In den kommenden fünf Augusttagen zeigt sich der gesamte Wettercharakter des Sommers 2017. Zunächst kühl und regnerisch und örtlich unwetterartige Wetterereignisse sind nicht auszuschließen. Am Wochenende beruhigt sich das Wetter und es wird langsam wärmer, bevor zum Start in die neue Woche der Sommer und zum Dienstag mit Werten von über +30 Grad der Hochsommer über Deutschland vorbeischauen kann. Mit anderen Worten: das durchwachsene Wetter bei einem Auf und Ab der Temperaturen findet wohl seine Fortsetzung.

Großwetterlage alles andere als sommerlich

Ein Tiefdrucksystem verlagert sich in den kommenden Tagen weiter nach Skandinavien und sorgt über Deutschland, Österreich und der Schweiz für den durchwachsenen und auch kühlen Wettercharakter. Ab dem Wochenende gewinnt ein Hochdrucksystem von der Mittelmeerregion vermehrt an Einfluss und dehnt sich bis zum Dienstag über das östliche Europa bis über die Ostsee aus. Gleichzeitig aber setzt die atlantische Frontalzone alles daran, um eine Stabilisierung des Hochdrucksystems zu verhindern. So steigen bis zur Wochenmitte die Temperaturen in den hochsommerlichen Bereich an, dafür nimmt aber auch die Neigung zu kräftigen Schauern und Gewittern wieder zu.

Weitere Wetterentwicklung labil

Geht es nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells, so ist die Ausdehnung des Hochdrucksystems bis über die Ostsee aus Sicht aller, welche sich Sommerwetter wünschen, als interessant zu bewerten. Denn im Zeitraum vom 16. bis 20. August versuchen die Hochdrucksysteme über dem Azoren und dem westlichen Russland eine Hochdruckbrücke quer über Mitteleuropa aufzubauen, was den Wettercharakter vom 20. bis 26. August über Deutschland durchaus sommerlich gestalten könnte.

Das europäische Wettermodell bestätigt den Aufbau von hohem Luftdruck über der Ostsee, was den Temperaturcharakter vom 15. bis 18. August über Deutschland durchaus sommerlich gestalten könnte, allerdings erweist sich nach dieser Berechnung die atlantische Frontalzone stärker, so dass diese vom 18. bis 20. August erneut auf Mitteleuropa mit relativ kühlem und wechselhaften Wetter übergreifen könnte.

Durchwachsenes Sommerwetter 2017
Durchwachsenes Sommerwetter 2017

Sommerlich warm oder frühherbstlich kühl?

Scheinbar gibt es bei Sommer 2017 nur ein "Schwarz oder Weiß", bzw. ein "Hop oder Top", ein angenehm stabiles Sommerwetter mit konstanten Temperaturen von +22 bis +27 Grad ist hingegen weniger wahrscheinlich. Die Kontrollläufe bestätigen die wechselhafte Wetterentwicklung vom 16. bis 26. August mehrheitlich, bei der die Niederschlagsberechnung über dem Norden höher als über dem Süden bewertet wird. Eine trockene Phase beschränkt sich lediglich auf den Zeitraum vom 13. bis 15. August, was eine stabile Sommerwetterlage weniger wahrscheinlich macht.

In der Temperaturentwicklung schwankt der Mittelwert vom 16. bis 25. August um den langjährigen Mittelwert und hat im Trend - sowohl über dem Norden, als auch über dem Süden - eine leicht zu kühle Entwicklung. Mit anderen Worten sind die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells im Vergleich zu den Kontrollläufen zum heutigen Stand weniger wahrscheinlich.

Diagramm Temperaturen im August 2017 vom 10.08.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im August 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell - keine Veränderung im restlichen Verlauf des Sommers

Das Langfristmodell berechnet in seiner heutigen Wettervorhersage für die restlichen Tage des Sommers kaum Veränderungen. So hat der Norden mit einer Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5 bis -1 Grad ein hohes Potential leicht zu kühl auszufallen, während es über Süddeutschland mit einer Differenz von +0,5 bis +1 Grad leicht zu warm werden könnte. Zwischen Nord und Süd liegt die Abweichung mit -0,5 bis +0,5 Grad im normalen Bereich.

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2017 vom 10.08.2017

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