Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 24.02.2018 - März-Winter oder Frühlingsluft?

Die kommenden Tage werden bis Ende Februar hochwinterlich kalt ausfallen. In Talsenken können tagsüber kaum mehr als -10 Grad erwartet werden, sonst sind Höchstwerte von -9 bis -1 Grad möglich. Vor allem aber in den klaren Nächten sind -13 bis -5 Grad und über Schnee bis -20 Grad möglich. Da der Wind aus nordöstlichen Richtungen recht kräftig ist, kann mit gefühlten Tagestemperaturen von -10 bis -20 Grad gerechnet werden. Schnee gibt es auch - und das noch reichlich - beschränkt sich aber auf die Küstenregionen, wobei über Mecklenburg-Vorpommern mit 10 bis 20 cm die ergiebigsten Schneefälle erwartet werden können. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Winter 2018.

Vom Hochwinter in den Frühling?

Zumindest meteorologisch beginnt der Frühling 2018 mit dem 1. März. Ob sich auch das Wetter daran halten wird, bleibt abzuwarten. Zwar ist die Wetterentwicklung im ersten März-Drittel weitestgehend klar und wird von den Wettermodellen einheitlich berechnet, doch ergeben sich im Detail gehörige Unterschiede, welche über Deutschland zwischen einem März-Winter und einem Frühlingsausbruch entscheidend sein können.

Das amerikanische Wettermodell berechnete in den letzten Tagen immer wieder ein Tiefdrucksystem, welches sich von den Azoren, über Portugal und Spanien nähert und auf seiner Vorderseite sehr warme Luftmassen aus Afrika über die Mittelmeerregion heran führt. Heute wird erneut dieses Tiefdrucksystem berechnet und verstärkt sich zum 1. März über Spanien und Frankreich. So wird die milde Frühlingsluft relativ zügig nach Norden über die Alpen geführt, was die Temperaturen am 2. März über dem Süden auf +4 bis +8 Grad und bis zum 5. März schon bis über die +10 Grad Marke ansteigen lassen kann. Das wäre binnen weniger Tage ein möglicher Temperaturunterschied von bis zu 30 Grad.
Im weiteren Verlauf positioniert sich die Tiefdruckrinne zwischen Neufundland, den Azoren und England. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen voll in deren Einflussbereich, was das Wetter zunehmend unbeständiger und in Intervallen weiter milde Luftmassen heranführen kann. Der Höhepunkt der Milderung könnte am 10. März mit +11 bis +17 und örtlich bis +20 Grad erreicht werden.
Ob es aber so kommen mag - wie es das amerikanische Wettermodell aktuell berechnet - hängt von mehreren Faktoren ab, welche allesamt noch fraglich sind.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Eine milde aber unbeständige Süd- bis Südwestwetterlage setzt sich im ersten Frühlingsmonat langsam durch © www.meteociel.fr

März-Winter und Grenzwetterlage

Der entscheidende Zeitpunkt für die kommende Wetterentwicklung ist am 1. März auszumachen. Zieht das Tiefdrucksystem über dem westlichen Europa südlich der Alpen rasch ostwärts, so kann der Kaltluftzustrom in Richtung Mitteleuropa noch einmal an Intensität gewinnen. Es kommt also auf wenige 100 km an. Das europäische Wettermodell berechnet eine Zwischenlösung, welche über Deutschland Anfang März zu einer Grenzwetterlage führen kann. Die Tiefdrucksysteme erstrecken sich von Neufundland über die Azoren bis über das östliche Mittelmeer und verlaufen deutlich südlicher als nach dem amerikanischen Wettermodell.
In Folge daraus bleiben die eisigen Temperaturen über dem Norden erhalten, während es etwa südlich der Mittelgebirge milder werden kann. So werden Die Tageshöchstwerte am 4. März über dem Norden zwischen -4 bis +2 Grad und über dem Süden zwischen +0 bis +4 Grad berechnet. Weit weg vom Frühling. Zudem wäre über dem Südwesten und entlang der Alpen mit kräftigen Niederschlägen zu rechnen - teils als Schnee, teils als Regen.

Polarwirbelberechnung März

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Wettermodell: Nasskalt mit Optionen auf den März-Winter - kräftige Niederschläge sind über dem Süden möglich © www.meteociel.fr

Nasskaltes Wetter zum Start in den Frühling

Den goldenen Mittelweg repräsentieren die Kontrollläufe. Das amerikanische Wettermodell ist und bleibt in den Kontrollläufen eines der wärmsten Varianten. Veränderungen sind in den kommenden Stunden zu erwarten. Das Temperaturspektrum aber selbst normalisiert sich zum Frühlingsbeginn gegenüber dem langjährigen Mittelwert. Aber auch das europäische Wettermodell gehört - zumindest für den Süden - eher noch zu den wärmeren Varianten.
Was bedeutet das? Es gibt eine nicht unerhebliche Anzahl an Varianten, welche den Zustrom der polaren Kaltluftmassen mit einer südlicheren Zugbahn der Tiefdrucksysteme im ersten März-Drittel verstärken können. Im Mittelwert des Temperaturspektrums der Kontrollläufe aber zeichnet sich eine Temperaturentwicklung ab, welche mit +0 bis +2 Grad über dem Norden und Osten und mit +4 bis +6 Grad über dem Süden und Westen in nasskalten Bereich liegt. Somit wird der März seinen Ruf als Übergangsmonat vom Winter in den Frühling gerecht, welcher ein hohes Potential einer Grenzwetterlage in den ersten März-Tagen aufweist.

Diagramm Temperaturen im März 2018 vom 24.02.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetter Frühling und Sommer 2018: Langfristmodell bleibt normal

Kaum Veränderungen haben sich in den letzten Tagen in den Berechnungen des Langfristmodells ergeben. Die einzelnen Berechnungen im Überblick:

Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Temperatur Niederschlag
März 2018 -2 bis +0,5 Grad Trend: leicht zu trocken
April 2018 -0,5 bis +0,5 Grad Trend: leicht zu nass
Mai 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal
Juni 2018 -0,5 bis +0,5 Grad Trend: leicht zu nass
Juli 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: zu nass
August 2018 -0,5 bis +0,5 Grad Trend: normal

Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2018 vom 22.02.2018

Zusammenfassung

Die Wettermodelle berechnen noch unterschiedliche Varianten, was in den kommenden Stunden noch zu Veränderungen in den Berechnungen führen kann. Entscheidend ob ein vorzeitiger Vorfrühling möglich ist, oder aber ob der Winter sich im März behaupten kann, ist die Zugbahn der atlantischen Tiefdruckrinne. Erfahrungsgemäß sollet man aber erst einmal abwarten, bis die Kaltluftmassen in den kommenden Stunden Europa überflutet haben, denn solch ein Ereignis löst in der Regel kräftige Gegenreaktionen aus, welche die Wetterentwicklung noch maßgeblich beeinflussen können.

Gegen 20:00 Uhr erfolgt heute Abend eine weitere Aktualisierung der Wetterprognose Winter.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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