Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 03.03.2018 - Schaut der Früh-Sommer kurz vorbei?

Die kommenden Wettertage verlaufen weitgehend ruhig und bieten eine Wechselspiel aus Sonne, Wolken und gelegentlichem Niederschlag. In diesem Prozess wird es von Süden langsam milder, was mit einsetzendem Niederschlag zu den unterschiedlichsten Niederschlagsformen führen kann - diese Übergangsphase ist auch als kritisch zu bewerten und kann in manchen Regionen zu Schneefall, Eisregen oder gefr. Regen führen. Bis zum Montag hat sich die Milderung dann auch über dem Norden von Deutschland durchsetzen können und die Temperaturen pendeln sich auf Jahreszeit-typische +6 bis +12 Grad ein (über dem Norden örtlich noch darunter). Die Nächte werden zunehmend frostfrei. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage März 2018.

Wann kommt der Frühling?

Das Wetter und das Zirkulationsmuster auf dem Atlantik normalisiert sich im ersten März-Drittel so langsam. Geprägt wird der relativ ruhige Wettercharakter derzeit durch eine schwache Wetterdynamik, welche zum Ende der ersten März-Dekade wieder an Fahrt aufnehmen kann.

Gestern Abend und auch heute Morgen berechneten beide Wettermodelle zum 8. und 9. März ein sich vor England verstärkendes Tiefdrucksystem, welches auf seiner Vorderseite sehr warme Luftmassen nach Norden führen kann. Gleichzeitig aber strömen über Skandinavien Kaltluftmassen nach Süden. Kalt und Warm prallen über Deutschland aufeinander und dann kann es ganz schnell gehen. Das Tiefdrucksystem dehnt sich nach Süden aus und führt mit Hilfe eines Hochdrucksystems über der Mittelmeerregion sehr warme Luftmassen aus Afrika nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. Gleichzeitig verlagert das Tiefdrucksystem seine Position mehr in Richtung Skandinavien - eine explosive Mischung. Warum? Binnen kürzester Zeit könnend die Temperaturen über Deutschland mit +16 bis +22 Grad auf frühsommerliche Werte hochschnellen um ein paar Stunden später mit +4 bis +8 Grad wieder in den nasskalten Bereich zurückzufallen und ab den mittleren Lagen wären auch Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer wieder möglich. Der April lässt schon einmal grüßen.

Kurzeitig frühlingshaft mild, aber kein nachhaltiger Frühling in Sicht

Auch das europäische Wettermodell hält in seinen Berechnungen an diesem imposanten Wärmeschub aus Afrika fest, was eine Eintreffwahrscheinlichkeit am 10. und 11. März für Temperaturen jenseits der +15 Grad - teils auch +20 Grad - Marke deutlich erhöht. Allerdings zeigt sich auch nach diesen Berechnungen nur eine vorübergehende Milderung, denn mit der Verlagerung des Tiefdruckzentrums über Skandinavien wird die warme Luftströmung abgeschnürt und die Werte fallen in den für die Jahreszeit typischen Bereich zurück. Zum 13. März berechnet auch das europäische Wettermodell einen sich nach Norden aufwölbenden Hochdruckkeil. Das verstärkt eine mögliche meridionale Grundstruktur im weiteren Verlauf des zweiten März-Drittels.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Wettermodell: Kurzzeitige Zufuhr frühlingshaft milder Luftmassen © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Skeptisch mit dem Frühling

Wie bereits gestern Abend erwähnt, sollte man vom Frühling noch nicht zu viel erwarten und auch die Kontrollläufe bestätigen heute erneut, dass die Hauptläufe der Wettermodelle gegenüber ihren Kontrollläufen etwa um 7 bis 10 Grad zu warm sind. Statt 20 Grad und mehr berechnen die Kontrollläufe am 10. März ein Spektrum von +6 Grad über dem Norden und +12 Grad über dem Süden. Es zeigt aber einmal mehr, dass der Wille zu Veränderungen vorhanden ist. Ob es gelingt, bleibt abzuwarten. Die Kontrollläufe bleiben auch im weiteren Verlauf eher skeptisch. Im nachfolgenden Zeitraum liegt der Mittelwert mit +5 bis +8 Grad um den langjährigen Durchschnittswert. Zudem wird die Niederschlagsneigung ab dem zweiten März-Drittel deutlich erhöht berechnet. Alles in allem Anzeichen für eine Umstellung der Großwetterlage. Der März ist und bleibt eben der Übergangsmonat vom Winter in den Frühling.

Diagramm Temperaturen im März 2018 vom 03.03.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetter Frühling und Sommer 2018: Langfristmodell mit normalen Wetterprognosen

Nach den aktuellen Wetterprognosen des Langfristmodells, soll der erste Frühlingsmonat März mit einer Abweichung von -2 bis +0,5 Grad zu kalt ausfallen. Auch das stützt noch einmal die These, dass man mit einem raschen Frühlingdurchbruch noch skeptisch sein sollte. Der April und Mai 2018 fallen demnach mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad normal und in Trend leicht zu mild aus. In der Niederschlagsberechnung zeigt sich der März und April gegenüber seinem Sollwert normal und das Wetter im Mai 2018 leicht zu nass.

Für die Sommermonate berechnet das Langfristmodell einen normalen Juni und einen leicht zu warmen Juli und August. In der Niederschlagsbewertung soll der Juli etwas zu trocken ausfallen, sonst gibt es keine sonderlichen Abweichungen gegenüber dem Sollwert auszumachen.

Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2018 vom 03.03.2018

Ob sich an den Berechnungen der Wettermodelle im Tagesverlauf etwas verändert hat, klären wir heute Abend gegen 20:00 Uhr an dieser Stelle in einem kurzen Update der Wetterprognose Frühling und Sommer 2018.

Update der Wetterprognose Frühling und Sommer 2018 von 20:00 Uhr
Beide Wettermodelle bestätigten heute Nachmittag und heute Abend noch einmal die Berechnungen von gestern und von heute Morgen. Das Tiefdruckzentrum bei England verstärkt sich zum 8./9. März und führt zum 10./11. März sehr warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Deutschland. In Folge daraus können die Temperaturen am 10. März auf +16 bis +22 Grad ansteigen.
Vergleicht man den Hauptlauf mit den Kontrollläufen, so ist dieser noch immer um 6 bis 10 Grad zu warm. Man darf gespannt sein, ob das für die Jahreszeit viel zu hohe Niveau in den kommenden Tagen bestätigt wird.

Ganz egal, ob es am 10. März zu Spitzenwerten um die +20 Grad kommt oder nicht, die Entwicklung der Großwetterlage hat jedenfalls das Potential dazu - nur nachhaltig ist diese Wetterentwicklung nicht. Beide Wettermodelle berechnen die Verlagerung des Tiefdruckzentrums bis zum 12. März über Skandinavien, was die Tiefdruckrinne zwischen Neufundland, England und Skandinavien wieder in Schwung bringt. In Folge daraus wird der Wettercharakter über Deutschland, der Schweiz und Österreich wieder etwas kühler und deutlich unbeständiger werden können.

Polarwirbelberechnung Februar
Berechnung Polarwirbel im März nach dem amerikanischen Wettermodell - Wechselhaft und unbeständiges Frühlingswetter bei Jahreszeit-typischen Temperaturen © www.meteociel.fr


Zusammenfassung
Die Wetterküche kommt wieder so langsam in Schwung und sorgt für etwas mehr Dynamik. In Folge verstärken sich die Grundströmungen, was am 10. März teils sehr warme Luftmassen nach Deutschland führen kann. Die Frühlingslust kann sich aber nicht lange behaupten, was die Temperaturwerte im zweiten März-Drittel bei einem unbeständigen Wettercharakter auf ein normales Niveau absinken lassen kann.

Die nächste Aktualisierung der Wetterprognose erfolgt am 4. März gegen 9:00 Uhr in einer neuen Wettervorhersage für das Wetter März 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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