Der Sommer schickt sich im August 2017 an, genauso weiterzumachen, wie er es bereits im Juni und Juli gemacht hatte: durchwachsen bei einem Auf und Ab der Temperaturen. Eine stabile Sommerwetterlage bislang Fehlanzeige und viel Zeit bleibt dem Sommer auch nicht mehr, denn Ende August endet der meteorologische Sommer. Der Grund für den wechselhaften Wettercharakter ist die atlantische Frontalzone, welche auf ihrer Vorderseite sehr warme und mit der nachfolgenden Rückseite kühlere Luftmassen nach Mitteleuropa führt. Die Übergangsphase ist zumeist geprägt von unwetterartigen Wetterereignissen.

Wahrscheinlichkeiten für ein stabiles Sommerhoch im August bleiben erhalten

In den letzten Tagen berechnete das amerikanische Wettermodell im Verlauf der ersten Augustdekade eine kleine Veränderung im Strömungsmuster, bei der dem Hochdrucksystem mehr Spielraum für eine Ausdehnung über Mitteleuropa eingeräumt wird. Dabei verlagert sich der Jetstream von Neufundland und Portugal nach Neufundland, Island und England. In Summe ist damit eine stabile Sommerwetterlage zwar weiterhin weniger wahrscheinlich, diese Entwicklung sollte aber in den kommenden Tagen weiter beobachtet werden, denn auszuschließen ist diese im Umkehrschluss auch nicht.

Betrachtet man die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells im Detail, so liegt das Azorenhoch im Verlauf des ersten Augustdrittels zu weit westlich, als dass ein stabiler Hochdruckkeil zum Hochdrucksystem über dem östlichen Skandinavien und dem westlichen Russland aufgebaut werden könnte.

Schaut man sich zudem die sog. Kontrollläufe an, so wird vom 1. bis 7. August eine leicht bis mäßig erhöhte Niederschlagsneigung berechnet, was in Summe die geringen Wahrscheinlichkeiten auf stabiles Sommerwetter noch im ersten Augustdrittel bestätigt. Nichtsdestotrotz spricht diese Wetterentwicklung nicht gegen sommerliche Temperaturen, denn diese sind zum heutigen Stand im August wahrscheinlicher als zu kalte Varianten, wie die Kontrollläufe den Wettertrend der letzten Tage heute bestätigen.

Diagramm Temperaturen im August 2017 vom 23.07.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im August 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: letzter Sommermonat August zu warm?

Dass die These einer länger andauernden Hochdruckphase im August nicht abwegig ist, stützt das Langfristmodell in seiner aktuellen Wettervorhersage. Die Niederschlagsberechnungen liegen zwischenzeitlich im negativen und damit zu trockenen Bereich, was auf eine Hochdruckdominanz noch im August schließen lässt.

Die Temperaturen verhalten sich mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5 bis +0,5 weitgehend für die Jahreszeit typisch und haben über Süddeutschland, Österreich und der Schweiz weiterhin die Tendenz mit einer Abweichung von bis +1 Grad leicht zu warm auszufallen.

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2017 vom 23.07.2017

Anzeige

 

Erzählen Sie es Ihren Freunden, wenn Ihnen unsere Wetterprognosen gefallen