Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 28.02.2018 - Der Winter hat durchaus noch Potential

In den ersten März-Tagen verlagert sich ein Tiefdrucksystem von Spanien nach England und führt auf seiner Vorderseite milde Luftmassen nach Deutschland, was die Temperaturen gegenüber heute um bis 15 Grad ansteigen lassen kann. Etwas verzögert zeigt sich in den Simulationen von heute Morgen die Milderung über dem äußersten Norden, wo sich bis zum 5. März noch Werte um 0 Grad halten können, während es über Süddeutschland und der Mitte schon Werte von +6 bis +12 Grad geben kann. Zu der Milderung gesellt sich auch starke Bewölkung und zeitweiliger Niederschlag, der gerade in der Übergangsphase mit Schnee, Eisregen, gefr. Regen zu gefährlichen Wetterereignissen führen kann, sonst gehen die Niederschläge von Süden her bis in die höheren Lagen in Regen über. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage für das Wetter März 2018.

Warme Luft kommt, doch die Kalte ist nicht weit entfernt

Das amerikanische Wettermodell berechnet weiterhin eine Entwicklung der Großwetterlage, bei der Deutschland zwischen den Luftmassen liegt. Allerdings sind die kalten Temperaturwerte zu weit nach Norden verschoben, als dass man von einer Grenzwetterlage sprechen könnte. Was bedeutet das? Vom Frühlingswetter kann nach diesen Berechnungen keine Rede sein - vom Winter aber auch nicht. Die Werte pendeln im Verlauf der ersten März-Dekade sich über dem Süden meist auf +5 bis +10 Grad ein und können kurzzeitig mal darüber und mal darunter liegen. Über dem Norden sind es meist Werte von +4 bis +8 Grad zu erwarten.

Schneeschauer: Wetterwechsel im zweiten März-Drittel nicht ausgeschlossen

Die aktuellen Berechnungen zeigen aber noch etwas anderes, was wir in den letzten Tagen des Öfteren einmal angedeutet haben. Die Kaltluftmassen liegen über Skandinavien nicht weit von Deutschland entfernt und warten nur auf eine günstige Gelegenheit um nach Süden ausbrechen zu können. Das wäre dann möglich, wenn sich der Tiefdruckschwerpunkt weiter nach Osten verlagert und auf dessen Rückseite die kalten Luftmassen nach Deutschland strömen können. Das wird aktuell für den Beginn des zweiten März-Drittels berechnet. So könnten die Temperaturen in den Bereich von 0 bis +5 Grad absinken und Schneeschauer wären bis in tiefere Lagen grundsätzlich nicht auszuschließen, ebenso wie die Ausbildung einer Schneedecke ab den mittleren Lagen.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Weder Frühling noch Winter © www.meteociel.fr

Frühlingshaft Mild

Anders sind die Berechnungen des europäischen Wettermodells, welches in seinen Prognosen die milden Luftmassen nach Deutschland in Etappen berechnet. Der Unterschied zum amerikanischen Wettermodell ist der, dass sich über der östlichen Mittelmeerregion ein Hochdrucksystem ausbilden und sich bis zum 10. März über das östliche Europa ausdehnen kann. In Folge daraus werden die Tiefdrucksysteme blockiert und sorgen über Deutschland mit einer von Südwest nach Nordost verlaufenden Zugbahn für eine sehr milde Südwestwetterlage. Auch über Skandinavien können mit solch einer Konstellation die kalten Luftmassen abgebaut werden. Wie warm könnte es demnach werden? Simuliert werden im ersten März-Drittel ansteigende Temperaturen, welche ihren vorläufigen Höhepunkt am 10. März mit verbreitet +7 bis +13 und über dem Westen und Südwesten örtlich bis +17 Grad erreichen können. Das wäre in der Tat schon frühlingshaft mild - aber Vorsicht, es ist erst März und diese Temperaturen wären viel zu hoch. Anders formuliert: ob so eine Wetterentwicklung nachhaltig ist, bleibt in Frage zu stellen.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Wettermodell: Milde Südwestwetterlage © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Erstes März-Drittel zu mild

Betrachtet man die Kontrollläufe, so bleiben diese gegenüber ihren vorherigen Varianten nahezu unverändert. Im Detail aber steigt der Mittelwert von Tag zu Tag etwas an, sodass dieser zwischenzeitlich nicht mehr um den Jahreszeit-typischen Bereich herum, sondern knapp darüber liegt. Erst ab dem zweiten März-Drittel zeigt sich eine wieder abnehmende Temperaturtendenz in den normalen und mancherorts auch leicht zu kühlen Bereich. So liegt das Temperaturspektrum am 7. März zwischen 0 bis +12 Grad (Mittelwert: +6 bis +8 Grad) und am 15. März zwischen -3 bis +13 Grad (Mittelwert: +4 bis +6 Grad). All jene unter Ihnen, welche den Frühling erwarten, sollten sich noch in Geduld üben, auch wenn das Thermometer durchaus mal bis an die +15 Grad Marke hin reichen kann. Eine stabile Frühlingswetterlage ist absolut nicht zu erkennen. Eher zähes Übergangswetter vom Winter in den Frühling.

Diagramm Temperaturen im März 2018 vom 28.02.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetter Frühling und Sommer 2018: Langfristmodell mit leichten Korrekturen

Der März 2018 wird mit einer Abweichung von -2 bis +0,5 Grad gegenüber den letzten Tagen etwas milder berechnet, zeigt aber noch einmal, welches Potential die Kaltluftmassen über dem Norden von Europa noch haben können. Ebenfalls Veränderungen gab es für den Juli und August, welche zum heuteigen Stand etwas wärmer simuliert werden.

Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Temperatur Niederschlag
März 2018 -2 bis +0,5 Grad Trend: normal
April 2018 -0,5 bis +0,5 Grad Trend: leicht zu nass
Mai 2018 -0,5 bis +0,5 Grad Trend: leicht zu nass
Juni 2018 -0,5 bis +0,5 Grad Trend: normal
Juli 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal
August 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal

Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2018 vom 28.02.2018

Gegen 20:00 Uhr erfolgt heute Abend an dieser Stelle ein kurzes Update der Wetterprognose Frühling und Sommer 2018.

Update der Wetterprognose Winter von 20:03 Uhr
Das amerikanische Wettermodell berechnete in der kommenden Wetterentwicklung bis Mitte März heute Nachmittag und auch heute Abend eine sog. Patt-Situation. So positioniert sich bei England ein schwachgradientiger Tiefdruckwirbel und kommt nicht sonderlich weit nach Osten voran. Gleichzeitig aber sorgen ein Hoch über dem östlichen Kanada und Grönland und ein Tief über der Barentssee und Karasee für den Transport kalter Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden. Kurz vor Deutschland treffen die beiden Luftmassen aufeinander. Deutschland selbst bleibt aber im Einflussbereich einer schwachen Südwestströmung, was tagsüber meist zu Werten zwischen +6 bis +12 Grad führen kann. Vor allem in den ersten März-Tagen ist auch noch mit Nachtfrost zu rechnen.

Kälterückfall
Für das zweite Marz-Drittel simuliert das amerikanische Wettermodell auch Varianten, welche die kalten Luftmassen über Skandinavien bis nach Deutschland führen könnte. So ganz weit weg ist der Winter also noch nicht.

Nasskalte Übergangswetterlage
Zwar berechnet das europäische Wettermodell eine ganz ähnliche Großwetterlage wie das amerikanische Wettermodell, jedoch ziehen die Wettersysteme auf einer etwas südlicheren Bahn nach Osten. Das ermöglicht der Kaltluft bis zum 7. März über dem Norden zu verweilen, während sich über dem Sünden die milderen Luftmassen durchsetzen können. Es kommt nach dieser Berechnung zu einer möglichen Grenzwetterlage, bei der die Temperaturen sich mit +0 bis +5 Grad größtenteils im nasskalten Bereich bewegen und über dem Süden auch mal bis an die +10 Grad Marke heranreichen können.

Polarwirbelberechnung Februar
Berechnung Polarwirbel im März nach dem europäischen Wettermodell - Kaum Wetterdynamik über Deutschland © www.meteociel.fr


Temperaturspektrum normalisiert sich
Die Kontrollläufe sind relativ unspektakulär und bestätigen auch heute Abend wieder die Milderung im Zeitraum vom 1. bis 10. März. Mit Beginn der zweiten März-Dekade erhöhen sich die Unsicherheiten, was einen typischen Kälterückfall ebenso wenig ausschließt, wie frühlingshaft milde Temperaturen. Im Detail wird es darauf ankommen, wie sich die Tiefdrucksysteme über Mitteleuropa verhalten werden. Insgesamt jedoch ist nur wenig an Wetterdynamik zu erwarten. Das amerikanische Wettermodell ist ganz gut in die Kontrollläufe eingebettet.

Die nächste Aktualisierung der Wetterprognose erfolgt am 1. März gegen 09:00 Uhr in einer neuen Wettervorhersage für das Wetter März 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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