sachen, sprich: er wird zunehmend instabiler simuliert. Je nach Wettermodell sind sog. Polarwirbelsplits möglich - einmal durch ein Hochdruckgebiet über Grönland bis Alaska und einmal durch ein Hochdruckverbund zwischen Grönland, Sibirien und Alaska reichend. Zumindest ein gestörtes Zirkulationsmuster wird kurz vor Ostern zunehmend wahrscheinlicher.
Die Kontrollläufe stützen diese These zum heuteigen Stand aber nicht und berechnen den Hauptlauf der Wettermodelle jeweils als einen der kälteren Varianten. Der Mittelwert liegt in der zweiten März-Dekade meist leicht über dem langjährigen Mittelwert im etwas zu milden Bereich. Erst ab dem 20. März mehren sich auch die Anzahl der kälteren Varianten. Alles in allem aber verhalten sich die Kontrollläufe für die Jahreszeit-typisch.

Diagramm Temperaturen im März 2018 vom 08.03.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Ob die Wettermodelle tagsüber die Berechnungen eines Kaltlufteinbruchs kurz vor Ostern aufrecht erhielten, klären wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einem Update der Wetterprognose Ostern 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,76 +2,28 +1,53 554 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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