Die Großwetterlage der kommenden Tage lässt sich recht einfach beschreiben. Ein Tiefdrucksystem verlagert über das Wochenende bis zum Start in die neue Juliwoche seinen Schwerpunkt von England über das südliche Skandinavien bis über die Ostsee und sorgt auf seiner Vorderseite zunächst für hochsommerlich heiße Temperaturen, welche über das Wochenende auf sommerlich warm und zum Start in die neue Woche mit nachfolgendem Rückseitenwetter noch weiter abkühlen können. Begleitet wird dieser Prozess von Schauern und Gewittern, welche am heutigen Mittwoch und am Donnerstag auch kräftiger und mit örtlichem Potential für Unwetter einhergehen können. Zum Start in die neue Woche bleibt der Wettercharakter unbeständig, wenngleich die Gewitterneigung bei Temperaturen von +17 bis +23 Grad nachlässt.

Bleibt das Sommerwetter jetzt wechselhaft?

So ein Tiefdrucksystem sorgt für Unruhe. Schon der Ansatz der Ausbildung einer stabilen Sommerwetterlage wird im Keim erstickt und wirft zudem die Frage auf, wie die nachfolgende Tiefdruckrinne verlaufen wird. Dazu liefern die Wettermodelle bis Ende Juli unterschiedliche Interpretationen.

  • Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so liegt Deutschland zwischen den Fronten der Tiefdruckrinne, welche sich von Neufundland über Island/England bis nach Skandinavien erstreckt und einem Hochdruckkeil des Azorenhochs, welcher vergeblich versucht von der Mittelmeerregion aus für ein stabiles Sommerhoch zu sorgen. Die Folge daraus wäre eine Zweiteilung beim Wetter: wechselhaft und kühler über dem Norden, wechselhaft und wärmer über Süddeutschland.
  • Eine zweite Variante ist für Sommerfans eine ungünstige Konstellation aus einem Hochdrucksystem über den Azoren und einem weiteren über dem westlichen Russland. Direkt über Deutschland, Österreich und der Schweiz entsteht eine Hochdrucklücke, in welche die Tiefdruckrinne vordringen kann. In diesem Fall wäre mit einem äußerst unbeständigen, windigen und auch kühlem Wettercharakter zu rechnen.

Sommer oder Frühherbst?

Geht es nach den Kontrollläufen, so wird im Zeitraum vom 24. bis 27. Juli eine relativ kühle und Abwechslungsreiche Westwetterlage mehrheitlich gestützt. Darüber hinaus pendelt sich der Mittelwert des Temperaturspektrums bis Ende Juli mit einem Wert von +21 bis +22 Grad über dem Norden und +24 bis +25 Grad über dem Süden auf ein Jahreszeit typisches Niveau ein. Anders formuliert ist bis Ende Juli eine Zweiteilung beim Wetter mit einer wenig stabilen Sommerwetterlage derzeit die wahrscheinlichste Variante. Dabei können sich die Temperaturen durchaus im angenehmen Bereich bewegen, wenngleich diese über dem Norden etwas kühler als über dem Süden ausfallen können. Ob sich im August 2017 an diesem ewigen Auf und Ab in diesem Sommer ändern kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einen neuen Wettertrend.

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