Hop oder Top, so lautete das Motto der letzten Tage für die Wetterprognose der restlichen Sommertage bis Ende August. Und so langsam aber sicher zeigt sich ein Muster in den Simulationen der Wettermodelle, welches in der kommenden Augustwoche den Hochsommer zurückbringen könnte. Somit ist auch die Frage nach Frühherbst oder Spätsommer geklärt: zum heutigen Stand hat der Sommer bis zum 25. August eine höhere Relevanz als ein frühherbstlicher Gruß.

Bleibt es hochsommerlich warm, oder folgt die nächste Abkühlung?

Das ist nach Durchsicht der gängigsten Simulationen der Wettermodelle noch nicht ganz klar. Weiterhin versuchen Tiefdrucksysteme sich im Zeitraum vom 25. bis 31. August über Skandinavien durchzusetzen und somit auch das Wetter über Deutschland beeinflussen zu können. In Folge daraus sind drei wesentliche Wetterentwicklungen der letzten Sommertage bis zum 31. August denkbar.

  • Die Tiefdrucksysteme schaffen den Durchbruch bis nach Skandinavien und konzentrieren sich dort in einem Zentraltief. Deutschland, die Schweiz und auch Österreich würden in diesem Falle bei einem wechselhaften Wettercharakter auf die kühle Rückseitenströmung gelangen können. Mit anderen Worten wäre ein frühherbstlicher Wettercharakter zu erwarten.
  • In der zweiten Variante gelingt es dem Hochdrucksystem über der Mittelmeerregion sich nach Norden über Deutschland, Österreich und der Schweiz aufzuwölben und eine Tiefdruckverlagerung in Richtung Skandinavien unterbinden. Gleichzeitig tropft vor Mitteleuropa die Tiefdruckrinne nach Süden ab und sorgt im Verbund mit dem Hoch für einen kräftigen Warmlufttransport in Richtung Mitteleuropa. Ein spätsommerlich heißer Wettercharakter wäre bei dieser Variante bis Ende August zu erwarten.
  • Die dritte Variante ist wohl auch die gängigste Variante und passt zum bisherigen Verlauf des Sommers 2017. Weder die Tiefdrucksysteme, noch die Hochdruckgebiete können sich nachhaltig durchsetzen und so folgt ein durchwachsener Wettercharakter bei einem Auf und Ab der Temperaturen.

Kontrollläufe: warmer Temperaturtrend

Der Zeitraum vom 23. bis 27. August wird über Süddeutschland gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um 2 bis 5 Grad zu warm und über dem Norden um 1 bis 3 Grad zu warm berechnet. Darüber hinaus geht der Mittelwert des Temperaturspektrums etwas zurück und pendelt sich um den Jahreszeit typischen Wert ein. In der Niederschlagsprognose zeigen sich über Norddeutschland bis Ende August leicht bis mäßig erhöhte Niederschlagssignale, während der Zeitraum vom 20. bis 25. August über dem Süden, Osten und Westen nur vereinzelt Niederschläge berechnet werden und es dort größtenteils trocken bleiben kann. Vom 26. bis 31. August stiegt in ganz Deutschland die Niederschlagswahrscheinlichkeit an.

Diagramm Temperaturen im August 2017 vom 19.08.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im August 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

August zu warm; Sommer 2017 zu warm

Sollten sich die Simulationen der Wettermodelle für die kommende Woche bewahrheiten, so könnte der Temperaturüberschuss im August von aktuell rund +1,7 Grad bis zum kommenden Freitag weiter ausgebaut werden. Selbst wenn es in den letzten Sommertagen dann deutlich zu kalt werden würde, besteht weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen zu warmen Temperaturverlauf im August 2017. Neben dem zu warmen Juni und Juli, wäre auch der dritte und letzte Sommermonat zu warm und kumuliert man die Werte, so ist der Sommer 2017 zum heutigen Stand mit einer Abweichung von rund +1,6 Grad zu warm zu bewerten.

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2017 vom 19.08.2017

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